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2002
Ausstellungseröffnung:  

Donnerstag, 05. Dezember 2002, 19.00 Uhr

"Auf den Spuren Lew Kopelews"
Ulla Centonze zeigt ihre Gemäldesammlung

Seit 1972 sammelt Ulla Centonze, eine gebürtige Danzigerin, deren familiäre Wurzeln bis nach Königsberg reichen, Bilder in Osteuropa und versteht das als „Mensch-zu-Mensch-Diplomatie“ (Lew Kopelew), als ihren Beitrag zur Völkerverständigung. „Friedenspolitik ohne Politiker“ nannte das die russische Presse. Es wird eine Auswahl von 42 Gemälden gezeigt.

Musikalische Umrahmung: russische und jüdische traditionelle Musik, dargeboten von Musikern aus Rostow am Don M. Fuchsmann (Geige), S. Polosin (Keybord), S. Kariukov (Gesang).

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Literaturabend:

 

Dienstag, 10. Dezember 2002, 19.00 Uhr

Ingeborg Priorliest aus ihrem neuesten Buch:

Die geraubten Bilder
Die abenteuerliche Geschichte der Sophie Lissitzky-Küppers und ihrer Kunstsammlung, Köln 2002.

Nach dem Tod ihres ersten Mannes Paul Küppers begegnet die junge Kunsthistorikerin, Mutter zweier kleiner Söhne, dem russischen Künstler El Lissitzky. Er wird die große tragische Liebe ihres Lebens. Sie folgt ihm nach Moskau, wo sie 1927 heiraten. Ihre private Kunstsammlung mit Werken von Kandinsky, Klee, Grosz, Mondrian, Léger u.a. hat sie als Leihgabe dem Provinzialmuseum in Hannover anvertraut. 1930 kommt ihr Sohn Jen zur Welt. Nach Hitlers Überfall auf die SU wird Sophie mit ihrem jüngsten Sohn nach Sibirien verbannt. Kurz vor ihrem Tod im Jahr 1978 gibt sie Jen eine handgeschriebene Liste...

Eintritt: € 5,- / 2,5.

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Multimedialer Abend:

 

Dienstag, 17. Dezember 2002, 19.00 Uhr

Zum Gedenken an den russischen Schriftsteller
Daniil Charms (1905 – 1942)
anlässlich seines 60. Todesjahres.

Der Petersburger Schriftsteller D. Charms zählt zur russischen Spätavantgarde. Mit seinen Gedichten, Dramen, Prosawerken und Tagebuchaufzeichnungen wird Charms als Vertreter komisch-absurder Literatur interpretiert. Charms entstammt der vorrevolutionären Intelligenzija, spricht deutsch und englisch, übersetzt deutsche Literatur ins Russische und schreibt einige Gedichte in deutscher Sprache. Er wird - wie die meisten seiner Wegbegleiter - Opfer stalinistischer Verfolgung und verhungert während der Blockade deutscher Truppen in einem Leningrader Gefängnis. Charms gehört neben Venedikt Jerofejev zu den meistgelesenen Autoren im sowjetischen Untergrund.

Ins Deutsche wurde Charms von Peter Urban übersetzt.

Geplant ist zum 60. Todesjahr ein Dia-Abend, der Leben, Werk und Wirkung von Charms vorstellt. Gezeigt werden parallel zu einem Vortrag Stationen seines Lebens, Portraits, Autographen, Zeichnungen, Publikationen, Kritiken und Standorte wesentlicher Ereignisse (Auftritte, Lesungen, Verbannungs-/Inhaftierungsort etc.) Das Bildmaterial wurde in aufwändiger Kleinarbeit über viele Jahre von der Düsseldorfer Künstlerin und Kunsthistorikerin Gudrun Lehmann zusammengetragen.

Eintritt: € 5,- / 2,5.

