Aktuelle Veranstaltungen

Freitag, 20. Oktober 2017, 19.00 Uhr

„Kiewer Avantgarde“ damals und heute


Musikleben in der sowjetischen Ukraine und danach

Abend anlässlich des 80. Geburtstags des prominenten ukrainischen zeitgenössischen Komponisten

Valentin Silvestrov (*1937)

Gespräch mit dem Jubilar und Impulsreferat: Mariya Kautz, Musikwissenschaftlerin, Doktorandin der Uni Köln

Mit auf dem Podium: Valentin Sylvestrov

Musikalisch begleitet von: Inna Galatenko, Sopran; Oleg Bezborodko, Klavier





Eine Reihe anlässlich des Tages der Unabhängigkeit der Ukraine am 24. August


Am 24. 08.1991 erklärte das ukrainische Parlament, die Werchowna Rada, die Unabhängigkeit des Landes.

Am 1. Dezember folgte dann das Unabhängigkeitsreferendum, das laut der Erklärung notwendig war: 90,3 Prozent der Ukrainer stimmten damals für eine Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Bereits im Februar 1992 wurde der neu geschaffene Unabhängigkeitstag auf den 24. August gelegt.



Mit seiner Position als Komponist stand Valentin Silvestrov schon immer in der Opposition zu den herrschenden Systemen: nicht nur zum sozialistischen Realismus, sondern auch zur Hauptrichtung der Neuen Musik, auch während und nach dem Maidan. Gerade in der Zeit des Maidans hat er das Geschehen in der Öffentlichkeit intensiv kommentiert und sehr viel komponiert. 2016 wurde seine Kompositionsreihe „Maidan 2014“ uraufgeführt (https://www.youtube.com/watch?v=G5-3L7Ek0wA). Dies ist ein deutlicher Beleg dafür, dass Silvestrovs Musik wie Musik überhaupt einen Anteil am politischen Geschehen hat, was leider auf den kulturpolitischen Foren im Vergleich zu Literatur, Film, Fotographie oder Bildenden Kunst eher weniger beachtet wird.

Der Gruppe der mutigen Kreativen, die als Kiewer Avantgarde bezeichnet wird, gehörten mehrere Komponisten, Dirigenten, Musikwissenschaftler an, was im Vortrag anschaulich erläutert und dargestellt wird.

Die Silvestrov-Veranstaltungsreihe wird getragen vom Collegium Musicum der Universität zu Köln sowie von der Universität Witten Herdecke.

Andere Veranstaltungen zum Jubiläum:

18. und 19.10. in Köln: http://www.collmus.uni-koeln.de/konzerte.html

21.10. in Witten:

https://www.uni-wh.de/detailseiten/news/walentin-sylwestrow-6300/


UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger


Donnerstag, 26. Oktober 2017, 19.00 Uhr


Filmdokumentation und Gespräch


The Trial

The State of Russia vs. Oleg Sentsov

Estland/Polen/Tschechien 2017; Regie: Askold Kurow; 75 Min; Farbe, Russisch mit englischen Untertiteln

Mit:

Marieluise Beck, MdB a.D., Zentrum Liberale Moderne, Berlin

Natalia Kaplan, Cousine von Oleg Sentsow

Moderation: Thomas Roth, Vorsitzender des Lew Kopelew Forums, eh. Moderator der Tagesthemen



Eine Reihe anlässlich des Tages der Unabhängigkeit der Ukraine am 24. August

Am 24.08.1991 erklärte das ukrainische Parlament, die Werchowna Rada, die Unabhängigkeit des Landes.

Am 1. Dezember folgte dann das Unabhängigkeitsreferendum, das laut der Erklärung notwendig war: 90,3 Prozent der Ukrainer stimmten damals für eine Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Bereits im Februar 1992 wurde der neu geschaffene Unabhängigkeitstag auf den 24. August gelegt.


Die Dokumentation „The Trial: The State of Russia vs Oleg Sentsov“ widmet sich dem Gerichtsprozess gegen den ukrainischen Regisseur Oleg Sentsow. Der renommierte Filmemacher wurde 2015 in einem unfairen Verfahren von einem russischen Militärgericht zu 20 Jahren Haft verurteilt.

