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2005
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Dezember
 
Januar 2005
Politisches Gespräch
Dienstag, 25. Januar 2005, 19.00 Uhr
 

 

 

Die politische Situation in der Ukraine.
Berichte und Diskussion mit ukrainischen und deutschen Gästen

Podiumsteilnehmer:

Aus der Ukraine:
Jurij Durkot, freier Journalist, Lemberg, Ukraine
Myroslav Marynovych, Vizerektor der Ukrainischen Katholischen Universität, Lemberg (angefragt)
Andrij Portnov, Historiker, Doktorand, Ukrainische Wissenschaftsakademie/Universität Trier

Aus Deutschland:
Prof. Gerhard Simon, Uni Köln, Ukraine-Kenner,

Moderation: Ute Schaeffer, ukrainische Redaktion DW (angefragt)

Künstlerische Umrahmung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausgewählte Arbeiten aus der
Fotoausstellung von Sergej Kudriaschow
"Kiew - die goldene Stadt am Dnjepr"
.

Sergej Kudriaschow zeigt hier Fotos seiner Heimatstadt, der 2,6 Millionen Einwohner zählenden Metropole.
Der Künstler stammt aus einer Musikerfamilie. Seine Ausbildung absolvierte er an den Konservatorien Kiew und Lviv/Lemberg (damals: Lwow). Seit 1993 lebt er in Wesseling. Seit 4 Jahren leitet der Dirigent Kudriaschow die in Köln musizierende Mandolinen-Konzert-Gesellschaft "Harmonie". Außerdem ist er künstlerischer Leiter der Eichholzer Schloßkonzerte und als Dozent an der VHS Köln tätig. Die Unterrichtstätigkeit als Gitarrenlehrer ergänzt seine musikalischen Aktivitäten.

Eintritt: 5,- € / 2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspasses

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Buchvorstellung:
Donnerstag, 27. Januar 2005, 19.00 Uhr
 

 

 

Ursula Rumin
"Im Frauen-Gulag am Eismeer"
Langen Müller Herbig, München 2004

im Gespräch mit
Dr. Gasan Gusejnov
, DW-WORLD.de, Universität Bonn

Ursula Rumin, geb. 1923 in Schlesien, kam 1949 nach Berlin, wo sie als Drehbuchautorin, unter anderem für die DEFA im Osten der Stadt arbeitete. 1952 wurde sie von West- nach Ostberlin gelockt und vom sowjetischen Geheimdienst verhaftet. Ein Militärtribunal beschuldigte sie der angeblichen "Spionage und konspirativen Zusammenarbeit mit dem Feind" und verurteilte sie zu 15 Jahren Zwangsarbeit. Nach monatelangem Leiden in Gefängnissen in Ostberlin und Moskau wurde sie ins Zwangsarbeitslager Workuta am nördlichen Polarkreis verbracht. Ihre Zeit im Frauen-Lager am Eismeer, die Schwerstarbeit bei Minustemperaturen bis 65 Grad beschreibt sie erstmals in diesem packenden Bericht. Anfang 1954 konnte sie dank einer Amnestie nach Berlin zurückkehren.

Eintritt: 5,- € / 2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspasses

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Februar 2005
Buchvorstellung:

Donnerstag, 17. Februar 2005, 19.00 Uhr

 

 

 

Die Große Hungersnot in der Ukraine 1933
(Holodomor) und Lew Kopelew

Vorstellung der ersten umfassenden Publikation über den Holodomor in deutscher Sprache:

Vernichtung durch Hunger.
Der Holodomor in der Ukraine und der UdSSR,
Berlin 2004 (=Osteuropa 12/2004)

Zwangskollektivierung und Lebensmittelrequirierungen führten in der Ukraine und in anderen Teilen der Sowjetunion im Winter 1932/33 zu einer verheerenden Hungersnot, der Millionen Bauern zum Opfer fielen.

Lew Kopelew stand damals auf der Seite der Diktatur: Der überzeugte Jungkommunist Lew Kopelew ließ sich in der Zeit von dem Regime einspannen. In den späteren Jahren bekannte der überzeugte Bürgerrechtler seine Schuld, an den verbrecherischen Aktionen von damals teilgenommen zu haben, und setzte sich aufrichtig und äußerst kritisch wie selbstkritisch mit dem Regime auseinander.

In seiner Selbstbiographie "Und schuf mir einen Götzen" gab er sich und der Welt Rechenschaft.

Es referieren: Privatdozent Dr. Guido Hausmann, Dr. Rudolf Mark, Prof. Dr. Gerhard Simon

Moderation: Prof. Dr. Gerhard Simon

Eintritt: 5,- € / 2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspasses

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Dialog mit Lichtbildern
und Tondokumenten:

Donnerstag, 24. Februar 2005, 19.30 Uhr

Ort: Domforum, Domkloster 3

 

 

 

Literarische Gesellschaft Köln,
Freunde der Stadtbücherei Köln
in Zusammenarbeit mit dem Lew Kopelew Forum

"Geduld! Die Sonne steigt im Osten auf..."

Georg Wilhelm Steller und Adelbert von Chamisso: Reiseberichte deutscher Naturforscher über Russlands Osten und den nördlichen Pazifik.

Dialog mit Lichtbildern und Tondokumenten zwischen Ullrich Wannhoff und Frank Möller.

Mit Steller (1709-43) und Chamisso (1781-1831) werden zwei bedeutende Unbekannte der Naturforschung vorgestellt. Beide haben Reisebeschreibungen von beachtlicher naturkundlicher und literarischer Qualität hinterlassen, die zweifellos zum unverzichtbaren Kanon deutscher Natur- und Geistesgeschichte gehören, beide waren in russischen Diensten an der Erschließung Sibiriens, Kamtschatkas und des nördlichen Pazifikraums, bis hinauf nach Alaska beteiligt – als Zivilisten expansiver Unternehmungen mit militärischer Befehlsstruktur. Ullrich Wannhoff, Maler, Naturfotograf und Forscher, ist den Spuren Stellers und Chamissos auf zahlreichen Langzeitreisen gefolgt. Frank Möller traf Ullrich Wannhoff 2004 auf der Beringinsel zu gemeinsamen Exkursionen; er ist Journalist, Autor und Vorstandsmitglied der Literarischen Gesellschaft.

Karten an der Abendkasse: 4,-€/ 3,- € Rentner, Studenten, Schüler /Mitglieder frei

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Fotoausstellung:

 

Die Fotoausstellung von Sergej Kudriaschow
"Kiew - die goldene Stadt am Dnjepr"
wird nur noch bis zum 24. Februar gezeigt.

