Aktuelle Veranstaltungen

Veranstaltungshinweis

Dienstag, 01. Juni 2016, 19:30 Uhr

Freies Werkstatttheater, Zugweg 10, 50677 Köln



Maidaner Tagebücher


Mit dem Ivan Franko National Drama Theater, Ukraine
Im Rahmen des internationalen Festivals N.E.T.T. "Neues Europa Theater Treffen"


Ukrainisch mit deutschen Übertiteln


Im November 2013 protestierten ukrainische Bürger auf dem Maidan, dem Platz der Unabhängigkeit in Kiew, gegen ihren Präsidenten Viktor Janukowitsch und dessen Regierung. Nach der Auflösung einer hauptsächlich studentischen Demonstration durch eine Spezialeinheit der Polizei unter massiver Gewaltanwendung weitete sich der Protest auf dem Maidan aus. Bis Mitte Februar 2014 dauerten die Proteste an, in deren Verlauf Präsident Janukowitsch schließlich abgesetzt wurde.


Die Autorin Natalia Voroschbyt und der Regisseur Andriy May führten im Rahmen der Euromaidan Proteste 2013 zahlreiche Interviews, die die Grundlage für dieses Dokumentartheaterstück bilden. Ob Einzelschicksale oder atmosphärische Schilderung, durch die unterschiedlichen Stimmen wird ein vielschichtiges Bild von den Ereignissen in Kiew erzeugt, das durch den dokumentarischen Stil und die Aktualität seines Themas einen offenen Blick auf die Proteste gewährt.


Vorstellungsdauer 95 Minuten. Keine Pause


Anschließend Publikumsgespräch


Video
https://www.youtube.com/watch?v=XmFNgg4sb6c

Montag, 06. Juni 2016, 20:00 Uhr


Reporter ohne Grenzen


© Blick

Reporter-ohne-Grenzen-Bericht

Ernüchterung nach dem Euromaidan


Über die Lage von Journalisten und Medien in der Ukraine berichtet


Gemma Pörzgen


Gemma Pörzgen hat für Reporter ohne Grenzen nach Recherchen (ROG) in der Ukraine einen Bericht über die Lage von Journalisten und Medien geschrieben und wird darüber referieren.





Der Bericht konzentriert sich auf das von der ukrainischen Regierung kontrollierte Gebiet, schildert die Medienoligarchie, den Bedeutungsverlust der Zeitungen und den schwierigen Umbau des Staatssenders zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk.


In der Ukraine wirken die Herausforderungen durch die Digitalisierung, die Wirtschaftskrise und der Krieg im Osten auf schwierige Weise zusammen. Bezahlte Inhalte, sogenannte „Jeansa“ sind leider in den Medien sehr verbreitet und es gibt zu wenig gute, multimediale Ausbildungswege für eine neue Generation von Journalisten. Das sind nur einige der Ergebnisse des ROG-Berichts, der von der Robert Bosch Stiftung gefördert wurde. 


Gemma Pörzgen ist freie Journalistin mit Osteuropa-Schwerpunkt in Berlin. Sie ist Mitgründerin der deutschen Sektion von Reporter ohne Grenzen und Vorstandsmitglied.
 
Moderation:
Elisabeth Weber, LKF-Beirat, und
Ingo Mannteufel, DW Bonn, Leiter der Hauptabteilung für Russland, Ukraine und die Türkei


UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger



Freitag, 10. Juni 2016, 19.00 Uhr


In memoriam Klaus Bednarz



Klaus Bednarz gehörte zu den bekanntesten und profiliertesten Journalisten Deutschlands. Als er am 14.04.2015 starb, waren sich seine journalistischen Kollegen einig: Seine beruflichen Leistungen gehören zum journalistischen Kanon. WDR-Chefredakteurin Sonia Seymour Mikich nannte Bednarz „einen Anker für alle, die sich für Menschenrechte, Freiheit und Gerechtigkeit einsetzen“. Focus Online bezeichnete ihn als „eine Journalistenlegende“ und den „Chronisten der deutschen Missstände“. Die Zeit lobte seine Objektivität und bezeichnete ihn als jemanden, „der sich der Wahrheit verpflichtet fühlte“ und für den nur „die Inhalte zählten“.