Während der Revolution auf dem Maidan und der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim nimmt der 39-jährige an den friedlichen Protesten für eine unabhängige Ukraine und gegen die russische Besatzung teil. Im Mai 2014 wird der ukrainische Staatsbürger vom russischen Geheimdienst auf der Krim festgenommen und nach Russland verschleppt. Dort wird er angeblicher „Bildung einer terroristischen Vereinigung“ angeklagt. Die Anklage stützt sich auf Aussagen, die unter Folter erpresst wurden. Sentsow, der die Vorwürfe stets bestreitet, gibt vor Gericht an, misshandelt und gefoltert worden zu sein. Der Prozess endet dennoch wie vorbestimmt.

Der Fall von Oleg Sentsow löste internationale Proteste aus. Regisseure wie Pedro Almodóvar, Agnieszka Holland, Ken Loach und Wim Wenders setzten sich für den verfolgten Kollegen ein.

Die Dokumentation „The Trial: The State of Russia vs Oleg Sentsov“ ergründet seine Geschichte. Der Film von Regisseur Askold Kurow feierte seine Weltpremiere 2017 auf der Berlinale.

„Anfangs bin ich mit meiner Kamera einfach nur als Olegs Freund zur Verhandlung gegangen. Dann, je länger wir drehten, begriff ich: Wir alle sind vollkommen machtlos. Denn dies ist ein Schauprozess.“(Askold Kurow /Regisseur)

Regisseur Askold Kurow, geb. 1974 in Usbekistan, lebt seit 1991 in Russland. Nach dem Studium der Philologie, Theologie und Theaterwissenschaft nahm er ein Dokumentarfilmstudium auf. 2010 machte er seinen Abschluss an der Moskauer Marina-Razbezhkina-Filmhochschule. Er war einer der Regisseure der preisgekrönten Dokumentation „Winter, Go Away!“ von 2012. Seine nächsten Filme „Leninland“ und „Children 404“ wurden ebenfalls von der Kritik gelobt und auf verschiedenen Festivals gezeigt. Darin thematisiert er Menschenrechtsprobleme und soziale Konflikte im heutigen Russland.

Marieluise Beck, MdB a.D., Staatssekretärin a.D., Direktorin Mittel-/Osteuropa des Zentrums Liberale Moderne, Mitglied im Vorstand des Petersburger Dialog e.V., bis zur Bundestagswahl 2017 Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für Osteuropapolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sowie Obfrau ihrer Fraktion im Auswärtigen Ausschuss, 2015-2016 Berichterstatterin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates für die Menschenrechtslage auf den ukrainischen Gebieten außerhalb der Regierungskontrolle.


Kooperationsveranstaltung von Lew Kopelew Forum, Zentrum Liberale Moderne (Programm „Ukraine verstehen“) mit finanzieller Unterstützung der Internationalen Renaissance Foundation

UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger



Dienstag, 07. November 2017, 19.30 Uhr


Lesung mit Ljudmila Ulitzkaja im LITERATURHAUS Köln
Großer Griechenmarkt 39, 50676 Köln


Ljudmila Ulitzkaja

Jakobsleiter


Carl Hanser Verlag, August 2017

Übersetzung aus dem Russischen von Ganna-Maria Braungardt

Eine gemeinsame Veranstaltung des Literaturhauses Köln und des Lew Kopelew Forum

Es ist eine Geschichte der Familie Ossetzki, die zur Hälfte jüdische Wurzeln hat. Viele der äußerst dramatischen Ereignisse, die Ljudmila Ulitzkaja in ihrem neuen Roman schildert, beruhen auf ihrer eigenen, bewegten Familiengeschichte. Man hat es zum Teil mit einem autobiografischen Roman zu tun. Die Autorin streut Briefe in den Text ein, die von ihren Großeltern stammen. Sie entdeckte diese rund 500 Briefe im Nachlass ihrer Großmutter, mit der sie sich wegen politischer Differenzen so heftig zerstritt, dass sie über viele Jahre den Kontakt zu ihr abbrach. Lange zögerte sie die Lektüre der Botschaften hinaus, weil sie fürchtete, unangenehme Dinge über ihre Angehörigen zu erfahren.

