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2010
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Mai
Buchvorstellung
Aufmarsch
Dienstag, 4. Mai 2010, 19.00 Uhr

"Aufmarsch - die rechte Gefahr aus Osteuropa"

Lesung und Gespräch mit Gregor Mayer

Moderation Markus Priesterath

In Zusammenarbeit mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz, dem Anderen Buchladen und der Agentur „Ad Publicum. Buch & Kultur PR

Die Korrespondenten beobachten seit Jahren die wachsende Bedrohung der rechtextremen Szene in Osteuropa – und sind dabei selbst in die Schusslinien geraten. In ihrem Buch beleuchten sie in Reportagen und Analysen die rechtsextreme Szene in Ungarn, Tschechien, Slowakei, Kroatien, Serbien und Bulgarien. Auf der Grundlage von Insiderinformationen stellen sie die ideologischen Hintergründe dar, die Führer, das Bedrohungspotenzial und die Querverbindungen zu rechtsradikalen Gruppen in Deutschland und Österreich. Und sie benennen deutlich die Gefahr, die von der nationalistischen Agitation ausgeht – für die politische Stabilität der einzelnen Länder selbst wie für die Europäische Union insgesamt.

GREGOR MAYER ist Sonderkorrespondent der Deutschen Presse-Agentur in Budapest und u.a. für den Nahen Osten. Von 2003 bis 2005 leitete er das dpa-Büro in Bagdad. Er berichtet regelmäßig für „profil“ und „Der Standard“ aus Ungarn und den Ländern des ehemaligen Jugoslawien.

BERNHARD ODEHNAL ist seit 2004 Mitteleuropa Korrespondent des „Tagesanzeiger“. 2003 wurde er mit dem Zürcher Journalistenpreis ausgezeichnet.

UKB: 5,- € / 2,5 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten
und ALG-II-Empfänger

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Dienstag, 11. Mai 2010, 19.00 Uhr

DIE TINTE IST EIN ZÜNDSTOFF

Eine Hommage an drei große polnische Schriftsteller:

Stanisław Jerzy Lec, Andrzej Szczypiorski, Sławomir Mrożek

dargestellt von
Marta Kijowska - Klaus Bednarz – Bernt Hahn

Abend der polnischen Literatur anlässlich der Verleihung des Karls-Preises an den polnischen Premierminister Donald Tusk

In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Köln-Bonn und dem Kulturamt der Stadt Köln

Im Jahre 2009 feierten die Polen den 100. Geburtstag ihres berühmtesten Aphoristikers Stanisław Jerzy Lec (Unfrisierte Gedanken). Im Mai 2010 jährt sich zum 10. Mal der Todestag des Romanciers Andrzej Szczypiorski (Die schöne Frau Seidenman). Und im Juni wird der Dramatiker und Satiriker Sławomir Mrożek (Die Polizei, Tango) achtzig Jahre alt. Alle drei Schriftsteller waren in Deutschland enorm erfolgreich und haben hier bis heute eine treue Lesegemeinde. Mit allen drei hat sich die Münchener Publizistin Marta Kijowska in ihren letzten Arbeiten beschäftigt: als Autorin der Bücher Der letzte Gerechte. Andrzej Szczypiorski – eine Biographie (Aufbau 2003) und Die Tinte ist ein Zündstoff. Stanisław Jerzy Lec – der Meister des unfrisierten Denkens (Hanser 2009) und als Übersetzerin von Mrożeks Autobiographie Balthasar (Diogenes 2007). Und wir möchten an sie in Form eines besonderen literarischen Abends erinnern: Marta Kijowska unterhält sich mit dem Journalisten Klaus Bednarz über die drei Autoren und liest, zusammen mit dem Schauspieler Bernt Hahn, aus ihren Büchern sowie aus Szczypiorskis Prosa, Lec’ Aphorismen und Epigrammen und aus Mrożeks satirischen Geschichten.

Marta Kijowska, 1955 in Krakau geboren, studierte Germanistik in ihrer Geburtstadt und in München, wo sie seit vielen Jahren lebt. Sie hat als Dozentin, Übersetzerin und Lexikonredakteurin gearbeitet, wurde mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet und ist als Journalistin seit vielen Jahren für große Zeitungen, Hörfunk und Fernsehen vor allem zu Themen der polnischen Kultur und Geschichte tätig.

