Aktuelle Veranstaltungen

Freitag, 08. Juli 2016, 19.00 Uhr

Korrespondenten vor Ort berichten


2 Jahre Kiew Post-Maidan


Ernüchterung in Kiew

Der Journalist Frank Hofmann (44) hat in den vergangenen zwei Jahren in Kiew das jüngste Außenstudio der Deutschen Welle aufgebaut und geleitet. Von dort berichtet die Deutsche Welle auf Deutsch, Englisch, Ukrainisch und Russisch für Fernsehen und Online.

Zum Schluss seiner Korrespondentenzeit zieht Frank Hofmann dieses Fazit:

Die Enttäuschung in der Zivilgesellschaft der Ukraine ist groß: Mit der Regierungsumbildung und dem Ende des Kabinetts Jazenjuk soll sich das alte Establishment gegen engagierte Reformer behauptet haben. Präsident Petro Poroschenko hat einen Vertrauten ohne Jura-Studium zum neuen Generalstaatsanwalt gemacht, der von sich selbst sagt, er habe das dafür Notwendige „im Gefängnis gelernt“. Wer in post-sowjetischen Staaten den Generalstaatsanwalt kontrolliert, hat die Justiz im Griff. Hat der Krieg in der Ost-Ukraine, die Annexion der Krim, der Druck aus Moskau schließlich das durch die Maidan-Revolution ins Wanken geratene System aus Korruption und Nepotismus in der Ukraine erneut stabilisiert?

Über diese ernüchternde Bilanz spricht Fritz Pleitgen mit Frank Hofmann

UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger


Dienstag, 12. Juli 2016, 19:00 Uhr

Buchvorstellung und Gespräch mit dem Autor

Jan Eckel


Die Ambivalenz des Guten Menschenrechte in der internationalen Politik seit den 1940ern


Vandenhoeck & Ruprecht, 2015

Moderation: Maria Birger, LKF-Beirat, Historikerin


Menschenrechte erlangten im 20. Jahrhundert eine globale Ausstrahlung und verwandelten sich in eine umkämpfte Arena des politischen Konflikts. Unzählige Gruppen und Staaten beriefen sich auf sie, um anderen zu helfen, sich selbst zu schützen oder ihre politischen Ziele zu rechtfertigen.


Das machte sie zu einer entscheidenden Sprache der internationalen Politik.


Erstmals wird in diesem Buch die Entwicklung der internationalen Menschenrechtspolitik seit den 1940er Jahren dargestellt. Unerlässlich für das historische Verständnis und für eine kompetente politische Diskussion, untersucht es empirisch die vielfältigen Projekte, die im Namen der Menschenrechte verfolgt wurden, die dramatischen Auseinandersetzungen, die sie auslösten, und die ambivalenten Folgen, die sie für die Geschichte des 20. Jahrhunderts hatten.


Das Buch untersucht die Menschenrechtssysteme der Vereinten Nationen, des Europarats und der Organisation Amerikanischer Staaten und analysiert die Bedeutung von Menschenrechten in der Dekolonisierung. Ein großes Gewicht legt es auf die neuen Aufbrüche der 1970er Jahre und deren Fortentwicklungen im folgenden Jahrzehnt: die Neuerfindung des westlichen Menschenrechtsaktivismus durch Amnesty International, die menschenrechtliche Außenpolitik westlicher Staaten, die internationalen Kampagnen gegen die Pinochet-Diktatur sowie die osteuropäische Dissidentenbewegung und den KSZE-Prozess.

PD Dr. Jan Eckel ist Akademischer Rat am Historischen Seminar der Universität Freiburg.


UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger

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