Aufzeichnung der Online-Diskussion
Alexei Nawalny und die neue Protestwelle in Russland

Dienstag, 16. Februar 2021


Online-Vortrag und Diskussion

mit

Ina Ruck, Leiterin des ARD-Studios in Moskau und

Sabine Adler, Osteuropa-Redakteurin und Journalistin, Deutschlandradio

Moderation: Thomas Roth
Vorsitzender des Lew Kopelew Forums e.V., ehemaliger Tagesthemen-Moderator


Die Aufzeichnung der Diskussion bei YouTube

Die Vergiftung des russischen Oppositionspolitikers Alexei Nawalny und seine Verhaftung unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Deutschland nach Russland am Flughafen Sheremetjewo haben in mehreren Städten Russlands eine große Protestwelle ausgelöst. Das Regime ging mit aller Härte gegen die Demonstranten vor, Tausende Menschen wurden verhaftet. Das Neue bei den Protesten: Nawalny ist es gelungen, die Menschen aus unterschiedlichen Kreisen der Gesellschaft zu mobilisieren. Viele von ihnen sind zum ersten Mal auf die Straße gegangen und verstehen sich nicht als Unterstützer Nawalnys, sondern wollen sich gegen die Korruption und die Unterdrückung in ihrem Staat zur Wehr setzen. Mit spektakulären Videos über Recherchen im Fall der eigenen Vergiftung durch russische Geheimdienste sowie den Bau eines geheimen Palastes an der Schwarzmeerküste, den er Putin zurechnet (letzteres wurde inzwischen mehr als 100 Millionen Mal auf Youtube abgerufen), ist es Alexei Nawalny gelungen zu zeigen, dass die alten autoritären Herrschaftspraktiken und die KGB Methoden der Einschüchterung im digitalen Zeitalter eindeutig der Vergangenheit angehören.

Doch es werden in Russland auch andere Stimmen laut: Nawalny sei nur gegen Putin, aber nicht gegen das Regime, er sehe Russland in der Zukunft als Imperium und seine politischen Ansichten seien alles andere als demokratisch und liberal. Viele seiner Interviews und Äußerungen sind umstritten. Inwieweit sind diese Behauptungen berechtigt? Wird Alexei Nawalny zum Symbol des neuen Russlands? Und warum hat das Putin-Regime so viel Angst vor ihm und vor den Protesten, die von ihm inspiriert wurden?

Darüber diskutieren Osteuropa-Journalistinnen und Russland-Expertinnen Ina Ruck und Sabine Adler mit dem Vorsitzenden des Lew Kopelew Forums, dem ehemaligen langjährigen ARD-Korrespondenten in Russland Thomas Roth.


Aufzeichnung der Online-Diskussion
Meinungsfreiheit in Russland in Zeiten von Covid-19


Dienstag, 08. Dezember 2020


Ein Online-Gespräch mit der Menschenrechtsorganisation OVD-Info

Es diskutieren:

Alla Frolova, Koordinatorin der Rechtsberatung, OVD-Info

Denis Shedov, Jurist und Datenanalyst, OVD-Info

Leonid Drabkin, Koordinator des Projektes OVD-Info

Moderation: Maria Birger, Historikerin, LKF Beirat

Konsekutives Dolmetschen von Erika Rubinstein


Die Aufzeichnung der Diskussion bei YouTube


In Zeiten der Pandemie rückt das Thema Meinungsfreiheit weltweit wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit. In Russland geht der Staat seit Jahren immer härter gegen friedliche Demonstrierende vor. Die 2011 gegründete Menschenrechtsorganisation OVD-Info beobachtet seit neun Jahren die russlandweiten Proteste und leistet den Demonstrierenden und Verhafteten rechtlichen und öffentlichen Beistand. Eines der Ziele der NGO ist es, Fake News und Propaganda entgegenzuwirken, indem Daten und Berichte über Proteste, Verhaftungen und Gerichtsverfahren aufgearbeitet und öffentlich zugänglich gemacht werden.

Als Aufklärungsprojekt par excellence möchte das Team von OVD-Info mit ihrer Arbeit dazu beitragen, dass die Menschen in Russland sich als mündige Bürger und nicht als passive Bewohner ihres Staatsterritoriums wahrnehmen.

Wir haben Alla Frolova, Denis Shedov und Leonid Drabkin eingeladen, um über die aktuelle Situation in Moskau und in Chabarowsk zu sprechen.