 

 

 

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März 2005
Buchvorstellung:

Dienstag, 01. März 2005, 19.00 Uhr

 

 

 

Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 1986,
ehem. polnischer Außenmiminster

Wladyslaw Bartoszewski

stellt sein Buch:

Und reiß uns den Haß aus der Seele.
Die schwierige Aussöhnung von Polen und Deutschen,
Deutsch-Polnischer Verlag,
Warschau 2005,
vor.

Eröffnung: Elzbieta Sobótka, die Generalkonsulin der Republik Polen in Köln

Moderation: Dr. Elisabeth Weber,
Mitglied des LKF-Beirates, eh. Osteuropa-Referentin in der Bundestagsfraktion der Grünen

In Zusammenarbeit mit der DPG Bonn.

Wladyslaw Bartoszewski (geb. 1922); 1940-1941 Auschwitz-Häftling, danach im Kampf gegen die deutsche Besatzung in Polen aktiv, langjähriger Mitarbeiter der katholischen Wochenzeitschrift "Tygodnik Powszechny", Autor zahlreicher Bücher über die NS-Verbrechen in Polen, Lehrbeauftragter und Professor für Zeitgeschichte an Universitäten in Polen und Deutschland; im kommunistischen Polen mehrfach inhaftiert, u.a. als Mitglied der demokratischen Opposition; nach der Wende von 1989 Botschafter der freien Republik Polen in Wien und anschließend zweimal Außenminister; vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1986.

Wladyslaw Bartoszewski gehörte zu der kleinen Gruppe couragierter Menschen, die sich nach 1945 bemühten – zumeist von der christlichen Versöhnungsbotschaft inspiriert – das tragische Erbe der Vergangenheit zu überwinden und neue Wege in eine gemeinsame Zukunft aufzuzeigen. Das Engagement des ehemaligen KZ-Häftlings und Kämpfers im Warschauer Aufstands hatte besondere Aussagekraft.

In seinen Erinnerungen zeichnet der Autor das mehr als fünfzigjährige Ringen um Wiederannäherung des polnischen und deutschen Volkes nach. Besondere Bedeutung misst er dabei Initiativen im Raum der christlichen Kirchen bei wie der "Aktion Sühnezeichen" in der DDR oder "Pax Christi" in der BRD sowie der katholischen "Znak"-Bewegung in Polen. Bartoszewski schildert, wie ein authentischer deutsch-polnischer Dialog durch die kommunistische Herrschaft in Polen und der DDR bis 1989 erschwert wurde. Kritisch setzt er sich aber auch mit der westdeutschen Polen-Politik auseinander: mit der Zaghaftigkeit vieler Christdemokraten aus Rücksicht auf die Vertriebenenverbände genauso wie mit der Ignorierung der polnischen demokratischen Opposition von Seiten der Sozialdemokraten.

Ein sehr persönliches, von Anekdoten durchwobenes Buch, das tiefe Einblicke in das deutsch-polnische Verhältnis ermöglicht.

Eintritt: UKB: 5,- € / 2,5 € für Studenten, Schüler,
LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspasses

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April 2005
Klavier und
Kammermusikkonzert

Lin Lin im Steinway-Haus Düsseldorf

Samstag, 09. April 2005, 17.00 Uhr

Klavier und Kammermusikkonzert
zum 93. Geburtstag von Lew Kopelew

Im Rahmen des Musikprojektes von Alla Blatow,
Anton Rubinstein Akademie Düsseldorf:
Junge Musiker im Lew Kopelew Forum,
Meisterschüler von Alla Blatow.
In Zusammenarbeit mit dem Steinway-Haus Düsseldorf.
Julian Gorus, Lin Lin, Esther Kim, Olga Schonurowa,Radoslava Stoimenova, Damira Schumacher, Katja Ledig .

Eintritt: UKB: 10,- € / 5,- € für Studenten, Schüler,
LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspasses

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3-tägige Veranstaltungsreihe 13. April – 15. April 2005
3-tägige Veranstaltungsreihe zum 90. Jahrestag des Völkermordes an Armeniern

[armenischer Nationalfeiertag: 24. April 1915]

Idee und Konzeption: Elvira Reith, Karo Dame Kulturprojekte, Köln

Schirmherr: Dr. phil. h.c. Ralph Giordano

Eröffnung, Vernissage

Mittwoch, 13. April 2005, 19.00 Uhr

Begrüßung: Fritz Pleitgen, Vorsitzender des Lew Kopelew Forums und Intendant des WDR;

S.E. Erzbischof Karekin Bekdjian, Primas der Armenischen Kirche in Deutschland

Ansprache: Dr. phil. h.c. Ralph Giordano

Eröffnung der Ausstellung:
lost landscapes, lost visions - verlorene Umkehr
Albert Vardanyan: Skulpturen;
Vahan Topchyan: Zeichnungen, Aquarelle

Einführung in die Ausstellung: Kuratorin Elvira Reith.

Musikalisches Programm: Shushan Hunanyan, Piano, Marie Hunanyan, Violine spielen Werke von Komitas [eigentlich: Soghomon Soghomonyan, *1869, Anatolia; U1935, Paris) und Paganini.

Die Künstler werden anwesend sein.
In Kooperation mit Alexan Ter-Minasyan, Gyumri/Armenien.
Dauer der Ausstellung: 13.4.-25.5.2005.

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Filmvorführung

Donnerstag, 14. April 2005, 19.00 Uhr

Armenien im Frühling — April 2004
Eine Annäherung

Ergebnis einer Recherche-Reise. Eindrücke rund um den 24. April, den nationalen Gedenktag. Eine Annäherung an das Land, die Musik, die Menschen und die Kunst.

Ein Film von Wilfried Kaute und Elvira Reith — Moviementi Filmproduktion Köln 2004.

UKB: 5,- € / 2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspasse .

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Vortrag, Lesung, Gespräch

Edgar Hilsenrath

Freitag, 15. April 2005, 19.00 Uhr

Dr. Raffi Kantian, Autor und Publizist
Einführung in die Literatur Armeniens im Gedenken
an den Genozid.

Der Schauspieler Bernt Hahn liest aus Edgar Hilsenraths Roman "Das Märchen vom letzten Gedanken".

Anschließend Ehrengast Edgar Hilsenrath [*1926]
im Gespräch mit seinem Herausgeber Helmut Braun

In Zusammenarbeit mit dem Dittrich-Verlag Berlin/Köln.

UKB: 5,- € / 2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspasse .

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Buchvorstellung

Donnerstag, 28. April, 19.00 Uhr

Michael Wieck:
Zeugnis vom Untergang Königsbergs

(jetzt auch auf Russisch)

Buchvorstellung (mit Bildmaterial) und Diskussion mit dem Autor. Moderation (auf Russisch): Dr. Klaus Harer, Deutsches Kulturforum östliches Europa, Potsdam

Russische Texte liest Dr. phil. Ruslan Schlapakow

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa.

In Anwesenheit des Autors präsentiert das Deutsche Kulturforum die russische Ausgabe von Michael Wiecks Erinnerungsbuch "Zeugnis vom Untergang Königsbergs“.

Seine Kindheit und Jugend als »Geltungsjude« im nationalsozialistischen Königsberg und die schwere Zeit nach 1945, als er im inzwischen sowjetischen Kaliningrad gemeinsam mit der verbliebenen deutschen Bevölkerung den Repressalien der neuen Herren ausgesetzt war, hat Michael Wieck in seinem Buch "Zeugnis vom Untergang Königsbergs. Ein »Geltungsjude« berichtet" festgehalten. Das Buch, mit einem Vorwort von Siegfried Lenz, hat seit 1988 bereits sieben Auflagen erlebt (eine achte wird derzeit im Verlag Beck vorbereitet), eine Übersetzung ins Englische erschien 2003 in den USA. Eine russische Ausgabe war wegen der unmissverständlichen Schilderung der ersten Jahre des russisch-sowjetischen Kaliningrad [1945-48] bis vor Kurzem unmöglich. Eine von dem Kaliningrader Universitätsangestellten Jurij Wolkow erarbeitete russische Übersetzung wurde von verschiedenen Kommissionen begutachtet, aber nicht in die bestehenden Förderprogramme für Übersetzungen deutscher Königberg/Kaliningrad Literatur aufgenommen.

Schließlich nahm sich das Deutsche Kulturforum östliches Europa des russischen Manuskripts an und fand in dem kleinen St. Petersburger Verlag Hyperion einen engagierten Partner für das Buch in Russland, das im Frühjahr 2004 erschien...

Veranstaltung vorwiegend in russischer Sprache mit stellenweise deutscher Übersetzung.

UKB: 5,- € / 2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspasse .

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Mai 2005
Politisches Gespräch Donnerstag, 19. Mai 2005, 19.00 Uhr

Ökologie und Demokratie in Russland

Thomas Roth, (ARD-Hauptstadtstudio)
im Gespräch mit Grigorij Pasko,
Podiumsteilnehmer: Bernhard Clasen
,
Mitbegründer der Initiative „Freiheit für Grigorij Pasko“
sowie „Freiheit für Igor Sutjagin“

Veranstaltung in deutscher und russischer Sprache

Über drei Jahre saß der russische Umweltjournalist Grigorij Pasko in russischen Arbeitslagern im Fernen Osten Russlands. Sein "Verbrechen": er hatte als Journalist über die Verklappung von radioaktivem Müll in den pazifischen Ozean berichtet, und dabei auch mit japanischen Journalisten zusammengearbeitet. Dies trug ihm den Vorwurf der "Spionage" und eine mehrjährige Lagerhaft ein. Zahlreiche Organisationen, u.a. Amnesty International, hatten sich für die Freilassung des "Gewissenshäftlings" Grigorij Pasko eingesetzt.

Pasko wird über die aktuelle Entwicklung von Ökologie und Demokratie in Russland berichten. Ein Schwerpunkt seines Vortrages wird die Kriminalisierung von Wissenschaftlern und Umweltschützern durch den Geheimdienst FSB sein.

UKB: 5,- € / 2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspasses.

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Veranstaltungshinweis Montag, 23. Mai 2005, 20.00 Uhr

Literaturhaus Köln
Juri Andruchowytsch (Ivano-Frankivsk, Ukraine)
liest aus seinem neuesten Roman „Zwölf Ringe“.

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Podiumsgespräch Dienstag, 24. Mai 2005, 19.00 Uhr

Die orangene Revolution in der Ukraine - neue Hoffnungen für junge Ukrainer in Deutschland?

Situation und Perspektiven aus der Sicht
von Beteiligten

In Zusammenarbeit mit dem Büro forumNET.Ukraine, Berlin

Moderation: Peter Hilkes, Leiter des Büros
forumNET.Ukraine, Berlin

Podiumsteilnehmer: Prof. Dr. Gerhard Simon, Uni Köln, Ukraine-Kenner

Khrystyna Mykolajczuk, ukrainisches Programm
der DW-Radio, Bonn,

Dr. Randolf Oberschmidt, DAAD, Leiter des Referates 322 (Moldau, Rumänien, Ukraine, Türkei)

Die "orangene Revolution" hat ganz besonders die Jugend in der Ukraine angesprochen und deren Engagement bei der Revolution und auch danach geweckt. Junge Ukrainerinnen und Ukrainer in Deutschland haben sich ebenfalls besonders eingesetzt und für Veränderungen in ihrer Heimat demonstriert. Viele unter ihnen studieren an deutschen Hochschulen, kennen bestens Unterschiede und Gemeinsamkeiten zweier Bildungssysteme und können über Erfahrungen in Deutschland insgesamt, jedoch besonders über Studium und Hochschulreform unter den Vorzeichen des "Bologna-Prozesses" Auskunft geben. Sie sind zu einem wichtigen Faktor im deutsch-ukrainischen Verhältnis geworden. Über Ihre Situation ist jedoch noch wenig bekannt. Die Podiumsveranstaltung greift vorhandene Aktivitäten und Erfahrungen auf und geht auf die Frage nach der Zukunft des Personenkreises und die Nutzung seiner Kompetenzen für Aktivitäten in den deutsch-ukrainischen Beziehungen ein.

UKB: 5,- € / 2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspasses.

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Szenische Lesung
mit musikalischen
Improvisationen

Sonntag, 29. Mai 2005, 11.00 Uhr
Käthe-Kollwitz-Museum

"Nie wieder Krieg!"

Szenische Lesung mit musikalischen Improvisationen zum 60. Jahrestag vom Ende des 2. Weltkrieges

In Zusammenarbeit mit dem Käthe Kollwitz Museum und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
BV Köln-Aachen.

Die Schauspieler: Sabine Postel, Volker Risch, Walter Gontermann lesen Texte von Bamm, Böll, von Gadow, Kollwitz, Kopelew, Reese und Schade-Bartkowiak

Musikalische Umrahmung: das Duo Kontrasax mit Romy Herzberg und Christina Fuchs.

Eine geschlossene Veranstaltung: nur für die Mitglieder der Veranstalter-Organisationen, mit gesonderter Einladung.