Klaus Bednarz, geboren 1942 in Berlin, war lange Zeit ARD-Korrespondent in Warschau und in Moskau und leitete fast zwei Jahrzehnte das Politmagazin „Monitor“. Mit neun Millionen Zuschauer gehörte die Sendung zu den meist gesehenen und einflussreichsten ihrer Zeit. Für seine Arbeit wurde Klaus Bednarz mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter zweimal mit dem Grimme-Preis. Er war Autor zahlreicher Bücher und Filme über Osteuropa. Mit Lew Kopelew, den Bednarz in Moskau kennenlernte und oft als seinen Lehrer bezeichnete, verband ihn fast eine zwanzigjährige Freundschaft. 1998 gehörte Bednarz zu den Gründungsmitgliedern des Lew Kopelew Forums und blieb bis zu seinem Tode Beiratsmitglied.


Am 10. Juni erinnern sich seine Arbeitskollegen und Freunde an diesen wunderbaren Menschen und an die gemeinsamen aktiv gelebten und spannenden Jahre im Osten und im Westen.

Moderation des Abends: Fritz Pleitgen

Eintritt frei
 
 
Dienstag, 14. Juni 2016, 19:30 Uhr


Literaturabend im Literaturhaus Köln,

Großer Griechenmarkt 39, 50676 Köln


© Alan Kaufmann / Suhrkamp Verlag

Julia Kissina


Éducation sentimentale

Eine gemeinsame Veranstaltung des Literaturhauses Köln und des Lew Kopelew Forums

Die Schriftstellerin, Fotografin und Aktionskünstlerin Julia Kissina gehörte in den 1980er Jahren zum Kreis der Moskauer Konzeptualisten um Vladimir Sorokin und Pawel Pepperstein. Ihr Debüt „Frühling auf dem Mond“ wurde 2013 begeistert aufgenommen. Nun legt sie ihren Roman „Elephantinas Moskauer Jahre“ (beide Suhrkamp) vor.


Darin folgt die junge Elephantina, von Sehnsucht nach dem freien Künstlerdasein gepackt, ihrem Idol in die Katakomben Moskaus. Der rotgesichtige Dichterguru Pomidor, Kopf der Avantgarde, hat sie die „neue Achmatowa“ genannt. Dichterabende in Studentenklubs mit Spitzeln in den hinteren Reihen, verbotene Kunstaktionen, die Begegnung mit Allen Ginsberg, eine Vorladung beim KGB – doch all das ist nur die Kulisse, vor der Elephantina sich nach Pomidor verzehrt. Eine éducation sentimentale in kräftigen Farben, voller Temperament und Gelächter.


Mit Julia Kissina spricht der Russlandkenner Uli Hufen. Den deutschen Text liest 

Edda Fischer.


Eintritt: 9,00 /7,00 € | Mitglieder: 5,00€


Tickets online bestellen: http://literaturhaus-koeln.de/event/education-sentimentale-julia-kissina/


Mittwoch, 15. Juni 2016, 19.00 Uhr


Buchvorstellung und Gespräch mit dem Autor


Jan Eckel


Die Ambivalenz des Guten Menschenrechte in der internationalen Politik seit den 1940ern


Vandenhoeck & Ruprecht, 2015

Moderation: Maria Birger, LKF-Beirat, Historikerin


Menschenrechte erlangten im 20. Jahrhundert eine globale Ausstrahlung und verwandelten sich in eine umkämpfte Arena des politischen Konflikts. Unzählige Gruppen und Staaten beriefen sich auf sie, um anderen zu helfen, sich selbst zu schützen oder ihre politischen Ziele zu rechtfertigen.


Das machte sie zu einer entscheidenden Sprache der internationalen Politik.


Erstmals wird in diesem Buch die Entwicklung der internationalen Menschenrechtspolitik seit den 1940er Jahren dargestellt. Unerlässlich für das historische Verständnis und für eine kompetente politische Diskussion, untersucht es empirisch die vielfältigen Projekte, die im Namen der Menschenrechte verfolgt wurden, die dramatischen Auseinandersetzungen, die sie auslösten, und die ambivalenten Folgen, die sie für die Geschichte des 20. Jahrhunderts hatten.