UKB: 5,- € / 2,5 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten
und ALG-II-Empfänger

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Kammerkonzert
Radoslava Stoimenova
Radoslava Stoimenova
Kumi Iitsuka
Kumi Iitsuka

Monika Kettenis
Monika Kettenis

Freitag, 28. Mai, 19.00 Uhr

Kammerkonzert mit Klavier, Klarinette und Gesang
in der Reihe:

Konzerte der Anton-Rubinstein-Akademie im LKF

Robert Schumann zum 200. Geburtstag

Radoslava Stoimenova, Klavier
Kumi Iitsuka, Klarinette
Drei Romanzen op. 97
Fünf Stücke in Volkston op. 102
Fantasiestücke op.73

Radoslava Stoimenova, Klavier
Monika Kettenis, Sopran
Schumanns Liederzyklus "Frauenliebe und -leben"
nach Adelbert von Chamisso op.42

Im Alter von 16 Jahren begann Kumi Iitsuka mit dem Klarinettenunterricht. Von 2002-2006 studierte sie an der Kunstuniversität Tokio und machte dort ihren Abschluss. Im Jahr 2007 setzte sie dann ihr Studium bei Herrn Reinhard Feneberg an der HfM Köln, Standort Aachen fort. 2009 schloss sie das Studium mit Auszeichnung ab. Im selben Jahr erlangte sie den 2.Preis beim internen Wettbewerb der HfM Köln. Im Januar 2010 trat sie als Solistin mit dem Kammerorchester der Hochschule für Musik und Tanz Köln auf.

Radoslava Stoimenova ist 1983 in Pleven, Bulgarien, geboren. Mit 7 hat sie mit dem Klavierstudium angefangen bei Prof. Atanas Kutrev und Prof. Iovcho Krushev. Seit 2002 lebt sie in Deutschland. Sie studierte an der Folkwang Hochschule in Essen bei Prof. Till Engel und seit 2005 studiert sie an der Hochschule für Musik Köln/Aachen bei Prof. Ilja Scheps. Meisterkurse absolvierte sie bei Lasar Berman, Joaquín Soriano und Dina Yoffe. An der Rubinstein Akademie in Düsseldorf studiert sie in der Klasse von Frau Prof. Alla Blatow.

Preisträgerin mehrerer nationalen und internationalen Wettbewerbe: 1. Preis beim nationalen Wettbewerb "P. Pipkov" in Pleven, Publikumspreis beim Klavierwettbewerb in Varna und Sonderpreis der Wiener Urtext Edition bei dem Frédéric Chopin Wettbewerb in Düsseldorf.

Konzertauftritte Solo und in Kammermusikensembles in Bulgarien, Deutschland und Israel.

Die Sopranistin Monika Kettenis, geb. 1965 in Aachen. Gesangstudium an der Kölner Musikhochschule, Standort Aachen, bei Prof. Rudolf Bautz; Gesang-Meisterkurse bei Prof. Julia Hamari. 1993 - erstmalig am Theater Aachen als Amor in Offenbachs “Orpheus in der Unterwelt“, zahlreiche Gastengagements am Theater Aachen in Oper, Operette und Musical. Seit 1994 festes Mitglied des Opernchores des Aachener Stadttheater, Auftritte im Bereich Oratorium, Oper, Operette, Musical und Lied. Seit 2009 intensive Zusammenarbeit mit der Pianistin Radoslava Stoimenova. Dies ist nun ihr erster gemeinsamer Schumann-Lieder-Abend.

Eintritt: 7,50 €, für Mitglieder des Lew Kopelew Forums und des Vereins Freunde und Förderer der Anton Rubinstein Akademie e.V. ist der Eintritt frei. Spenden sind willkommen.

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Juni
Kammerkonzert Montag, 07. Juni 2010, 19.00 Uhr

Studierende der
Anton-Rubinstein-Akademie

spielen Werke von

Bach, Beethoven, Brahms, Chopin,
Czerny, Mendelsohn, Tschaikowskij
u.a.

Eintritt: 7,50 €, für Mitglieder des Lew Kopelew Forums
und des Vereins Freunde und Förderer der Anton Rubinstein Akademie e.V. ist der Eintritt frei.
Spenden sind willkommen.

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Gespräch Donnerstag, 10. Juni 2010, 19.00 Uhr

Umwelt in Russland

Wladimir Sliwjak
Vorsitzender der russischen Bürgerinitiative Ökoschutz im Gespräch mit

Elisabeth Weber, LKF-Beirat, und Bernhard Clasen (auch Übersetzung aus dem Russischen)

Veranstaltung in russischer und deutscher Sprache

Wladimir Sliwjak (36), Co-Vorsitzender und Mitbegründer der NGO „Ökoschutz“, ist einer der bekanntesten russischen Atomkraftgegner. Seit 1995 nimmt er als offizieller Beobachter und Vertreter der russischen Zivilgesellschaft an den UNO-Klima-Verhandlungen teil. Er ist Autor von ca. 400 Artikeln zu Umwelt- und Energiethemen, die sowohl in den NGO-Zeitschriften als auch in den Medien erschienen sind.