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Podiumsgespräch Dienstag, 31. Mai 2005, 19.00 Uhr

Pressefreiheit in der gelenkten Demokratie

Teilnehmer:Udo Lielischkies, bis Januar d.J. Moskauer ARD-Korrespondent, Autor zahlreicher Filmreportagen, u.a. des packenden, preisgekrönten Films "Russische Treibjagd – Das Ende einer Reporterin", in dem er einen Fall der Behörden- und Justizwillkür sowie der Verletzung von Pressefreiheit und Menschenrechten in der russischen Provinzstadt von heute schilderte; Olga Kitowa, Journalistin, Protagonistin des o.g. Films, Preisträgerin des Preises für Pressefreiheit des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV).

Mit ihrem Schicksal sind auch die Geschicke von fünf Studenten verbunden, die unschuldig zu 8 Jahren Lagerhaft verurteilt wurden.

Moderation: NN

UKB: 5,- € / 2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspasses.

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Juni 2005
Literaturabend ACHTUNG!
anderer Ort, andere Zeit

Montag, 06. Juni 2005, 17.30 Uhr

Bibliotheksgebäude des Slavischen Instituts der
Universität Köln, Weyertal 137

Иноземный Пушкин(der fremdländische Puschkin)

Vortrag in russischer Sprache(!) von Aleksej Bukalow
Gemeinsame Veranstaltung mit dem
Slavischen Institut der Universität Köln

Aleksej Bukalow, geb. 1940, arbeitete 16 Jahre im diplomatischen Dienst, von 1978 an journalistische Tätigkeit. Seit 1991 Leiter der Agentur ITAR-TASS in Italien und Vatikan. Puschkin-Forscher, Autor eines Buches über afrikanische Folklore, Dokumentarfilmer, Fernsehreporter, Preisträger des italienischen Eugenio Sellvadji-Preises für Journalisten, 2000 ausgezeichnet mit der Puschkin-Medaille des Präsidenten der Russischen Föderation für den großen persönlichen Einsatz bei der Entwicklung der russisch-italienischen Kulturbeziehungen.

Eintritt frei

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Vortrag und
Szenische Lesung
Mittwoch, 15. Juni 2005, 19.00 Uhr

Stalingrad – zwei Seiten einer Schlacht

Lesung aus Erinnerungen russischer Zivilisten
und aus Feldpostbriefen deutscher Soldaten

Einführender Vortrag von Prof. Dr. Jost Dülffer:
Der Krieg in und um Stalingrad 1942-1943

Die Erinnerungen russischer Zivilisten sind veröffentlicht in der vom Städtepartnerschaftsverein Köln-Wolgograd herausgegebenen Dokumentation „‘...und die Wolga brannte‘. Überlebende aus Stalingrad erinnern sich“, Köln 2003. Die Feldpostbriefe sind zum Teil bisher unveröffentlicht, zum Teil entnommen dem von Jens Ebert herausgegebenen Buch „Feldpostbriefe aus Stalingrad“, Göttingen 2003.

Moderation: Dr. Heinz Timmermann

Mitveranstalter: Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Wolgograd, NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. / Regionalgruppe Mittelrhein.

UKB: 5,- € / 2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspasses.

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Klavierabend
Igor Kirillov
Freitag, 17. Juni 2005, 19.00 Uhr

Klavierabend aus der Reihe:

Junge Musiker im Lew Kopelew Forum
Musikprojekt von Alla Blatow

IGOR KIRILLOV
Meisterschüler von Alla Blatow

spielt

Sergej Prokofiev  Visions fugitives op. 22

                         Sonate Nr. 4 op. 29
                          - Allegro molto sostenuto
                          - Andante assai
                          - Allegro con brio, ma non leggiere

PAUSE

Franz Schubert,   „Wandererfantasie“ D 760
                          - Allegro con fuoco ma non troppo
                          - Adagio
                          - Presto
                          - Allegro

UKB: 10,- € / 5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspasses.

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Literaturabend Donnerstag, 23. Juni 2005, 19.00 Uhr

Richard Wagner: Habseligkeiten,
Aufbau-Verlag, Berlin 2004

Moderation:Dr. Elisabeth Weber

Richard Wagner, geb. 1952 im rumänischen Banat, studierte Germanistik und Rumänistik im Temeswar und arbeitete als Deutschlehrer und Journalist. Er veröffentlichte Lyrik und Prosa in deutscher Sprache und war Mitglied der Aktionsgruppe Banat. Nach Arbeits- und Publikationsverbot verließ er Rumänien 1987. Seitdem lebt er als freier Schriftsteller in Berlin. Richard Wagner erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, unter anderem den 2000 erstmals verliehenen Neuen deutschen Literaturprei

In seinem neuesten Roman beschreibt er karge und traumhafte Landschaften, erzählt von Verrat und Korruption zu allen Zeiten und setzt den Menschen einer aussterbenden Familie ein wunderbares Denkmal.

UKB: 5,- € / 2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspasses.

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Präsentation Freitag, 24. Juni 2005, 19.00 Uhr

Präsentation
des neuen Projektes vom Zentrum „NIZ Memorial"
St.-Petersburg

"Virtuelles GULAG-Museum"

sowie ein Gespräch über das private und öffentliche Erinnern an GULAG in Russland und seine Resonanz in der Politik.

Es sprechen: Irina Fliege, Direktorin des NIZ "Memorial", Sankt-Petersburg, sowie Anna Schor-Tchudnowskaja, "Memorial Deutschland", Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt/Main.

Veranstaltung in russischer und deutscher Sprache

UKB: 5,- € / 2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspasses.

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Juli 2005
Literarisch-musikalisch-
historischer Abend
Donnerstag, 14. Juli, 19.00 Uhr

Aus der Reihe
„Europäische Städtebilder“: Kiew

Ein literarisch-musikalisch-historischer Abend

Helmut Braun - Moderation -
erzählt von der Geschichte der Stadt

Barbara Dommer trägt literarische Texte vor

Aaron Proujanski, Tenor, und Ella Proujanskaja, Klavier - musikalische Umrahmung

Ausstellung historischer Land- und Ansichtskarten über Kiew sowie eine kleine Auswahl von Literatur über Kunst und Geschichte Kiews aus der Sammlung von
Dr. Manfred Lohmann, eh. Leiter der Außenstelle der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kiew.

UKB: 5,- € / 2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspasses.

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Sommerpause im Lew Kopelew Forum:
18. Juli - 31. August 2005
 
September 2005
Gespräch Dienstag, 06. September, (Achtung - veränderte Zeit:) 18.00 Uhr

Swetlana Gannuschkina im Gespräch mit Dr. Elisabeth Weber, eh. Referentin für Polen und Russland in der Bundestagsfraktion der Grünen.

