Aktuelle Veranstaltungen



Sommerpause im Lew Kopelew Forum


Die Sommerpause im Lew Kopelew Forum wird vom 31. Juli bis zum 31. August 2017 dauern.


Der Vorstand, der Beirat und die Geschäftsführerin wünschen Ihnen eine erholsame und vor allem sonnige Sommerzeit!


Wir freuen uns darauf, Sie nach der Sommerpause wieder bei uns begrüßen zu können.



Montag, 11. September 2017, 19.00 Uhr


Russlanddeutsche vor der Wahl
Podiumsgespräch zur Bundestagswahl 2017

Der sogenannte „Fall Lisa“ brachte Anfang 2016 Hunderte russischsprachige Migranten auf die Straße. Durch diesen Zwischenfall wurde der deutschen Öffentlichkeit zum ersten Mal die aggressive russische Desinformationspolitik bewusst. Gleichzeit entdeckte die AfD, durch die Politik um die Flüchtlingskrise erstarkt, die Russlanddeutschen als Zielgruppe. Beide Entwicklungen änderten das zuvor als vorbildlich geltende Integrationsimage der Russlanddeutschen in der deutschen Öffentlichkeit. Inzwischen haben fast alle Parteien das Wahlpotenzial der Migranten aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion für sich entdeckt. Russischsprachige Politiker werden in vielen Parteien aufgestellt, gruppenspezifische Wahlversprechen gemacht. Auch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) widmete diesem Thema eine große Fachtagung und Publikationen, wie z.B. www.bpb.de/russlanddeutsche.


Was erwarten die „Russlanddeutschen“ von der Bundestagswahl – und was hat deren öffentliches Image mit der Realität zu tun? Darüber diskutieren:

Katharina Heinrich, Osteuropahistorikerin, Journalistin, LKF-Beirat
Felix Riefer, Politologe, Doktorand an der Universität zu Köln, LKF-Beirat
Medina Schubert, Kreisvorstand der CDU in Hellersdorf-Marzahn, Berlin
Jurij Sargelis, Politologe, Bundesverband russischsprachiger Eltern e.V.


Moderation: Georg Restle
Journalist, Leiter und Moderator des Politmagazins MONITOR im Ersten Deutschen Fernsehen, LKF-Beirat

UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger



Mittwoch, 20. September 2017, 19.00 Uhr


Buchvorstellung


Ekaterina Makhotina


Erinnerungen an den Krieg –

Krieg der Erinnerungen
Litauen und der Zweite Weltkrieg


Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2016

Moderation: Prof. Dr. Martin Aust,
Professor für die Geschichte und Kultur Osteuropas an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg in Litauen ist vielfältig und konfliktgeladen. Die offizielle Erinnerungskultur während der Sowjetzeit, wie sie in Museen und Gedenkstätten ihren Ausdruck fand, prägte die Diskurse des Erinnerns und des Vergessens nachhaltig. Nach dem Ende der Sowjetmacht bekam die Erinnerungslandschaft in Litauen viele neue Facetten und Funktionen, die „Erinnerung“ an den Krieg und an den Holocaust wurde zum Gegenstand der antikommunistischen, nationalorientierten Geschichtspolitik. Dieser Prozess der Aushandlung der Geschichtsrepräsentation ist noch nicht abgeschlossen. Das jüngst erschienene Buch von Ekaterina Makhotina nimmt die Geschichte und den Jetzt-Zustand der Erinnerungskultur eines osteuropäischen EU-Staates in den Blick und zeigt sowohl die Vielfalt der Akteure und Erinnerungspraktiken als auch die Prozesse der Nationalisierung und der Europäisierung der offiziellen Geschichtsdarstellung auf.


Dr. Ekaterina Makhotina ist wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für osteuropäische Geschichte der Universität Bonn. Seit 2007 forscht sie zu Erinnerungskulturen im östlichen Europa, u.a. zur Erinnerung an den Stalinismus und den Nationalsozialismus in Litauen und in Russland sowie zu sozialen Praktiken des Kriegsgedenkens. Dazu hat sie eine Reihe von Publikationen auf Deutsch, Englisch und Russisch. Sie ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Stiftung „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“. 


UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger



Donnerstag, 28. September 2017, 19.00 Uhr


Ein berührender, authentischer Erlebnisbericht aus Kiew 2013/14


Charis Haska
Nachts zittert das Haus

Erlebnisse am Maidan 2013/14


Manuela Kinzel Verlag, Göppingen/Dessau 2014

Gespräch mit der Autorin:

Dr. Vera Ammer, LKF-Beirat, Vorstandsmitglied Memorial International

Vera Ammer: „Ihre Facebook-Posts habe ich während und nach der Majdan-Zeit täglich mit Spannung erwartet“.
Charis Haska wurde 1967 in Bayreuth geboren. Nach ihrer Ausbildung und Tätigkeit als Altenpflegerin studierte sie Evangelische Theologie. Als Pfarr- und Familienfrau lebt sie heute an der Seite ihres Mannes Ralf mit ihren drei Kindern in den neuen Bundesländern. Sie und Ihr Mann, Pfarrer Ralf Haska von der evangelischen Gemeinde St. Katharina in Kiew, verfolgten monatelang die Proteste in der Ukraine: Vier Jahre lebte Familie Haska bereits wenige Minuten vom Maidan entfernt, als im November 2013 dort die friedlichen Demonstrationen begannen. Mit seinen Kindern wird das Ehepaar zu Augenzeugen einer Revolution. Sie erleben mit, wie ein friedliches Volk in einen bedrohlichen Krieg gedrängt wird.


Ralf Haska sorgte dafür, dass seine Kirche während der Protesttage für alle offen war. Polizisten kamen ebenso herein wie Demonstranten, um sich ein wenig aufzuwärmen. Es gab warme Getränke, Essen und als die Zahl der Verletzten immer größer wurde, richtete Haska in der Kirche ein geheimes Lazarett mit freiwilligen Ärzten und Pflegern ein.


Charis Haska in der Danksagung:  „Von Herzen dankbar bin ich all denen, die die Ukrainer und uns in dieser Zeit durch ihre Gebete mitgetragen haben, all den Ukrainern, die mich freimütig an ihren Erlebnissen, und ihrer Beunruhigung haben teilnehmen lassen, […], all denen, die bereit sind, sich auf die Lektüre dieser schweren Kapitel der europäischen Geschichte einzulassen.“


Seite 9: „Sieht man heute bei mir auf FB nach, so fehlen viele [der] Einträge. Was ich im Dezember und Januar geschrieben habe, ist von Hackern zum großen Teil entfernt worden. Weshalb, darüber haben wir lange Zeit gerätselt. Erst im Nachhinein wurde es uns deutlich, dass bewusst Passagen und Videoaufnahmen entfernt wurden, die den friedlichen Charakter der Demonstrationen dokumentierten. Mit einem solchen Phänomen habe ich nicht gerechnet.“


UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger


Kontakt

Lew Kopelew Forum
Neumarkt 18a
50667 Köln


Tel. (0221) 2 57 67 67
Fax. (0221) 2 57 67 68
info@19520b61343b48d79eb67e634ba92ff7kopelew-forum.de  

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