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2012
Januar I Februar I
Januar 2012

Donnerstag, 19. Januar 2012, 19.00 Uhr

„Die Kraft zur wirklichen Reform kommt aus den Provinzen...“

Gudrun und Karl Wolff

stellen Ihr neuestes Buch vor:

„Der Zeit voraus - Grenzgänge im Ural.
Essays, Reportagen und Geschichte(n)“

Pop-Verlag, Ludwigsburg, (Fragmentarium-Sammlung), September 2011, 380 Seiten.

Die Autoren, Slawisten, Osteuropahistoriker und Mitbegründer der deutsch-russischen Gesellschaft Münster, praktizieren seit mehr als vierzig Jahren den interkulturellen Dialog zwischen Russland und Deutschland in vielfältigen Projekten mit liebevoll-kritischer Verbundenheit. K. Wolffs Gedichtband „ex oriente luxus. Infinitives aus Russland“ gilt laut Moskauer Akademie der Wissenschaften als das „einzige poetische Russlandbild in der deutschen Literatur“, dem „exemplarischer Charakter“ bescheinigt wird.

In 50 Grenzgängen öffnet sich Seite um Seite die unbekannte Welt der Menschen in den östlichsten Provinzen Europas und fasziniert durch die Fülle an Themen, Perspektiven und Persönlichkeiten. Gudrun und Karl Wolff setzen nach intensiven Recherchen in den Regionen Tscheljabinsk, Jekaterinburg und Perm – jenseits der Gorbimania, Mass-Media-Mainstream und „Putinismus“ – auf die lokale Identität des Urals. Ihre Erkenntnis: Der Ural ist das Rückgrat Russlands. Die Kraft zur wirklichen Reform kommt aus den Provinzen von Menschen, die ihre Ideen, ihre Arbeit und ihre Verantwortung auch für das Wohl anderer Menschen einsetzen. Auf der Suche nach Konstanten in einer Welt, die aus den Fugen gerät, fanden die Autoren nicht nur viele beeindruckende Lebensgeschichten und Persönlichkeiten, sondern auch die Gegengeschichte zur jüngsten totalitären Vergangenheit: Erinnerungskultur, Demokratiebewegung und Weltoffenheit. Das Spektrum Ihrer Kaleidoskop-Texte mit komplementären Erzählstrategien ist verblüffend vielseitig. Kein Reiseführer kann diese Tiefe und Anschaulichkeit leisten. Mit jedem lesenswerten Kapitel über Kultur und Natur, die mächtige Industrie und ihre problematische Ökologie, Wissenschaft und zivilgesellschaftliches Engagement, über die Lebensanschauungen der ganz Jungen wie der sehr Alten, auch das Schicksal der Deutschen, erhält das Gesicht des Urals markante unverwechselbare Züge. Das Gesicht eines liebenswerten Nachbarn. Er lädt ein, ihn zu besuchen.

UKB: 5,- € / 2,5 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und
ALG-II-Empfänger

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Dieser Termin wird aus Krankheitsgründen auf
Donnerstag, 9. Februar 2012, 19 Uhr
verlegt

Dienstag, 24. Januar 2012, 19.00 Uhr

„Odessa, die Schöne am Schwarzen Meer“

Odessa wurde 1794 auf Anweisung der Zarin Katharina der Großen gegründet. Ziel war die Errichtung eines leistungsfähigen Militärhafens für den Schwarzmeer- und Mittelmeerraum. Seinen märchenhaften Aufstieg verdankt Odessa dem Statthalter Joseph de Ribas und seinen Nachfolgern, dem Herzog von Richelieu, dem Grafen Alexandre de Langeron, dem Grafen Michail Woronzow und dem Kaufmann Grigory Marazli.

Junona Bortnik (Odessa) und Helmut Braun (Köln)
berichten vom alten und neuen Odessa und lesen in russischer und deutscher Sprache Erzählungen von Mendele Mojcher Sforim, Scholem-Alejchem, Isaak Babel und Valentin Katajew.