Übersetzung: Bernhard Clasen,
Arbeitsgruppe „Karabach-Konflikt“

Frau Gannuschkina vertritt die russischen Menschenrechtsorganisationen „Memorial“ und das Komitee „Bürgerbeteiligung“. Sie arbeitet schwerpunktmäßig zu den kriegerischen Konflikten in der ehemaligen Sowjetunion. Als Vorsitzende des „Komitees Bürgerbeteiligung“ gilt sie als eine der wichtigsten russischen Flüchtlingsexpertinnen. Frau Gannuschkina ist Mitglied im Menschenrechtskomitee von Präsident Putin, erhielt 2003 den Menschenrechtspreis von Amnesty International (Deutsche Sektion) und am 20. Juni 2004 den mit 100.000 $ dotierten Nansen-Preis des Flüchtlingshilfswerkes der UNO. Mit einem russlandweiten Beratungsnetzwerk hat sie ein regierungsunabhängiges Netzwerk aufgebaut, das Flüchtlingen in ganz Rußland Beratung und Unterstützung anbietet. Sie ist eine von 1000 für den Friedensnobelpreis 2005 vorgeschlagenen Frauen. (www.1000peacewomen.org )

UKB: 5,- € / 2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspasses.

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Literaturabend - Lesung Mehrtägige Reihe des Literaturhauses Köln:

Sibirische Sinfonie
Schlaglichter auf eine unbekannte Kultur
Literatur, Essay, Kunst, Film

Donnerstag, 08. September, 19.00: ESSAY

Ein sibirischer alter Mythos und seine neue Realität

Oleg Postnov und Roman Sencin stellen ihre 20-minütigen Essays zum Thema „Sibirische Sinfonie der Großstadt“ vor.

Mit Sibirien verbindet man in Europa sowohl romantische Vorstellungen von endloser Weite und unberührter Natur, als auch negative – Sibirien als Ort des Grauens, der Verbannung, des GULAG. Oleg Postnow und Roman Sencin entwerfen eigene Bilder des modernen Sibiriens. Es wird aus zwei ganz verschiedenen Perspektiven dargestellt: Aus der eines Philologen, der einer Familie des in den 50er Jahren verbannten Gelehrten entstammt und der eines jungen Beobachters, der in der sibirischen Provinz aufgewachsen ist und Sibirien in seinem nicht einfachen Lebenslauf von verschiedenen Seiten kennen gelernt hat.
Roman Sencin, geb. 1971 in Kyzyl, Rep. Tuva, gehört (zusammen mit Ilya Kotchergin) zu einer Gruppe junger Schriftsteller, die von der Literaturkritik als "Junge Realisten" bezeichnet werden, weil sie ihren Blick direkt und unverstellt auf die Wirklichkeit des sich im Wandel befindenden Russlands richten.
Oleg Postnow, 1962 in Nowosibirsk geboren, Professor für Philologie, Übersetzer und Schriftsteller. Er hat eine Biografie von Iwan A. Gontscharow und zwei Bände mit Novellen und Erzählungen publiziert. Vor kurzem hat er eine Habilitationsarbeit zum Problem des Todes in der russischen Literatur verfasst.

Moderation: Katharina Narbutowic, freie Lektorin, Berlin

UKB: 5,- € / 2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspasses.

Weitere Veranstaltungen in der Reihe finden an anderen Orten statt:

6.09.2005: Oleg Postnow, “Angst”, Moderation, Übersetzung,
                Lesen: A. Nitzberg, Literaturhaus, 20.00 Uhr,
                 7/5/4 Euro

7.09.2005: Roman Sencin, „Minus“ und Ilya Kotchergin
                mit Altai-Erzählungen und Fotos,
                Moderation Katharina Narbutovic,
                Literaturhaus 20.00 Uhr, 7/5/4 Euro

9.09.2005: „Die blauen Nasen“
                Videoart und Performance „Salut!“,
                Alte Feuerwache 19.30 Uhr, 7/5/4 Euro

10.09.2005 Dokumentarfilm, Kölner Filmhaus,
                18.00 Uhr - Das Programm der
                                 Novosibirsker Regisseuren;
                20.00 Uhr - Programm „Novosibirsk“

11.09.2005 Kölner Filmhaus,
                16.00 Uhr - Dokumentarfilmprogramm:
                                 Filme von K. Bednarz und V. Eyssner
                18.00 Uhr - Klaus Bednarz im Gespräch mit
                                 Vladimir Eyssner über
                                 Sibirien als Filmmaterial

Das Projekt „Sibirische Sinfonie der Großstadt - Schlaglichter auf eine unbekannte Kultur“ wurde von Olga Vostretsova (Kulturmanagerin der Robert Bosch Stiftung aus Nowosibirsk/Russland) konzipiert. Förderer: Förderprogramm der SK Stiftung Kultur, Robert Bosch Stitung

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Podiumsgespräch
Tamara Chikunova
Mittwoch, 28. September, 19.00 Uhr

Tamara Chikunova,
Preisträgerin des Internationalen
Nürnberger Menschenrechtspreises zu Gast im LKF

Moderation, Dolmetschen: Bernhard Clasen,
Mitbegründer der Initiative „Freiheit für Grigorij Pasko“ sowie „Freiheit für Igor Sutjagin“

Am Sonntag, den 25. September 2005 findet die sechste Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises an Tamara Chikunova aus Usbekistan statt. Tamara Chikunova aus Usbekistan setzt sich mutig und ungeachtet persönlicher Risiken für die Anerkennung der Menschenrechte in ihrem Heimatland ein. Auch Drohungen und Repressalien der Behörden haben sie in ihrer Entschlossenheit nicht beirren können. Seit ihr Sohn unschuldig zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde, ist die Abschaffung der Todesstrafe und der Folter in Usbekistan zum wichtigsten Ziel ihrer Arbeit geworden. Deshalb gründete sie im Jahr 2000 gemeinsam mit anderen Frauen, die ein ähnliches Schicksal erlitten hatten, die Menschenrechtsorganisation „Mütter gegen Todesstrafe und Folter“. Die Organisation setzt sich unermüdlich für Menschen ein, die gefoltert oder zum Tode verurteilt wurden, klagt diese schweren Menschenrechtsverletzungen öffentlich an und bemüht sich um internationale Unterstützung für ihre Aktivitäten. Weitere Informationen zur Preisträgerin auf folgender Seite:
www.menschenrechte.nuernberg.de

UKB: 5,- € / 2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspassses.