Eine Vorstellung von OVD-Info durch die „Reporter ohne Grenzen“ (auf Seite 36):

www.reporter-ohne-grenzen.de/russlandbericht

OVD-Info über die politisch Verfolgten in Russland:

https://politpressing.org/

Gerne können Sie die Arbeit von OVD-Info durch eine Spende auch aus dem Ausland unterstützen:

https://donate.ovdinfo.org/en#page=en und


https://mygoodness.benevity.org/community/cause/643-5869958113806_68a3/project/41XVKMP62K/donate?fbclid=IwAR1UDxB6boKn0-1e6sEuYdSoqJ9v8-gGtbuOOcAvE05MWydZcTVPuB8SnZE


Um Fachanalysen von OVD-Info auf Englisch und/oder auf Russisch zu bekommen, melden Sie sich bitte unter dem folgenden Link an:

https://airtable.com/shrPs52GsIKgoj2Yj



Aufzeichnung der Online-Diskussion
Belarus - Die größte Freiheitsbewegung in Europa?


Mittwoch, 04. November 2020


Vortrag und Gespräch mit

Prof. Dr. Katja Artsiomenka und

Dr. Diana Siebert

in Zusammenarbeit mit dem Freiheitskämpfer e.V.

Moderation: Lars Clarenbach


Die Aufzeichnung der Diskussion bei YouTube

„Хавайся ў бульбу“ /„Versteck dich in den Kartoffel-Pflanzen“ – ist in Belarus nicht nur eine Redensart, sondern auch eine geschichtlich erprobte Methode gegen jegliche Willkür. Bewährt, jedoch nicht mehr aktuell. Seit Wochen protestieren die Belarusen und Belarusinnen gegen Gewalt und Repressionen und fordern Neuwahlen, Rücktritt von Lukaschenko sowie Freilassung aller politischen Gefangengen. Frauen, Rentner, Studierende, Ärzte, Arbeiter, Kulturschaffende, Sportler, Wissenschaftler, Hochschullehrer, ITler und „Cyberpartisanen“ - die erstarkte belarusische Zivilgesellschaft hat viele Gesichter und Protestformen. Diese Zivilgesellschaft demonstriert nicht, sie geht spazieren. Wird ihr die weiß-rot-weiße Fahne beschlagnahmt, nimmt sie einen weißen Pappdeckel in der Hand, auf dem draufsteht „das ist keine Fahne“. In Rot.

Dezentralisiert, gut vernetzt und sich einig? Was nun? Was tun? Wie lange noch? Um welchen Preis? Darüber diskutieren deutsch-belarussische Journalistin und Journalismusforscherin Prof. Dr. Katja Artsiomenka und Belarus-Historikerin
Dr. Diana Siebert.




Aufzeichnung der Buchvorstellung „Kronos‘ Kinder“
mit dem Autor Sergej Lebedew


Mittwoch, 28. Oktober 2020


Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats für Russlanddeutsche am Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte
Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Moderation: Katharina Heinrich, Journalistin, LKF-Beirat

Konsekutives Dolmetschen ins Deutsche von Nika Mossesian


Die Aufzeichnung der Buchvorstellung bei YouTube


In seinem neuen Roman entdeckt Sergej Lebedew seine deutschen Wurzeln.

Als der betrunkene Nachbar in den Gänsen die Deutschen zu erkennen glaubt und sie wildwütig abmurkst, ahnt der kleine Kirill, dass das Verhältnis von Russen und Deutschen ein besonderes sein muss. Seine Großmutter Karolina kann so manche Geschichte erzählen, sie ist die letzte Überlebende aus dem deutschen Zweig der Familie. Mit Karolinas Erinnerungen im Gepäck zieht der inzwischen erwachsene Kirill los und sucht in Leipzig, Halle und Münster nach seinen deutschen Ursprüngen. Auf der Suche nach seinen Ahnen findet Kirill quer durch zwei Jahrhunderte deutsch-russische Geschichte. Nicht unmöglich, dass sich in der Schlacht von Stalingrad zwei Verwandte als Feinde gegenüberstanden. Spannend zeigt Sergej Lebedew in seinem sehr persönlichen Roman, wie eng und wie tragisch die deutsche mit der russischen Geschichte verknüpft ist.

Sergej Lebedew (geb. 1981) arbeitete nach dem Studium der Geologie als Journalist. Seit dem Ukrainekonflikt ist ihm in Russland die journalistische Tätigkeit untersagt, daher veröffentlicht er in deutschen Medien. Gegenstand seiner Romane sind für den 1981 Geborenen die russische Vergangenheit, insbesondere die Stalin-Zeit mit ihren Folgen für das moderne Russland. Lebedew lebt zurzeit in Berlin.


Foto aus dem Privatarchiv, Grafik Andreas Korn

14. Oktober 2020


In memoriam Karl-Heinz Korn


Liebe Freunde und Freundinnen des Lew Kopelew Forums,

gerne möchten wir Sie hiermit auf eine Webseite aufmerksam machen, die zum Gedenken an unser früh verstorbenes Vorstandsmitglied Karl-Heinz Korn (1953-2019) entstanden ist:



https://karlheinzkorn.wordpress.com/





Die Webseite wurde vor wenigen Tagen von Andreas Korn, dem Bruder von Karl-Heinz Korn, erstellt. Viele von Ihnen kannten Karl-Heinz Korn persönlich und schätzten ihn sehr. Wir laden Sie nun herzlich dazu ein, die Webseite zu besuchen, gemeinsam mit uns seiner zu gedenken und die Webseite durch bei Ihnen eventuell vorhandene Bilder und Geschichten, die Sie mit Karl-Heinz erlebt haben, zu ergänzen.


