„Toleranz, Moral, Menschlichkeit –

die Ideale und Träume  der deutschen und russischen

Aufklärer sind keine wirklichkeitsfremden Utopien.


Sie sind Wegweiser für unsere Gegenwart und Zukunft."


Lew Kopelew





Unsere nächste Veranstaltung

Freitag, 20. Januar 2017, 19.00 Uhr

Finissage und Filmvorführung


Finissage der Ausstellung


Die zweite Besatzung

Die NKWD-Razzia von Augustów

Juli 1945


und eine Filmdokumentation zum Thema


Der antikommunistische und antisowjetische Widerstand nach dem Zweiten Weltkrieg in Osteuropa

Kooperation: Polnisches Institut Düsseldorf, IPN/Institut für Nationales Gedenken, Außenstelle Białystok, Lew Kopelew Forum e.V.

Doku-Drama


Die Razzia


(Originaltitel „Obława“) und Gespräch

Polen, Juli 2015, 52 Min., OmdtU; Buch und Regie: Beata Hyży-Czołpińska Kamera: Krzysztof Więckowski

Produzent: TV Belsat für das Institut für Nationales Gedenken

Preise: Sonderpreis des Vorsitzenden des TVP (Öffentliches Polnisches Fernsehen) Juli 2015




Grand Prix des Polnischen Instituts für Nationales Gedenken 2016; Preis des Polnischen Journalistenverbandes 2016)

Das polnische Filmplakat zum Film „Razzia“, polnischer Originaltitel: „Obława“


Die preisgekrönte Filmdokumentation zeigt das Drama der NKWD-Razzia von Augustów im Juli 1945 (auch bekannt als das sog. "kleine Katyn") anhand der Gespräche mit Hinterbliebenen und schildert langjährige mühsame Bemühungen, das Schicksal der 592 Vermissten aufzuklären. Verhaftet wurden mehrere tausend Frauen, Männer, Minderjährige, oft einige Mitglieder einer Familie, 592 Personen kamen nie zurück. Ihre Gräber befinden sich höchstwahrscheinlich im Grenzgebiet von Belarus.

Im Gespräch

Beata Hyży-Czołpińska, Regisseurin und
Łukasz Lubicz-Łapiński, Autor der Ausstellung „Die zweite Besatzung. Die NKWD-Razzia von Augustów. Juli 1945“, Institut für Nationales Gedenken (IPN) Białystok

Zur Ausstellung:

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 wurden zwar auch die osteuropäischen Länder von der deutschen Besatzung befreit. Aber mit der Besetzung durch die Rote Armee begann dort die Herrschaft des kommunistischen und sowjetischen Regimes. Die neuen aufgezwungenen Regierungen wurden militärisch noch bis Anfang der 60er Jahre (wie in Polen von der noch tätigen Heimatarme) bekämpft. Diese historische Zeit ist in Westeuropa sehr wenig bekannt.

Im Juli 1945 führten die Einheiten der Roten Armee unter Mithilfe der ihr unterstehenden kommunistischen polnischen Armee, der Funktionäre, Konfidenten und Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes eine breit angelegte militärische Aktion in den Wäldern von Augustów im Osten Polens durch, die als „Razzia von Augustów“ (poln. „Obława Augustowska“) bekannt wurde. Die sowjetischen Einheiten durchkämmten die Wälder und Dörfer und verhafteten alle, die verdächtigt wurden, Kontakte zu den polnischen antikommunistischen Partisanen gehabt zu haben. Insgesamt wurden mehrere Tausend Personen verhaftet, über sechshundert von ihnen kamen nie zurück. Es ist wahrscheinlich, dass sich die Hinrichtungs- und Bestattungsorte nahe an der Grenze, auf der weißrussischen Seite befinden. Als sicher gilt, dass ihre Ermordung von den höchsten sowjetischen politischen Behörden gebilligt wurde. Die polnische Seite versucht seit vielen Jahren ihr Schicksal zu erforschen. Die präsentierte Ausstellung „Die zweite Besatzung. Die NKWD-Razzia von Augustów. Juli 1945“ des Instituts für das Nationale Gedenken (IPN) Abteilung Białystok stellt diese Bemühungen dar.

UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger


Ausstellung


Der antikommunistische und antisowjetische Widerstand nach dem Zweiten Weltkrieg in Osteuropa

Die zweite Besatzung

Die NKWD-Razzia von Augustów

Juli 1945


Dauer der Ausstellung: 6.12.2016 - 20.01.2017

Öffnungszeiten: di – do.: 12.00 -18.00, fr.: 12.00 – 17.00 Uhr; während der Veranstaltungen u. nach Vereinbarung

Kooperation: Polnisches Institut Düsseldorf, IPN/ Institut für Nationales Gedenken in Białystok,
Lew Kopelew Forum


Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 wurden zwar auch die osteuropäischen Länder von der deutschen Besatzung befreit. Aber mit der Besetzung durch die Rote Armee begann dort die Herrschaft des kommunistischen und sowjetischen Regimes. Die neuen aufgezwungenen Regierungen wurden militärisch noch bis Anfang der 1960er Jahre (wie in Polen von der noch tätigen Heimatarme) bekämpft. Diese historische Zeit ist in Westeuropa sehr wenig bekannt.

Im Juli 1945 führten die Einheiten der Roten Armee unter Mithilfe der ihr unterstehenden kommunistischen polnischen Armee, der Funktionäre, Konfidenten und Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes eine breit angelegte militärische Aktion in den Wäldern von Augustów im Osten Polens durch, die als „Razzia von Augustów“ (poln. „Obława Augustowska”) bekannt wurde. Die sowjetischen Einheiten durchkämmten die Wälder und Dörfer und verhafteten alle, die verdächtigt wurden, Kontakte zu den polnischen antikommunistischen Partisanen gehabt zu haben. Insgesamt wurden mehrere Tausend Personen verhaftet, über sechshundert von ihnen kamen nie zurück. Es ist wahrscheinlich, dass sich die Hinrichtungs- und Bestattungsorte nahe an der Grenze, auf der weißrussischen Seite befinden. Als sicher gilt, dass ihre Ermordung von den höchsten sowjetischen politischen Behörden gebilligt wurde. Die polnische Seite versucht seit vielen Jahren ihr Schicksal zu erforschen. Die präsentierte Ausstellung „Die zweite Besatzung. Die NKWD-Razzia von Augustów. Juli 1945” des Instituts für das Nationale Gedenken (IPN) Abteilung Białystok stellt diese Bemühungen dar.


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