Er arbeitet mit der Heinrich-Böll-Stiftung in Moskau zusammen und war schon mehrfach Stipendiat der Marion-Dönhoff-Stiftung.

UKB: 5,- € / 2,5 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten
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Literatur und Musik
Tatjana Kuschtewskaja
Mittwoch, 16.Juni 2010, 19.00 Uhr

„Liebe-Macht-Passion. Berühmte russische Frauen“

Tatjana Kuschtewskaja
liest aus ihren im Januar 2010 im Grupello-Verlag Düsseldorf erschienenen Buch

Marina Kalmykova
begleitet die Lesung mit ihren Kompositionen zu Zwetajewa, Achmatowa, Teffi, Pasternak und Rainer Maria Rilke ("Elegie an Marina Zwetajewa-Efron") mit Gitarre und Klavier

Tatjana Kuschtewskaja zeichnet Porträts der Frauen, die Russland geprägt haben: Eine die Jahrhunderte umspannende Galerie von Frauen, in deren wechselvollen Lebensläufen Talent und Berufung treibende Kräfte waren. Es finden sich jene Frauen, die Geschichte schrieben: die Fürstin Olga, die die Kiewer Rus im 10. Jahrhundert regierte, Katharina die Große, deren Leben den Stoff für manchen Liebesroman bietet, die Sowjetrevolutionärin Alexandra Kollontaj. Man liest vom Leben und Sterben der großen russischen Künstlerinnen: von der leidvollen Biografie der Dichterin Anna Achmatowa, von Anna Pawlowa, dem »russischen Schwan«, von der »russischen Chanel« Nadeschda Lamanowa, von Lilja Brik, der femme fatale, und von Lou Andreas-Salomé, der Gefährtin Nietzsches und Rilkes. Tatjana Kuschtewskajas Blick reicht bis in die Gegenwart, und sie vergißt nicht, an eine im »Westen« wohlbekannte Russin zu erinnern: Raissa Gorbatschowa, die charakter­volle »First Lady«. 30 Romane en miniature, die ihre Spannung dadurch gewinnen, dass sie gelebter Wirklichkeit abgelauscht sind.

UKB: 5,- € / 2,5 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten
und ALG-II-Empfänger

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Lesung und
Ausstellungseröffnung
Sibylle Thelen
Donnerstag, 17. Juni 2010, 19.00 Uhr

„Die Armenierfrage in der Türkei“

Sibylle Thelen
liest aus ihrem im Februar 2010 im Klaus Wagenbach Verlag unter dem oben genanten Titel erschienenen Buch

Moderation: Osman Okkan, Vorsitzender des KulturForum TürkeiDeutschland

Das anschließende Gespräch mit Sibylle Thelen, Pfarrer Dr. Diradur Sardaryan (Armenische Gemeinde Baden-Württemberg) und Osman Okkan (KulturForum TürkeiDeutschland) moderiert Cem Sey (Korrespondent, Kolumnist bei Taraf, Agos).

Veranstalter: Hrant Dink Forum Köln, ein vom KulturForum TürkeiDeutschland initiiertes Netzwerk, dem auch die Deutsch-Armenische Gesellschaft angehört.

Die offizielle Geschichtsschreibung der Türkischen Republik kennt keinen Völkermord an den Armeniern. Die »Umsiedlungen« gelten als unschöne, aber unabwendbare Folge des Ersten Weltkrieges. Die Entdeckung der Erinnerung hat jetzt Bewegung in die öffentliche Diskussion gebracht: Die Generation der Enkel beginnt, von den Großeltern zu erzählen. Diese Geschichten handeln vom Weiterleben nach dem Untergang des Vielvölkerreichs, von Leid, Schweigen und Verwüstung. Sie gehen den Menschen ans Herz. Sie rufen Anteilnahme, nicht aber ideologische Abwehrreflexe hervor. Viele in der Türkei haben sich inzwischen aufgemacht, die Vergangenheit mit anderen Augen zu erkunden mit ihren Erkenntnissen sind sie eine Provokation für die Hüter der offiziellen Doktrin. Mit großer Sachkenntnis und Sorgfalt fasst Sibylle Thelen den Stand der Forschung zu den Ereignissen von 1915 zusammen, geht der Tradition des Vergessens und Verdrängens nach und erzählt mit Empathie vom Aufbruch der Bürger in die Vergangenheit. Vom Umgang mit dieser Vergangenheit wird die demokratisch-pluralistische Entwicklung der Türkei und ihr Verhältnis zu Europa abhängen.