Junona Bortnik, geboren in Odessa, lebt seit 1998 in Köln. Wurde in Odessa als Sängerin und Schauspielerin ausgebildet und trat dort am Operettentheater der Stadt und in zahlreichen Kulturhäusern auf. Seit der Übersiedlung nach Köln Auftritte in privaten Theatern Bürgerzentren und Jüdischen Gemeinden, u.a. in Köln und Duisburg und als Sängerin im WDR.

Helmut Braun lebt in der Nähe von Köln. Beiratsvorsitzender der Rose Ausländer-Stiftung, Verleger, Autor (Biografien, Texte für den Rundfunk, Dokumentarfilme, literaturwissenschaftliche und historische Publikationen), Herausgeber, u.a. des Gesamtwerks von Rose Ausländer (S.Fischer Verlag und FTB, beide Frankfurt/Main, des Gesamtwerks von Edgar Hilsenrath (Dittrich Verlag, Berlin und dtv, München) und der Literaturwissenschaftlichen Reihe der Rose Ausländer-Stiftung (AphorismA Verlag, Berlin).

UKB: 5,- € / 2,5 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und
ALG-II-Empfänger

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Gitarren-Konzert
Nadja Saborowa

Donnerstag, 26. Januar 2012, 19.00 Uhr:

In der Reihe
Konzerte der Anton-Rubinstein-Akademie
im Lew Kopelew Forum

Nadja Saborowa spielt:

Introduction et Caprice, op. 23 von Gulio Regondi (1822-1872);
Chaconne von Johann Sebastian Bach (1685-1750);
Quatre pièces brèves von Frank Martin (1890 – 19749);
7 Preludios de Primavera von Joaquin Clerch (*1965)

Nadja Saborova, Jahrgang 1985, erhielt ihren ersten Gitarrenunterricht im Alter von acht Jahren in Kursk, Russland. 1997 setzte sie ihre musikalische Ausbildung an der Musikschule der Stadt Aachen fort. Internationale Meisterkurse führten sie mit renommierten Künstlern wie Anthony Spiri, Leo Brouwer und Alvaro Pierri zusammen. Sie ist Preisträgerin des Wettbewerbs Jugend Musiziert 2003 in Weimar und Finalistin des Europäischen Jugendwettbewerbs Andrés Segovia 2004 in Velbert.

Seit 2005 studiert Nadja Saborova bei Prof. Joaquín Clerch an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf, wo sie im Juli 2009 ihre Diplomprüfung im Studiengang Musikpädagogik ablegte. Als Lehrerin für klassische Gitarre ist sie an der Musikschule der Stadt Aachen und an der Freien Musikschule der Gesellschaft für Zeitgenössische Musik in Aachen tätig.

Eintritt: 7,50 €, für Mitglieder des Lew Kopelew Forums und des Vereins Freunde und Förderer der Anton Rubinstein Akademie e.V. ist der Eintritt frei.
Spenden sind willkommen.

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Eric Mayen
Eric Mayen
20.01.- 31.01.2012

Anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus zeigt das Lew Kopelew Forum vom
20.01.- 31.01.2012 ausgewählte Panorama-Fotografien des polnisch-deutschen Kölner Künstlers

Eric Mayen

„KZ Auschwitz-Birkenau im Winter“ aus dem Zyklus „Vier Jahreszeiten in Auschwitz-Birkenau“

Das Projekt ist im Auftrag des Museums Auschwitz-Birkenau entstanden. Seit 2008 hält der Künstler mit der Sondergenehmigung des Museums wechselnde Jahreszeiten auf dem Gelände des KZ fest. Während des Aufenthaltes übernachtet er in den Räumlichkeiten der SS-Lager-Kommandantur.

Eric Mayen, geb. am 18 Nov. 1953 in Grünberg i.Schl. (Zielona Gora) Polen. 1978 politischer Flüchtling aus Polen. 1983-1988 Studium der Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München; Diplom bei Daniel Spoerri. 2010-2011 Dozent für Panoramafotografie an der Universität Bonn. Lebt und arbeitet in Köln.

Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In-und Ausland. Werke in öffentlichen Sammlungen u.a. National Collection of England – Imperial War Museum London, Marienkirche in Gdansk/Danzig, Erzdiözese Köln und in privaten Sammlungen u.a. Hedwig Neven DuMont, Köln

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein staatlicher Gedenktag, der am 3. Januar 1996 durch Proklamation des Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführt und auf den 27. Januar festgelegt wurde. Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des KZ Auschwitz-Birkenau, des größten Vernichtungslagers des Nazi-Regimes.

Das KZ Auschwitz-Birkenau steht symbolhaft für den Völkermord und die Millionen Opfer des Nazi-Regimes.

In der Bundesrepublik werden an diesem Tag öffentliche Gebäude beflaggt und die Flaggen auf Halbmast gesetzt. In vielen Veranstaltungen wie Lesungen, Theateraufführungen oder Gottesdiensten wird bundesweit die Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten wachgehalten.
Die zentrale Gedenkfeier in Köln wird im Jahr 2012 wegen des Shabbats bereits am Donnerstag, 26. Januar, 18 Uhr, in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, begangen. Thema dieses Jahr: "Rückkehr in die Fremde – jüdische Kölnerinnen und Kölner kehren nach 1945 in die Stadt zurück". An die Gedenkveranstaltung schließt sich gegen 19.30 Uhr ein Mahngang zum Offenbachplatz, den Ort der ehemaligen Synagoge, an.

Die Ausstellung ist in den Öffnungszeiten des Lew Kopelew Forum zu besichtigen.

Eintritt frei

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Februar

Dienstag, 07. Februar 2012, 19.00 Uhr

Die Ukraine -
der schwere Weg zum
demokratischen Rechtsstaat

Dr. Andrij Portnov (Kiew)
im Gespräch mit
Prof. Dr. Gerhard Simon und
Dr. Elisabeth Weber

Konsekutive ukrainisch-deutsche Verdolmetschung:
Nadja Simon

Viele in der Ukraine und in der EU erwarten endlich den Durchbruch der Ukraine zu einer realen und nicht nur virtuellen Demokratie und einer elementaren rechtsstaatlichen Ordnung. Ist das angesichts der Geschichte des Landes überhaupt eine realistische Erwartung? Zwar kennt die Geschichte keine eisernen Gesetze, aber sehr wohl die „Pfadabhängigkeit“ der Gegenwart von der Vergangenheit.

Das Land ist geprägt durch die sowjetische Diktatur, die mörderische deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg und die vielfache sprachliche, ökonomische und mentale Zerrissenheit im Inneren. Es gibt kaum Erfahrung mit Demokratie, mit Toleranz oder der Trennung von Politik und Wirtschaft. Stattdessen haben die Sieger der Orangen Revolution von 2004/2005 durch ihren Kampf gegeneinander selbst den demokratischen Aufbruch zugrunde gerichtet. Jetzt haben die Feinde der Orangen die Regierung übernommen und beseitigen die labilen Ansätze von Freiheit und Toleranz.

Andererseits: Mehrere westliche Regionen der Ukraine gehörten bis ins 20. Jahrhundert zu Zentraleuropa, das autoritäre Präsidialregime konnte sich in den 1990er Jahren nicht dauerhaft konsolidieren, und die Orange Revolution markierte einen beispiellosen Aufbruch der Zivilgesellschaft.

Wie kann die Ukraine auf dem viel beschworenen europäischen Weg voran kommen? Welche Kräfte im Lande lassen sich mobilisieren? Welche Hilfe von außen ist wirksam? Hat das Land eine Chance, den Weg in den politischen Autoritarismus zu verlassen? Wird sich eine handlungsfähige Opposition gegen das gegenwärtige autoritäre Regime formieren? Welche Rolle spielt Russland für die Zukunft der Ukraine?

Dr. Andrij Portnov ist ein Historiker der jüngeren Generation, der sich intensiv mit der jüngsten Geschichte der Ukraine auseinandergesetzt hat, in mehreren Ländern Westeuropas, darunter auch in Deutschland, wissenschaftlich gearbeitet hat, und durch zahlreiche Vorträge bei internationalen Konferenzen und Foren bekannt geworden ist. Er ist Editor-in-Chief der Web-site: www.historians.in.ua.