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Filmvorführung Donnerstag, 29. September, 19.00 Uhr

Im Blickpunkt - Tschetschenien

„Mein lieber Muslim“,
Regie: Kerstin Nickig, 2004, 35 Min.
Moderation: Dr. Elisabeth Weber
Der Film wurde während des einjährigen Studienaufenthaltes der Regisseurin an der berühmten Filmhochschule Lodz/Polen (wo u.a. R. Polanski und A. Wajda studierten) mit einem deutsch-polnischen Team realisiert.
Sacita Chumaidova, ihr Mann, Said-Selim, und ihr 4jähriger Sohn Muslim leben als Asylanten in Polen, das die größte Zahl der geflohenen Tschetschenen (ca. 7000) beherbergt. Aber sie sind innerlich noch gar nicht „angekommen“: Sie leben vollkommen in den Kriegsschrecken der Vergangenheit, die sie über Jahre hinweg selbst mit Foto- und Videokamera dokumentierten. In diesen Bilddokumenten, ihren Erzählungen und dem Tagebuch an Muslim entsteht ein nahes Porträt der Familie und ihrer persönlichen Kriegsgeschichte.

Kerstin Nickig, Sacita Chumaidova und Muslim werden anwesend sein.

Zur Regisseurin: Studium der Slawistik und Germanistik an den Universitäten Moskau, Bochum, Köln; Nebenstudium an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam sowie an der Filmhochschule Lodz/PL. Ab 1999 Projektmanagerin deutsch-russischer Kultur-und Sozialprojekte für den „Deutsch-Russischer Austausch e.V.“, damit verbunden zahlreiche Aufenthalte in Russland, seit 2003 freie Dokumentarfilmerin.

UKB: 5,- € / 2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspasses.

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Oktober 2005
Lesung und Gespräch VORANKÜNDIGUNG: im OKTOBER

Dienstag, 04. Oktober, 19.00 Uhr

Im Blickpunkt - Tschetschenien

Sabine Adler: Ich sollte als Schwarze Witwe sterben. Die Geschichte der Raissa und ihrer toten Schwestern; Deutsche Verlags-Anstalt, 2005.

Moderation: Klaus Bednarz
Sabine Adler, langjährige Moskau-Korrespondentin des DeutschlandRadios, die unzählige Male in Tschetschenien recherchierte und eine Zeit lang unter Tschetschenen lebte, hat die Geschichte zweier schwarzen Witwen nachgezeichnet – der Schwestern Hejda und Medina, die bei der Geiselnahme im Moskauer Musical-Theater von russischen Sicherheitskräften exekutiert wurden. Klaus Bednarz über das Buch: „Die schwarzen Witwen/.../ sind Opfer der russischen Soldaten und der tschetschenischen Männergesellschaft zugleich. Wer die Komplexität und archaische Tragik des Tschetschenien-Krieges begreifen will, kommt an diesem Buch nicht vorbei.“

UKB: 5,- € / 2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Mobilitätspasses.

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November 2005
Veranstaltungshinweis ROTSCHILDS GEIGE
ANTON TSCHECHOW
in Szene gesetzt mit
viel Musik von der Theatergruppe „die 4-beinige Krähe“

Termine:
Di., 01.11.,16.00 Uhr, Bad Münstereifel,
                               St. Michael-Gymnasium, Eintritt frei
Sa., 05.11. + Di., 08.11., 20.00 Uhr, Köln, Ottostr. 87,
                               AMG Kulturforum, Eintritt: 6,-/4,-
Do., 10.11., 20.00 Uhr, Bochum, Falkenheim-Turnhalle,
                               Akademiestr. 69 (Festival-Wettbewerb),
                               Eintritt frei
Mi., 16.11., 20.00 Uhr, Köln, Synagoge, Roonstr,
                               Theatersaal. Eintritt frei

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Ausstellung

 

 

 

 

 

 


Peter Zizka
Peter Zizka

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ein Foto für Unicef:
"Das kleine Mädchen war so gewöhnt
an seine Prothesen, dass es sie für eine ärztlichen Check nicht ausziehen wollte
und laut geweint hat, als sie sie abgeben sollte. Sie hat die Prothesen gegriffen,
an sich gedrückt und gesagt
'Ich gebe sie nicht her'."

Montag, 09. – Sonntag, 20. November
Kassenhalle der Kreissparkasse, Neumarkt 18

„Das Virtuelle Minenfeld“

Veranstalter: medico international, Kreissparkasse Köln,
Lew Kopelew Forum

Gezeigt wird die Bodeninstallation des Frankfurter Konzeptkünstlers Peter Zizka. Die Installation präsentiert originalgetreue, fotografische Abbildungen von Minen auf mehreren hundert begehbaren Platten in geradezu ästhetisch schön anmutenden Anordnungen. Der Schrecken, den diese heimtückischen Waffen in sich bergen, offenbart sich dem Betrachter erst auf den zweiten Blick. Wer sich auf diesen Blick einlässt, erahnt etwas von der grausigen Realität jener Minenfelder, die noch immer überall auf der Welt das Leben von Menschen beeinträchtigen und gefährden.

Bewusst hat der Künstler das virtuelle Minenfeld der Öffentlichkeit zur „Räumung“ zur Verfügung gestellt. Parallel zur Ausstellung können die einzelnen Elemente der Installation gegen eine Spende von 500 € zugunsten des Minenopfer-Fonds von medico international „geräumt“ werden. An der Aktion haben sich Personen des öffentlichen Lebens genauso wie Schulklassen, Institutionen, Arztpraxen, Anwaltbüros und viele Einzelpersonen beteiligt. Mittlerweile wurden 250 Platten „geräumt“. Am Ende wird das Minenfeld geräumt sein, seine einzelnen Elemente - einem „beweglichen Denkmal“ gleich - an die anhaltende Minenproblematik in vielen Ländern der Erde erinnern.

Peter Zizka, geb. 16. Dezember 1961 in Frankfurt am Main. Ausbildung zum Restaurator, Studium der Visuellen Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, Gründung, zusammen mit Olaf Rahlwes, der Konzeptkunstgruppe MEMORY.
1989 Gründung, zusammen mit Achim Heine und Michael Lenz, des Designbüros Heine/Lenz/Zizka mit Standorten in Frankfurt und Berlin.
Die Bodeninstallation „Das Virtuelle Minenfeld“ von Peter Zizka wurde bisher mit Gold beim ADC Deutschland, einem Goldaward des ADC Europes, sowie mit Auszeichnungen beim iF Award, reddot award und beim DDC prämiert.

Gesondertes Bild- und Textmaterial beschäftigt sich mit dem Minenproblem in Bezug auf Tschetschenien.