„Die Wahrheit über sich selbst, über die eigene Familie, die eigenen Zeitgenossen und Vorfahren ist manchmal schwer zu ertragen. Man möchte dieses Wissen aus dem Gedächtnis streichen, möchte bewusst darauf verzichten, um sich die Gegenwart nicht zu verdüstern. Auch ich bin solchem 'unbequemen' Wissen lange ausgewichen.“ Ludmila Ulitzkaja

Familiengeschichte und Panorama des 20. Jahrhunderts – so wurde noch nie über die Gesellschaft Russlands geschrieben.


Tickets unter https://offticket.de/veranstaltungen/literaturhaus-koeln/2017-11-07-1930-ljudmila-ulitzkaja-auf-der-leiter-der-erkenntnis


Eintritt: 9,00 €/7,00 € | Mitglieder: 5,00 €


Donnerstag, 09. November 2017, 19.00 Uhr


Buchvorstellung und Gespräch mit dem Autor


Manfred Quiring


Putins russische Welt

Wie der Kreml Europa spaltet


Verlag Ch. Links Berlin, März 2017

Moderation: Robert Baag, freier Journalist

Der Russlandexperte Manfred Quiring unterzieht das Regime Putin einer radikalen Kritik. Er untersucht die Strukturen des autokratischen Systems und stellt die bisher kaum behandelte Verquickung der russischen Eliten aus Geheimdienst und Militär mit kriminellen Gruppen dar. Zugleich geht er auf das Konzept der „russischen Welt“ ein und beschreibt deren nationalistische Vordenker. Quiring analysiert, wie der Kreml versucht, Europa zu spalten und dabei Mittel der hybriden Kriegsführung einsetzt, bis hin zu verdeckten Cyberattacken. Dabei bezieht er die Urteile deutscher und internationaler Russlandexperten ein.

Pressestimmen: Manfred Quiring gelingt das Kunststück, die Facetten der heutigen russischen Realität so fesselnd zu beschreiben, dass der Leser sie elektrisiert in ihrem großen und historischen Zusammenhang begreift. Olaf Kühl, Kulturaustausch

UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger


Sonntag, 12. November 2017, 10.15 – 16.00 Uhr


2. Deutsch-Bulgarischer Geschichtstag 2017 - Ganztagsveranstaltung



10 Jahre EU-Mitgliedschaft Bulgariens – Stand der Geschichtsaufarbeitung

Mit der Veranstaltung Deutsch-Bulgarischer Geschichtstag am 12. November 2017 im Lew Kopelew Forum in Köln soll zum 10. Jahrestag des EU-Beitritts Bulgariens über den aktuellen Stand der Geschichtsaufarbeitung der Zeit des Kommunismus in Bulgariens, informiert werden.

Zum diesjährigen Deutsch-Bulgarischen Geschichtstag lädt als Gastgeber der bulgarische Verein Buditeli e.V., der zu den aktivsten bulgarischen Vereinen in Deutschland gehört, nach Köln ein.

Gemeinsam mit Fachreferenten aus der Geschichtsaufarbeitung, den Geschichts- und Migrationsvereinen und an Bulgarien interessierten BürgerInnen wird ein Forum geboten, um sich über die aktuellen deutsch-bulgarischen Projekte der Geschichtsaufarbeitung zu informieren.

Die Veranstaltung soll einen Beitrag zur Einheit Europas und zur Bewältigung der gemeinsamen Zukunftsaufgaben von Deutschland und Bulgarien leisten.

11:15 Uhr Einführungsreferat:

Rayna Breuer (Journalistin, DW): „Gibt es eine Protestkultur in Bulgarien? Was ist aus den Protesten 2013 geworden?“

Weitere Mitwirkende: Bozhidar Evdokimov (Verein „Buditeli“); Andrey Kovatchev (MdEP); Werner Jostmeier (MdL a.D. NRW), Honorarkonsul Republik Bulgarien in NRW), Tobias Flessenkemper (Südosteuropa- Gesellschaft), Ahmet Edis (Integrationsrat Köln), Sandra Vacca (DOMid-Migrationsmuseum Köln), Diana Ivanova (Bulgarischer und DDR-Staatssicherheitsdienst im Film), Thomas Frahm (Schriftsteller, Übersetzer), Dimiter Kenarov (“Bulgarian journalism from Georgi Markov up to now”), Dessislava Berndt Online-Plattform „Public Republic“;