Im LKF trat er zuletzt im April 2009 auf.

UKB: 5,- € / 2,5 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und
ALG-II-Empfänger

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ACHTUNG:
neuer Termin für die am 24. Januar krankheitshalber abgesagte Veranstaltung:

Donnerstag, 09. Februar 2012, 19.00 Uhr

„Odessa, die Schöne am Schwarzen Meer“

Odessa wurde 1794 auf Anweisung der Zarin Katharina der Großen gegründet. Ziel war die Errichtung eines leistungsfähigen Militärhafens für den Schwarzmeer- und Mittelmeerraum. Seinen märchenhaften Aufstieg verdankt Odessa dem Statthalter Joseph de Ribas und seinen Nachfolgern, dem Herzog von Richelieu, dem Grafen Alexandre de Langeron, dem Grafen Michail Woronzow und dem Kaufmann Grigory Marazli.

Junona Bortnik (Odessa) und Helmut Braun (Köln)
berichten vom alten und neuen Odessa und lesen in russischer und deutscher Sprache Erzählungen von
Mendele Mojcher Sforim, Scholem-Alejchem, Isaak Babel und Valentin Katajew.

Junona Bortnik, geboren in Odessa, lebt seit 1998 in Köln. Wurde in Odessa als Sängerin und Schauspielerin ausgebildet und trat dort am Operettentheater der Stadt und in zahlreichen Kulturhäusern auf. Seit der Übersiedlung nach Köln Auftritte in privaten Theatern Bürgerzentren und Jüdischen Gemeinden, u.a. in Köln und Duisburg und als Sängerin im WDR.

Helmut Braun lebt in der Nähe von Köln. Beiratsvorsitzender der Rose Ausländer-Stiftung, Verleger, Autor (Biografien, Texte für den Rundfunk, Dokumentarfilme, literaturwissenschaftliche und historische Publikationen),

Herausgeber, u.a. des Gesamtwerks von Rose Ausländer (S.Fischer Verlag und FTB, beide Frankfurt/Main, des Gesamtwerks von Edgar Hilsenrath (Dittrich Verlag, Berlin und dtv, München) und der Literaturwissenschaftlichen Reihe der Rose Ausländer-Stiftung (AphorismA Verlag, Berlin).

UKB: 5,- € / 2,5 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und
ALG-II-Empfänger

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Ausstellungseröffnung

Montag, 13. Februar 2012, 19.30 Uhr

Eröffnung der Ausstellung

„Köln – Vilnius – Samarkand – Taschkent - Weimar“

Bilder und Zeichnungen von Maria Leonene-Kopelew

Ihre Lebensreise führte die Künstlerin in verschiedenste Orte der Sowjetunion, Ost- und Westeuropas. Überall hatte sie ihren Malblock und Stifte dabei und dokumentierte spontan das Gesehene.

Auf diese Weise entstand eine breitgefächerte Sammlung von Skizzen, Zeichnungen und Bildern, von denen viele hier zum ersten Mal öffentlich gezeigt werden.

Maria Leonene-Kopelew, geb. 1932 in Berlin; 1936 Übersiedlung nach Moskau; Studium der Architektur in Moskau; Tätigkeit als Architektin; 1970-1973 Lehrtätigkeit als Grafiklehrerin an der Grafik-Fakultät der Hochschule für Pädagogik, 1991 Übersiedlung nach Australien und 1994 nach Köln; in zweiter Ehe verheiratet mit Lew Kopelew.

Zahlreiche Ausstellungen, zuletzt: Oktober 2008 im Otto-Modersohn-Museum in Fischerhude, Dezember 2008 Lew Kopelew Forum.

Grußwort: Fritz Pleitgen

Eintritt frei

Dauer der Ausstellung: 14.02.2012 – 30.03.2012. Zu besichtigen zu den Öffnungszeiten des LKF.

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