Fotografien der kindlichen Minenopfer in Tschetschenien von Musa Sadulajew, Kontakt durch die Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte: Tel.: 040-42 86 35 75 7.

Musa Sadulaev, geb. 25.09. 1975 in Kasachstan,
wohnhaft in Tschetschenien, zwei Kinder,
z.Z.: Stipendiat des Hamburger Stiftung für poltisch Verfolgte.

Weltweit bekannt gewordene Fotos von Musa Sadulajew: 27.12.2002      Selbstmordattentat: Selbstmörder steuert ein
                      Auto in ein Regierungsgebäude in Grosny 02.05.2003      Aufnahme eines terroristischen Anschlags
                      im Dorf Znamenka/ Tschetschenien 14.05.2003      Bombenattentat auf den Präsidenten
                      Achmet Kadyrow

Öffnungszeiten:
mo. - fr.: 9.00 - 18.30 Uhr, sa.: 10.00 – 14.00 Uhr

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Podiumsdiskussion Montag, 14. November, 19.30 Uhr
Kassenhalle der Kreissparkasse, Neumarkt 18

Tatort Landmine
Spurensicherung und Strategien zum Verbot einer mörderischen Waffe

Eröffnung: Hans-Peter Krämer, Vorstandsvorsitzender der KSK, stellv. Vorsitzender des LKF
Begrüßung: Fritz Pleitgen, Vorsitzender des LKF

Sachstand und Bewertung der bisherigen internationalen Bemühungen zur Lösung der Minenkatastroph
Beispiel: Tschetschenien; Bewertung der deutschen Rolle

Podiumsteilnehmer: Thomas Gebauer, Geschäftsführer medico international;
Thomas Küchenmeister, Aktionsbündnis Landmine.de;
Josef Sayer, Hauptgeschäftsführer Misereor;
Angelika Beer, Bündnis 90/Die Grünen, Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Expertin für Sicherheits- und Verteidigungspolitik;
Hermann Gröhe, CDU, MdB, Sprecher der Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag;
Friedrich Gröning, Auswärtiges Amt, stellv. Beauftragter der Bundesregierung für Abrüstung und Rüstungskontrolle;
Harald Leibrecht, FDP, MdB, Mitglied im Auswärtigen Ausschuß;
Moderation: Jürgen Thebrath, stellv. Chefredakteur WDR-Fernsehen, Leiter der Programmgruppe Inland Fernsehen WDR

Eintritt frei nur mit gesonderter Einladung

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Filmvorführung
mit anschließendem
Podiumsgespräch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sainap Gaschajewa

Sainap Gaschajewa studiert ein Foto
durch die Lupe.

Freitag, 18. November, 19.30 Uhr
Filmhaus Köln, Maybachstr. 111

Vorstellung der Preisträgerin des
Lew Kopelew Preises 2005:

Sainap Gaschajewa

Sainap Gaschajewa, Grosny/Tschetschenien

Kölner Premiere des Dokumentarfilms:
„Coca - die Taube aus Tschetschenien.
Europa und sein verleugneter Krieg“
,
Schweiz 2005, Buch, Regie: Eric Bergkraut,
Mitwirkende: Sainap Gaschajewa, Lipkhan Bassajewa, Andreas Gross, Walter Egli, Anna Politkowskaja u.a.

„Erschütternd und politisch ist Erics Bergkrauts Film. Er verwebt Interviews und Aufnahmen mit den Videos und Fotos, die seine Protagonistinnen im Laufe der letzten zehn Jahre in ihrer Heimat heimlich – und oft unter Bedrohung des eigenen Lebens – drehten, und zeugt dabei in fiebriger Dringlichkeit von einem Krieg und einem Völkermord, an denen das offizielle Europa indifferent schweigend seine Mitschuld trägt“. Irene Genhart, Tagblatt der Stadt Zürich.

Was Präsident Putin zur „antiterroristischen Aktion“ erklärt, hat in der Tat Züge eines Völkermordes angenommen. Bis zu 30% der tschetschenischen Bevölkerung könnten getötet worden sein. Die Weltöffentlichkeit schweigt, sei es aus Unwissen, Hilflosigkeit oder Opportunismus.

Anschließend:

Podiumsgespräch: Der Krieg in Tschetschenien

Teilnehmer: Sainap Gaschajewa, Eric Bergkraut, Sonja Mikich, Toita Yunusowa (Mitstreiterin von Sainap Gaschajewa).

Moderation: Klaus Bednarz

Mitveranstalter: arte-Sender, Filmhaus Köln, LKF

Eintritt nur mit persönlicher Einladung

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Verleihung des
Lew Kopelew Preises 2005
Sonntag, 20. November, 11.00 Uhr
Schalterhalle der Kreissparkasse Köln, Neumarkt 18

Verleihung des
Lew Kopelew Preises 2005
an

Sainap Gaschajewa, Grosny/Tschetschenien

Laudatio:
Fritz Pleitgen, Vorsitzender des Lew Kopelew Forum

Festrede:
Günter Verheugen, Vizepräsident der Europäischen Kommission, Kommissar für Unternehmen und Indutrie

Musikalische Umrahmung:
Das Duo „Kontrasax“: Christina Fuchs - Saxophon; Romy Herzberg - Kontrabaß
Tanz: Aminat Usbijewa und Bislan Indurkajew (eh. Solist der Gruppe „Wainach“, Grosny/Tsch etschenien
Begleitung: Sergej Dawidow, Doli (kaukasische Trommel) und Elcham Gadjimuradow, Akkordeo n
Amarbek Dimajew, historisches Akkordeon

„Coca“ nannten ihre Eltern Sainap Gaschajewa – die Taube. Geboren in der Verbannung in Kasachstan wurde sie nach der Rückkehr ihrer Familie nach Tschetschenien Angestellte in einem Betrieb in Grosny, heiratete und zog vier Kinder groß.

Seit 1994dokumentiert sie, was in ihrer Heimat täglich passiert: Verschleppung, Folter, Mord. Zusammen mit anderen Frauen hat Sainap Gaschajewa Hunderte Video-Kassetten versteckt, um sie nach und nach ins Ausland zu bringen.

Ihr Ziel ist es, mit ihrem Archiv Beweismaterial zu liefern für zukünftige internationale Gerichtsverfahren. Das Filmmaterial richtet sich gegen die Schuldigen an den Gräueltaten, auf welcher Seite sie auch stehen.

Ergänzend zum Bildmaterial zeichnet sie die Lebensgeschichten und Todesumstände der Menschen auf.

Sainap Gaschajewa ist Leiterin der Organisation „Echo des Krieges“, die sich u.a. auch um Waisenkinder und Minenopfer in Tschetschenien kümmert.