Musikalischer Auftritt Ulf Georgiew (Kaba-Gaida)

Detailliertes Programm hier

Eintritt frei, Spenden erbeten


Dienstag, 14. November 2017, 19.00 Uhr


100 Jahre Roter Oktober

Ereignis und Erinnerung


100 Jahre Roter Oktober

Ereignis und Erinnerung

Es referieren und diskutieren


Dr. Diana Siebert und

Prof. Dr. Gerhard Simon

Moderation: Robert Baag, freier Journalist, Köln


Vor 100 Jahren besetzte das bolschewistisch beherrschte Revolutionäre Kriegskomitee des Petrograder Sowjets (Rat) die Schaltstellen der Stadt (heute wieder: Sankt Petersburg) und verhaftete die Provisorische Regierung des Russischen Reiches.
Die neu ausgerufene Sowjetregierung unter Lenin und Trotzki verabschiedete in großer Geschwindigkeit Dekrete über den Frieden, den Grund und Boden, die Nationalitäten und die Religionsfragen. Wurden diese auch durchgeführt? Wie breit war die Machtbasis in der russischen Provinz und in Polen, Finnland, der Ukraine und der Belarus? Wie konnten die Bolschewiki sich gegen die gegnerischen militärischen und politischen Kräfte durchsetzen?

Während der putschartigen Machtübernahme am 25. Oktober / 7. November 1917 fuhren wie gewöhnlich die Straßenbahnen, die Geschäfte und Kinos hatten geöffnet. War das die Große (?) Sozialistische (?) Oktober (?) -Revolution (?), wie es Generationen von Sowjetbürgern eingetrichtert wurde? Und wie wird es heute gesehen?

Die Geschichtspolitik hat unglaubliche Kehrtwendungen vollzogen. Für die Sieger war der Rote Oktober das „größte Ereignis der Weltgeschichte“. In Putins Russland dagegen wird die Oktoberrevolution nicht mehr gefeiert und ist sogar negativ besetzt. Denn in der heutigen offiziellen Erzählung ist die Geschichte Russlands eine ununterbrochene Folge von Siegen für ein großes einheitliches Vaterland. Revolution, Bürgerkrieg und Lenin passen nicht in dieses Bild. Lenin gilt – obwohl die Lenindenkmäler noch stehen - als der Zerstörer des „großen, unteilbaren einheitlichen Zarenreiches“. Er wird wegen der Schaffung der nationalen Sowjetrepubliken (insbesondere der Ukraine) auch für den Untergang der Sowjetunion - die „größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts“ (Putin) - verantwortlich gemacht. So ist an die Stelle der kommunistischen Fiktion eine imperial-nostalgische getreten. Zukunftsfähig für ein modernes Russland ist auch sie nicht.

UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger


Samstag, 25.11.2017, 17.00 Uhr


Podiumsgespräch mit den Preisträgern des


Lew Kopelew Preises für Frieden und Menschenrechte 2017

Can Dündar
türkischer Journalist

Lew Gudkow
russischer Soziologe

Moderation: Thomas Roth, Vorsitzender des Lew Kopelew Forum

Veranstaltung in russischer und türkischer Sprache mit deutscher Übersetzung

Genauere Informationen folgen rechtzeitig

UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger


Sonntag, 26. November, 11.00 Uhr


Verleihung des Lew-Kopelew-Preises für Frieden und Menschenrechte 2017 an

Can Dündar und


Lew Gudkow

in der Kassenhalle der Kreissparkasse Köln, Neumarkt 18

Begrüßung: Alexander Wüerst, Vorsitzender des Vorstandes der Kreissparkasse Köln

Preisbegründung: Thomas Roth, Vorsitzender des Lew Kopelews Forum

Festrede: Joachim Gauck, Bundespräsident der Bundesrepublik a.D.

Geschlossene Veranstaltung mit gesonderter Einladung




In einer Zeit, in der Autokraten und Populisten die Werte einer freien und offenen Gesellschaft bedrohen, erfordert es besonders viel Mut, für die Werte einer unabhängigen Wissenschaft, für kritischen Journalismus und Pressefreiheit einzustehen.