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Veranstaltungen im November und Dezember 2002
Filmvorführung: Vorpremiere Mittwoch, 06. November 2002, 19.00 Uhr
  Klaus Bednarz
Östlich der Sonne - vom Baikalsee nach Alaska

Klaus Bednarz und sein Kameramann Maxim Tarasjugin ("Ostpreussen", "Ballade vom Baikalsee") zeigen erstmals öffentlich Ausschnitte aus ihrer neuen 3-teiligen Filmdokumentation, die im Weihnachts-Sonderprogramm 2002 der ARD Premiere haben wird. Sie zeichnet den Weg nach, den einst die Vorfahren der nordamerikanischen Indianer zogen. Die filmische Reise geht vom Baikalsee über Jakutien, Kolyma und Tschukotka bis nach Sitka, der alten Hauptstadt Russisch-Amerikas im Süden Alaskas. Im Anschluss an die Filmvorführung stellen sich Klaus Bednarz und Maxim Tarasjugin, der aus St. Petersburg anreist, den Fragen des Publikums.

Moderation: Sonia Mikich

Eintritt frei. Wir bitten um telefonische Anmeldung oder per Fax!!!

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Ausstellungseröffnung:

 

Freitag, 08. November 2002, 19.00 Uhr

A Lew Kopelew - Ein-Blicke

Ausstellung mit Fotoporträts von Bernd-Michael Maurer
Mit einer Einführung von Klaus Bednarz

1996 hatte der Fotograf Bernd-Michael Maurer die Gelegenheit, Lew Kopelew hin und wieder mit der Kamera zu begleiten. Es entstanden eindrucksvolle Porträts, die Lew Kopelew bei verschiedenen Auftritten in der Öffentlichkeit zeigen, aber auch durchaus seltene - alltägliche - "Ein-Blicke" auf Lew Kopelew in seiner Kölner Wohnung bieten.

Eintritt: frei

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Lesung:
im Rahmen der multimedialen Reihe
„Köln liest Böll“

 


Sonntag, 10. November 2002, 18.00 Uhr



Heinrich Böll und Lew Kopelew

In Zusammenarbeit mit dem Käthe Kollwitz Museum und der Kreissparkasse Köln.
!!!Veranstaltungsort:
Käthe Kollwitz Museum, Neumarkt 14-18 (Neumarkt Passage).

Klaus Bednarz und Fritz Pleitgen, Freunde Kopelews und langjährige Moskau-Korrespondenten der ARD, lesen aus zum Teil unveröffentlichten Briefen und Texten von Heinrich Böll und Lew Kopelew.

Heinrich Böll und Lew Kopelew lernten sich 1962 in Moskau kennen. Aus dieser Begegnung entstand eine tiefe Freundschaft. Heinrich Böll und Marion Gräfin Dönhoff bemühten sich wiederholt, den bedrängten russischen Freund nach Deutschland einzuladen. Aber erst 1980 konnte er die Sowjetunion zu einem einjährigen Deutschlandbesuch verlassen. Wenige Wochen später wurde er ausgebürgert.

Die außergewöhnliche Beziehung zwischen Böll und Kopelew belegt auch das 1979 in Moskau entstandene, von Klaus Bednarz moderierte Filmgespräch „Warum haben wir aufeinander geschossen?“.

Eintritt freie:
Wir bitten um telefonische Anmeldung oder per Fax!!!

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Literaturabend:

 

Donnerstag, 14. November 2002, 19.00 Uhr

Ulla Lachauerliest aus ihrem neuesten Buch:

Ritas Leute
Sachbuch, rowohlt 2002

Rita Pauls stammt aus Kasachstan, ist erst 1989 mit ihrer Familie nach Deutschland gekommen und gehört zu den mittlerweile zwei Millionen Russland-Aussiedlern, die im wiedervereinigten Deutschland leben. Im Mikrokosmos der Familie Pauls spiegelt sich eine ganze Epoche - von den 20er Jahren bis zur Gegenwart.