Für ihre Zivilcourage und ihren bewundernswerten Mut, mit dem sie für die vom Völkermord bedrohten Menschen in ihrer Heimat Tschetschenien mit friedlichen Mitteln kämpft, wird ihr der Lew Kopelew Preis für Frieden und Menschenrechte 2005 zuerkannt.

Eintritt frei nur mit persönlicher Einladung

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Dezember 2005
Liebe Freunde und Weggefährten des Lew Kopelew Forum, das ist der letzte Veranstaltungskalender in diesem Jahr. Deshalb möchten der Vorstand, der Beirat und die Geschäftsführung sich bei Ihnen für Ihre Begleitung im Jahr 2005 ganz herzlich bedanken, Ihnen erholsame Weihnachtstage im Kreise Ihrer Angehörigen und Freunde und ein glückliches Neues Jahr 2006 wünschen. Wir verabschieden uns von Ihnen bis zum 9. Januar 2006
Klavier und Kammermusikkonzert

Heinrich Heine

Samstag, 03. Dezember 2005, 17.00 Uhr

„Musik der Heine-Zeit“

Klavier und Kammermusikkonzert
zum 150. Todestag von Heinrich Heine

Im Rahmen des Musikprojektes von Alla Blatow:
Junge Musiker im Lew Kopelew Forum
In Zusammenarbeit mit dem Steinway-Haus Düsseldorf und der Anton-Rubinstein-Akademie

Einleitende Worte zu Heinrich Heine
und zur Musik der Heine-Zeit:
Irina Schneider

Schüler von Alla Blatow:
Jakob Pinkus, Antonis Stoisoglou, Damira Schumacher, Igor Kirillov und Julian Gorus
spielen
F. Mendelssohn Bartholdy, R. Schumann,
F.Chopin und F. Liszt.

UKB: 5,- € /2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder
und Inhaber des Mobilitätspasses

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Das politische Gespräch
im Forum
Dienstag, 13. Dezember, 19.00 Uhr

Menschenrechtsarbeit unter den Bedingungen
der gelenkten Demokratie –
Blick aus einer russischen Region

Gespräch mit Andrej Blinuschow,
dem Vorsitzenden von «Memorial» in Rjasan

Moderation: Dr. Elisabeth Weber, eh. Referentin für Polen und Russland in der Bundestagsfraktion der Grünen.
Übersetzung: Bernhard Clasen, Arbeitsgruppe „Karabach-Konflikt“.

Die Informationen aus Russland über die Entwicklung von Demokratie und Menschenrechten verheißen in den letzten Monaten wenig Gutes. Der Spielraum für die politische Opposition scheint kleiner zu werden; einschneidende Änderungen des Wahlrechts erschweren die Entwicklung einer pluralistischen Demokratie. Vielfältigen Bemühungen, eine Bürgergesellschaft „von unten“ aufzubauen steht die Einrichtung einer „Gesellschaftskammer“ gegenüber. Die Menschenrechtslage in Tschetschenien verbessert sich nicht; die Probleme weiten sich augenscheinlich auf den gesamten Nordkaukasus aus.

Welche Spielräume gibt es unter diesen Vorzeichen für eine wirksame Menschenrechtsarbeit in Russland? Wie kann Opfern von Menschenrechtsverletzungen wirksam geholfen werden? Wie haben sich die Spielräume für unabhängige Menschenrechtsorganisationen in den letzten Jahren entwickelt? Welche Perspektiven bieten sich im Rahmen internationaler Kooperationen?

Andrej Blinuschow ist Chefredakteur der russischen historischen und menschenrechtlichen Zeitschrift «Karta», deren Gründung vom polnischen Zentrum Karta angeregt wurde, und Redakteur des größten russischen Internet-Portals zu Menschenrechten «Human Rights Online» (www.hro.org). Im April 2005 wurde Andrej Blinuschow für seinen Beitrag bei der Aufdeckung und Dokumentation der Wahrheit über die politischen Repressionen gegenüber dem polnischen Volk mit dem Ritterkreuz der Republik Polen ausgezeichnet.

UKB: 5,- € /2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder
und Inhaber des Mobilitätspasses

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Buchpräsentation Freitag, 16. Dezember, 19.00 Uhr

mit sibirischem Tee, sibirischen Plätzchen und Zedernnüssen

Tatiana Kuschtewskaja
Meine sibirische Flickendecke.
Dokumentarischer Roman, Grupello-Verlag 2004

Moderation: Dieter Karrenberg

Tatiana Kuschtewskaja kennt Sibirien, wo sie zehn Jahre ihres Lebens verbrachte, und seine Menschen, fast wie ihre Westentasche. Und sie weiß eine Fülle von Geschichten zu erzählen – vom rätselhaften Geruchssinn des Lachses, der von dem Geruch jenes Flüsschens geleitet wird, in dem er geboren wurde; vom Schamanen, der den Fischern das Wetter zuverlässiger vorauszusagen weiß als die Meteorologen, und besonders die Geschichte von der Flickendecke der Großmutter Anna...

Tatjana Kuschtewskaja, geb. in der Turkmenischen SSR in der Wüstenoase Dargan-Ata, Jugend in der Ukraine. Seit 1991 in Deutschland. Musikpädagogin, freie Journalistin, Drehbuchautorin.

Veröffentlichungen in deutscher Sprache: „Ich lebte tausend Leben“, 1997; „Russische Szenen“, 1999; „Mein geheimes Russland“, 2000; „Transsibirische Eisenbahn“, 2002; „Die Poesie der russischen Küche. Kulinarische Streifzüge durch die russische Literatur“ 2004.

UKB: 5,- € /2,5 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder
und Inhaber des Mobilitätspasses

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Ausstellungseröffnung

Maria Leonene-Kopelew, Lews Blick aus dem Fenster, 
Aquarell, 1996

Montag, 19. Dezember 2005, 19.30 Uhr

Neueste Zeichnungen und Aquarelle von
Maria Leonene- Kopelew

Überraschungen für Freunde der zarten, stimmungsvollen Bilder von Maria Leonene-Kopelew!

Maria Leonene-Kopelew, geb. 1932 in Berlin; 1936 Übersiedlung nach Moskau; Studium der Architektur in Moskau; Tätigkeit als Architektin; 1970-1973 Lehrtätigkeit als Grafiklehrerin an der Grafik-Fakultät der Hochschule für Pädagogik, 1991 Übersiedlung nach Australien und 1994 nach Köln; in zweiter Ehe verheiratet mit Lew Kopelew.

Eintritt frei

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