Das Buch untersucht die Menschenrechtssysteme der Vereinten Nationen, des Europarats und der Organisation Amerikanischer Staaten und analysiert die Bedeutung von Menschenrechten in der Dekolonisierung. Ein großes Gewicht legt es auf die neuen Aufbrüche der 1970er Jahre und deren Fortentwicklungen im folgenden Jahrzehnt: die Neuerfindung des westlichen Menschenrechtsaktivismus durch Amnesty International, die menschenrechtliche Außenpolitik westlicher Staaten, die internationalen Kampagnen gegen die Pinochet-Diktatur sowie die osteuropäische Dissidentenbewegung und den KSZE-Prozess.

PD Dr. Jan Eckel ist Akademischer Rat am Historischen Seminar der Universität Freiburg.


UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger


Donnerstag, 23. Juni 2016, 19:00 Uhr


Buchvorstellung und Gespräch

Michail Sygar


Endspiel

Die Metamorphosen des Wladimir Putin


Kippenheuer & Witsch, Köln, Oktober 2015

In Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung

Moderation: Maria Birger, Historikerin, LKF-Beirat und Felix Riefer, Politologe, LKF-Beirat


Veranstaltung in deutscher und russischer Sprache
Übersetzung: Nadja Simon




Wie konnte Wladimir Putin zum Paria der Weltgemeinschaft werden? Warum destabilisiert der russische Präsident die Ukraine, Europa und sein eigenes Land? Michail Sygar, intimer Kenner des Kremls und der Machteliten, erklärt in seinem glänzend geschriebenen Buch die Wandlung Putins vom Reformer zu dem Mann, den die Welt fürchtet.


Der im Jahr 2000 überraschend zum Präsidenten gewählte Wladimir Putin orientiert sich zunächst nach Westen, will in den Club der Staatenlenker wie Tony Blair, George W. Bush und Gerhard Schröder aufgenommen werden. Doch bald fühlt er sich betrogen, von der Nato-Osterweiterung, den angeblich vom Westen unterstützten „orangen“ Revolutionen in Georgien und der Ukraine. Er räumt potenzielle Rivalen wie Michail Chodorkowski aus dem Weg und zieht innenpolitisch die Zügel an. Es folgt eine Phase, in der Putin sich eher wie ein mächtiger Oligarch gibt, in der er das „gute Leben“ der Superreichen schätzen lernt. Während der Präsidentschaft Medwedews bleibt er mit seinen PR-Stunts – halbnackt auf dem Pferd, mit Weißkranichen fliegend – omnipräsent. Als sich zu Beginn seiner dritten Amtszeit das Großstadtpublikum von ihm abwendet, besinnt Putin sich auf das einfache Volk, mit dem er sich im Hass auf Amerika einig weiß. Die Maidan-Revolution in Kiew füttert seine Paranoia: Die USA haben es in Wirklichkeit auf ihn abgesehen. Die Folgen sind bekannt – aber unabsehbar auch für sein eigenes (politisches) Überleben.


Michail Sygar, geboren 1981, ist Chefredakteur von Doschd, dem einzigen unabhängigen Fernsehsender in Russland, der angesichts staatlicher Repression derzeit nur über das Internet zu empfangen ist. Sygar, einer der bekanntesten Journalisten Russlands, hat als Kriegsreporter für die Tageszeitung Kommersant berichtet und war stellvertretender Chefredakteur der russischen Ausgabe von Newsweek. Gemeinsam mit Waleri Panjuschkin hat er das Buch „Gazprom. Das Geschäft mit der Macht“ veröffentlicht.


UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger

Kontakt

Lew Kopelew Forum
Neumarkt 18a
50667 Köln


Tel. (0221) 2 57 67 67
Fax. (0221) 2 57 67 68
info@d1c5636421e64a88aa7a7cd8f76736b0kopelew-forum.de  

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