Ulla Lachauer schildert das Schicksal der Familie Pauls auf sehr persönliche, menschliche Art und Weise, die ihr eine riesige Lesergemeinde gesichert hat.

Eintritt: 5,- € / 2,5 €

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  Literaturabend:  



Montag, 18. November 2002, 20.00 Uhr


Alnia Vituchnovskaja liest aus ihrem neuesten Buch:

Schwarze Ikone
DuMont-Verlag, Köln 2002

In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Bittner und dem Kulturamt Köln.

Eine Veranstaltung in deutscher und russischer Sprache.

Alina Vituchnovskajab ist eine schwarze Ikone der radikalen Moskauer Jugend. Ihr Schreiben ist eine existenzielle Auflehnung gegen die Zumutungen des postsowjetischen Lebens. Ihr Buch "Schwarze Ikone" ist der rücksichtslose Mitschnitt zeitgenössischer Gemütszustände. Alina Vituchnovskaja schreibt Gedichte, in denen Gefühle und Sinn einander aus der Form jagen, schreibt Bruchstücke aus dem Menschenleben und Geistergespräche wie in einem Turm zu Babel.

Eintritt: 5,- / 3,- €

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Literaturabend:

 

Mittwoch, 20. November 2002, 19.00 Uhr

Jiři Kosta liest aus seinem Buch:

Ein Leben zwischen Bangen und Hoffen. Berlin 2001.

Geb. 1921 als Jude in Prag, überlebte er Theresienstadt und Auschwitz, was ihn allerdings nicht vor Verfolgungen durch die stalinistische Diktatur schützte.

In den 60er Jahren war Kosta Mitarbeiter von Ota Šik und arbeitete mit seinem Team an der Idee des „Dritten Weges“. Nach einem Forschungsaufenthalt in Wien emigrierte er 1970 in die Bundesrepublik Deutschland, wo er schließlich Professor für Ökonomie in Frankfurt/Main. wurde.

Mit „Nie aufgegeben - Ein Leben zwischen Bangen und Hoffen“ legt Kosta seine Autobiographie vor, die mehr ist als die Darstellung eines einzelnen Schicksals, sondern vielmehr ein zeitgeschichtliches Dokument einer vergangenen Epoche.

Jiří Kosta wird lesen und berichten und anschließend gerne mit den Gästen diskutieren.

In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Tschechischen und Slowakischen Gesellschaft e.V.

Eintritt: € 5,- / 2,5 (ermäßigt)

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Literarisch-musikalischer Abend:

 

Freitag, 29. November 2002, 19.00 Uhr

„Wir sind ein Brückenvolk“.

Deutsche Autoren aus Russland, Mitglieder des Literaturkreises der Deutschen aus Russland e.V., präsentieren im Forum ihre Prosa, Lyrik und Lieder.

Moderation: Agnes Giesbrecht, Vorsitzende des Literaturkreises.

Eintritt: 5,- € / 2,5 €

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Veranstaltungen im Oktober 2002
Ausstellungseröffnung Dienstag, 08. Oktober 2002, 19.00 Uhr 
Bruno SchulzZeichnung von Bruno Schulz

 


Mythisierung der Wirklichkeit

Zum 110. Geburtstag und 60. Todestag 

von Bruno Schulz, 1892 – 1942. Leben und Werk.

Unter der Schirmherrschaft von Elżbieta Sobótka, Generalkonsulin 
der Republik Polen in Köln

 

Eröffnung: Elżbieta Sobótka

Bernt Hahn liest Texte von Bruno Schulz.

Bruno Schulz ist einer der wichtigsten polnischen Schriftsteller der Zwischenkriegszeit. Geboren im galizischen Drohobycz (heute Ukraine) als Sohn einer jüdischen Kaufmanns-familie, arbeitete er als Zeichenlehrer am Gymnasium seiner Heimatstadt. 1942 wurde er im Ghetto von Drohobycz ermordet.