Sibylle Thelen, geboren 1962, studierte Politik, Turkologie und Kommunikationswissenschaften in München. 2008 erschien ihr Buch »Istanbul - Stadt unter Strom. Gesichter der neuen Türkei«. Sie ist leitende Redakteurin der Wochenendbeilage der Stuttgarter Zeitung.

Eröffnung der Fotoausstellung über den 2007 ermordeten armenisch-türkischen Journalisten Hrant Dink

Dauer der Ausstellung: 18.06.2010 – 09.07.2010

UKB: 5,- € / 2,5 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten
und ALG-II-Empfänger

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Gespräch Mittwoch, 30.Juni 2010, 19.00 Uhr

Swetlana Alexijewitsch

im Gespräch mit

Diana Siebert

Osteuropahistorikerin mit Schwerpunkt Belarus

Veranstaltung in deutscher Sprache mit der Übersetzung aus dem Russischen

In Kooperation mit dem Verein Heinrich Böll-Haus Langenbroich, der Heinrich Böll Stiftung

Swetlana Alexijewitsch, geb. am31. Mai 1948 in Iwano-Frankiwsk, Ukraine, ist eine belarussische Schriftstellerin.
Sie wurde als Tochter einer Ukrainerin und eines Weißrussen geboren, studierte in Minsk Journalistik und arbeitete dann für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften.
Die international bekannte Schriftstellerin, die in Opposition zu Präsident Lukaschenkos Regime steht, hält sich schon seit längerer Zeit im Ausland auf. In ihrer Heimat sind ihre Bücher - wie auch die anderer kritischer Autoren - verboten; Schriftsteller werden bedroht, mehrere Journalisten sind Mordanschlägen zum Opfer gefallen. Ihre Bücher wurden in 35 Sprachen übersetzt und liegen einem Dutzend Theaterstücke zugrunde; nach ihren Drehbüchern wurden mehr als zwanzig Dokumentarfilme realisiert. Sie erhielt zahlreiche Preise, u.a.:
Erich-Maria Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück, 2001; Robert Geisendörfer-Hörspielpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, Berlin, 2000; „Temoin du Monde", Paris 1999; Preis „Für das beste politische Buch des Jahres der Friedrich-Ebert-Stiftung", Bremen, 1998; Andrej Sinjavskij-Preis, Moskau 1997; Kurt Tucholsky-Preis des Schwedischen PEN, Stockholm 1996; National Book Critics Circle nonfiction award, USA, 2006.

Svetlana Alexijewitsch hat eine ganz eigene literarische Sachbuchgattung gefunden - den "Roman in Stimmen" -, die sie von Buch zu Buch weiterentwickelt und ästhetisch vertieft hat: eine auf vielen Hunderten Interviews basierende dokumentarische Prosa, in der sich die originalen Stimmen der Befragten in künstlerischer Verdichtung zu einem Seelenpanorama zusammenfügen.
„ ... Aus Tausenden Stimmen erschaffe ich nicht Realität (die Realität ist unbegreiflich), sondern ein Bild meiner Zeit, meines Landes, ... meiner Generation, der Menschen, die ich getroffen habe. Wie haben wie gelebt? Woran haben sie geglaubt? Wie sind sie umgekommen, und wie haben sie getötet? Und wie sehr haben sie nach dem Glück gestrebt und es verpasst, nicht erreicht?"
Alexijewitschs fünf große Prosabände stellen eine beeindruckende Mentalitätsgeschichte - nicht nur der Sowjetunion – dar: Der Krieg hat kein weibliches Gesicht (1985, dt. 1987); Die letzten Zeugen (1985, dt. 1989); Zinkjungen. Afghanistan und die Folgen (1989, dt. 1992); Im Banne des Todes (neuer Titel Seht mal, wie ihr lebt), 1993, dt. 1994). Sie arbeitete zehn Jahre lang an: Tschernobyl: Eine Chronik der Zukunft. 1998 erhielt Alexijewitsch dafür den Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung. Ihr Stück über Tschernobyl Gespräche mit Lebenden und Toten wurde 1999 Hörspiel des Jahres.