Das Lew Kopelew Forum zeichnet 2017 zwei Persönlichkeiten aus, die sich ganz im Sinne Lew Kopelews für diese Werte voller Mut und ohne Furcht vor den zu befürchtenden Repressionen eingesetzt und so hohe Verdienste erworben haben.

Der russische Soziologe Lew Gudkow und der türkische Journalist Can Dündar haben gezeigt, dass sie sich und ihre Arbeit nicht in den Dienst von autokratischen Machtinteressen stellen lassen. Sie bestehen auf Unabhängigkeit und Wahrhaftigkeit von Wissenschaft und Pressefreiheit, ohne die eine offene Gesellschaft nicht leben kann.

Can Dündar wurde dafür als Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ in Gefängnishaft genommen. Er ist mittlerweile gezwungen im Exil zu leben.

Lew Gudkow leitet das unabhängige Meinungsforschungsinstitut „Lewada-Zentrum“ in Moskau. Er kämpft mutig und unbeirrt gegen die staatlich verordnete diskriminierende Bezeichnung des wissenschaftlichen Instituts als „ausländischer Agent“.

Mit dieser Preisverleihung erklärt sich das Lew Kopelew Forum zugleich solidarisch mit all jenen, die in ihren Ländern für diese Werte kämpfen


Donnerstag, 30. November 2017, 19.00 Uhr


Buchvorstellung und Podiumsgespräch mit dem Autor


Andreas Kappeler


Ungleiche Brüder

Russen und Ukrainer

vom Mittelalter bis zur Gegenwart


C.H. Beck Taschenbuch 2017

sowie

Prof. Dr. Maike Lehmann,
Osteuropahistorikerin, Köln

Prof. Dr. Gerhard Simon
Osteuropahistoriker, Köln

Moderation: Prof. Dr. Alexander Wöll
Präsident der Viadrina Frankfurt/Oder, Deutsche Assoziation der Ukrainisten

Russen und Ukrainer bezeichnen sich seit Jahrhunderten als Brudervölker, wobei sich die Russen in der Rolle des großen Bruders sehen. Dieses Buch erzählt die Geschichte der ungleichen Brüder als Wechselspiel von Verflechtungen und Entflechtungen. Seit dem 18. Jahrhundert zeigte sich im Verhältnis dieser eng miteinander verbundenen Völker zunehmend eine Asymmetrie. Sie gipfelte darin, dass Russland im 19. Jahrhundert die „Kleinrussen“, wie die Ukrainer damals offiziell hießen, nicht als eigenständige Nation mit einer von Russland getrennten Geschichte anerkannte. Diese Sicht hat sich in Russland bis heute erhalten und ist auch im Westen verbreitet.

Die russische Annexion der Krim und die darauffolgende Besetzung der Industrieregion im Südosten der Ukraine durch von Russland gesteuerte Milizen im Frühjahr 2014 haben einen militärischen Konflikt zwischen diesen Staaten ausgelöst, der bis heute andauert.

Prof. em. Dr. Andreas Kappeler, Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Wien, war 1982-1998 Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität zu Köln, er ist Mitglied der Österreichischen und der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften.

Die Deutsche Assoziation der Ukrainisten ist eine unabhängige Organisation von Wissenschaftlern sowie an der Ukraine interessierter Personen. Sie dient vor allem dem Ausbau wissenschaftlicher Beziehungen zwischen Deutschland und der Ukraine sowie der Förderung ukrainistischer Studien. Die DAU ist Mitglied diverser ukrainewissenschaftlicher Netzwerke wie der Internationalen Assoziation der Ukrainisten.

Eine gemeinsame Veranstaltung des LKF und der DAU

Im Anschluss findet ein kleiner Empfang statt

Eintritt frei. Spenden sind willkommen

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine verbindliche Anmeldung unter der Email: gilgen@ukrainistik.de bis zum 24.11.2017 erforderlich.

Kontakt

Lew Kopelew Forum
Neumarkt 18a
50667 Köln


Tel. (0221) 2 57 67 67
Fax. (0221) 2 57 67 68
info@c0e163e7115d4d64b7721698f7a815fckopelew-forum.de  

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