Schulz‘ Werk – sowohl das literarische wie das graphische – erschließt sich auf mehreren Ebenen: Darstellung der galizischen Kleinstadt, Kreation von Traumwelten, Vater-Sohn-Beziehung und stark masochistisch geprägtes Frauenbild.

Die 2001 in Israel entdeckten Fresken von Bruno Schulz, die bis dahin als verschollen galten, sorgten letztes Jahr für Schlagzeilen.

Eintritt: frei

Dauer der Ausstellung: 09.10.02 – 05.11.02
Geöffnet: di. – fr., 13.00 – 17.00

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Lesung/Performance/Diashow 
der besonderen Art
Freitag, 18. Oktober 2002, 19.00 Uh
A
A Iggo Moonskis "Petuschki 2002"
 

 

 

 

 

 

Wenedikt Jerofejew, der Held und Autor des berühmten, im „Samizdat“ 
erschienenen Kultromans aus dem Jahr 1969 "Die Reise nach Petuschki“, 
ist wieder unterwegs !
Der Autor und Interpret der Fortsetzungsversion Igor Truschkin (38 J.) alias Iggo Moonski schlüpft in die Haut des sensiblen, alkoholisierten, selbstzerstörerischen Philosophen und Dissidenten, begibt sich wieder auf die Reise und teilt den Lesern und Zuhörern seine Sicht der Welt mit.
Die parallel zur Diavorführung erzählte Geschichte lebt unabhängig von den atemberaubenden Bildern von Raphaelle Viallat-Jahan. Abstrakte elektronische Musik unterstützt die Reise, auf der es nur um eins geht: sich selbst und die Welt zu erkunden.
Die Reise dauert 30 min, es werden ca. 200 Dias gezeigt. Der Autor liest seinen Text auf Deutsch mit starkem russischem Akzent. Premiere: August 2002, auf der Kölner „Diarie-3“.

Eintritt: 5,- €/ 2,5 €.

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Literaturabend Dienstag, 29. Oktober 2002, 19.00 Uhr
 

 

 

 

 

Ossip Mandelstam und Deutschland

In Zusammenarbeit mit der Ossip-Mandelstam-Gesellschaft, Moskau und dem Buchhaus Gonsky, Köln.

Ossip Mandelstam (*1891, Warschau - † 1938, Gulag bei Wladiwostok), einer der größten russischen Lyriker überhaupt wurde bereits 1933 aus der russischen Literatur gestrichen. Eine eng begrenzte Rehabilitierung erfolgte 1956, von den 60er Jahren an wird er in Erinnerung und Essays erwähnt. Seine Werke sind in größtmöglicher Vollständigkeit seit 1955 in den USA ediert worden. Die ihn in die Verbannung begleitende Ehefrau Nadjeshda berichtete 1970 in Erinnerungen über sein Leben. Seine Verehrung für die Strenge der klassischen Dichtung zeigt sich in seinem ganzen Werk, das als Gegenpol durch eine immer wieder überraschende Metaphorik gekennzeichnet ist. Alexander Blok notierte „Seine Verse entstehen aus Träumen, die in den Bereichen der Kunst allein liegen“.

Mitwirkende: Prof. Sergej Awerinzew, Univers. Moskau u. Wien, Vors. der Ossip Mandelstam-Gesell.; Ralf Dutli, Übersetzer, Heidelberg; Iwan Sokolow – Klavier, Köln; Moderation: Pawel Nerler, Dichter, Literaturwiss., stell. Vors. der Ossip Mandelstam-Gesell., Moskau/Köln.

Originaltonaufnahme aus dem Jahre 1920 mit der Stimme O. Mandelstams; Gedichte in Russisch und Deutsch, Biographisches, Literaturgeschichte, Interpretationen, Musikalische Umrahmung: Werke von Skrjabin, Bach, Schubert, Gluck;

Büchertisch.

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