UKB: 5,- € / 2,5 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten
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Juli
Gespräch NEU!!! Freitag, 02. Juli 2010, 19.00

Prof. Anatolij Kononov
Verfassungsrichter a. D., St. Petersburg

im Gespräch mit
Prof. Dr. Angelika Nussberger

Mitveranstalter: Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO), Institut für Ostrecht der Universität zu Köln

Veranstaltung in russischer und deutscher Sprache

Prof Anatolij Kononov, geb. 1947 in Moskau, studierte Jura an der Moskauer Staatlichen Universität. Seit 1980 wissenschaftlicher Mitarbeiter am All-Unions-Institut zur Erforschung der Fragen von Rechtsstaatlichkeit der Staatsanwaltschaft in der UdSSR. Seit 1990 Mitglied von „Demokratisches Russland“ und Duma-Abgeordneter. Seit 1991 Richter am Verfassungsgericht der RF, seit 1993 äußerte 42mal offiziell Kritik an den Entscheidungen des Verfassungsgerichts in einer Reihe von bekannten Fällen, zuletzt 2009, in denen von Natalia Morar und Michail Chodorkowskij. Seit dem 01. Januar 2010 auf eigenen Wunsch von der Arbeit am Verfassungsgericht suspendiert.

u.A.w.g. 0221 470 55 75, aoo01@uni-koeln.de, oder im LKF

Eintritt frei

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Montag, 05. Juli 2010, 19.00 Uhr

Die „blaue“ Revanche in der Ukraine

Die Ukraine kommt nicht zur Ruhe und fordert auch uns mit immer neuen Metamorphosen heraus. Vor fünf Jahren schien mit der Orangen Revolution der Aufbruch nach Westen und in die Demokratie geschafft. Seitdem gibt es in der Ukraine freie Wahlen und freie Medien. Jetzt aber haben die Ukrainer die Orangen abgewählt, und der neue Präsident Janukowytsch hat in 100 Tagen das Ruder herumgeworfen: Vom Westkurs zur Anlehnung an Russland. Die russische Schwarzmeerflotte bleibt auf der Krim. Über die Verschmelzung der russischen und ukrainischen Energiekonzerne wird verhandelt. Gibt die Ukraine ihre eben erst errungene Souveränität wieder auf? Bleibt das Land auf Demokratiekurs?

Auf zwei unterschiedlichen Wegen wird diesen Fragen nachgegangen:

Dr. Manfred Sapper, Chefredakteur der Zeitschrift „Osteuropa“, stellt das umfangreiche Sonderheft 2-4/2010 der Zeitschrift vor: Schichtwechsel. Politische Metamorphosen in der Ukraine. Dies ist eine enzyklopädisch angelegte kollektive Monographie zur Geschichte und Gegenwart eines Landes, das über viele Grenzen hinweg zu einem Staat und einer Nation geworden ist. Diese Monographie gibt Auskunft über Wirtschaft, Gesellschaft und die Probleme der außenpolitischen Orientierung.

Dr. Caroline von Gall, Institut für Ostrecht der Uni Köln, stellt den Artikel vor: „Rechtsstaat ohne Masterplan, Recht und Gerichtswesen in der Ukraine“, den sie zusammen mit Frau Prof. Dr. Angelika Nußberger für das Sonderheft geschrieben hat. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a.: Verfassungsrecht in Russland, Rechtsphilosophie in Osteuropa, Europäischer Menschenrechtsschutz.

Prof. Dr. Gerhard Simon, Osteuropahistoriker mit Ukraine-Schwerpunkt, berichtet über die aktuelle politische Situation im Land und fragt nach der unsicheren Zukunft.

Moderation und Diskussionsleitung: Dr. Elisabeth Weber, Beirat des Lew Kopelew Forum

UKB: 5,- € / 2,5 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten
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Veranstaltungshinweis:

Di., 22.06.. 20.00; Ausstellungseröffnung: Wortwelten – Annemarie und Heinrich Böll · Eine Ausstellung des Heinrich-Böll-Archivs und der Heinrich-Böll-Stiftung anl. des 25. Todestages von Heinrich Böll u. des 100. Geburtstages von Annemarie Böll (* 23.06.1910).

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SOMMERPAUSE
im Lew Kopelew Forum

Vom 15. Juli bis zum 15. August 2010
bleibt das Lew Kopelew Forum geschlossen.

Der Vorstand, der Beirat und die Geschäftsführerin wünschen Ihnen eine erholsame und sonnige Sommerzeit! Wir freuen uns sehr darauf, Sie nach der Sommerpause wieder bei uns begrüßen zu können.

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