Aufzeichnung der Online-Diskussion
Georgien einen Monat vor den Parlamentswahlen
Wie steht es um die politische Kultur?



Donnerstag, 24. September 2020

mit Dr. Lasha Bakradze (Direktor des Giorgi-Leonidze Literaturmuseums in Tbilisi, Georgien)

Moderation: Walter Kaufmann (Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin)


Die Aufzeichnung der Diskussion bei YouTube


Als „Paradies am Rande Europas“ gilt Georgien nicht erst, seit es 2018 als Gastland der Frankfurter Buchmesse in die Aufmerksamkeit der deutschen Medien geriet. Das Land fasziniert durch seine offene und vielfältige Kultur und seine einzigartige Landschaft. Seit der „Rosenrevolution“ 2003 hat es außerdem den Ruf, unter allen Ländern der Östlichen Partnerschaft Vorreiter in Sachen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu sein und über eine vielfältige Zivilgesellschaft zu verfügen.

In den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie haben uns aus Georgien überraschend positive Nachrichten erreicht: das von Beginn an sehr strikte Krisenmanagement der georgischen Regierung hat – verbunden mit einer transparenten Informationspolitik – dazu geführt, dass die Infektionszahlen im Gegensatz zu den Nachbarländern Armenien und Aserbaidschan auf einem auch im internationalen Vergleich sehr niedrigen Niveau gehalten werden konnten – was der Regierung hohe Zustimmungsraten beschert hat. Doch sind die ökonomischen und sozialen Folgen der Pandemie für das Land kaum abzusehen – etwa im Hinblick auf den wichtigen Wirtschaftsfaktor Tourismus, der zum Erliegen gekommen ist.

Vor Corona stimmten andere Nachrichten eher bedenklich: eine dramatische innenpolitische Polarisierung zwischen der vom Oligarchen Bedzina Ivanischvili kontrollierten Regierungspartei „Georgischer Traum“ und der Opposition, darunter das Lager des im Exil befindlichen Ex-Präsidenten Micheil Saakaschwili; massive Auseinandersetzungen und Proteste um eine Wahlrechtsreform, die nur mit internationaler Vermittlung zu einem Ergebnis gebracht werden konnten, eine wachsende politische Instrumentalisierung der Justiz und der Raubbau an Kultur und Natur des Landes durch intransparente Großinvestoren und eine Politik radikaler Privatisierung.

Wo steht Georgien innenpolitisch einen Monat vor den Parlamentswahlen? Wie hat sich die politische Kultur des Landes entwickelt? Welche neuen politischen und gesellschaftlichen Akteure und Initiativen gibt es jenseits der alten politischen Lager?




Aufzeichnung der Online-Diskussion
Belarus 18 Tage nach der Pseudowahl:
Ein Land auf dem Weg zur Demokratie?


Donnerstag, 27. August 2020


mit Dr. Aliaksandr Dalhoŭski (Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“, Minsk) und
Dr. Felix Ackermann (Deutsches Historisches Institut, Warschau)

Moderation: Dr. Diana Siebert, (Belarus-Historikerin und LKF-Beirat, Köln

http://d.diana-siebert.de/osteuropa/)


Die Aufzeichnung der Diskussion bei YouTube


„Es lebe Belarus! „Freiheit für alle politischen Gefangenen!“ und über Langzeitpräsidenten Lukaschenka: „Hau ab!“ Über diese Losungen scheinen sich alle einig zu sein -- ob Arbeiterschaft oder Intelligenz, ob in Minsk oder der Provinz. Noch unlängst schienen sich die Bürgerinnen und Bürger der Belarus in ein von Staatswirtschaft und Autoritarismus geprägtes Leben einzufügen. Doch nach den offensichtlichen und sehr groben Wahlfälschungen gingen Hunderttausende auf die Straße. Der Ruf nach freien und fairen Neuwahlen und einer Bestrafung der Verantwortlichen für die massive Polizeigewalt kann nicht mehr niedergeknüppelt und eingesperrt werden.

18 Tage nach der Pseudowahl rücken weitere Fragen in den Fokus. Es geht um nichts Geringeres als den Umbau des Staates und seiner Verwaltung, besonders der Sicherheitsorgane. Welche inneren Kräfte können hier ihren Beitrag leisten? Profitiert von der derzeitigen Schwäche der Lukaschenka-Administration vor allem die russländische Regierung? Droht gar eine hybride Annexion durch Moskau?

Solche Fragen werden wir mit Aliaksandr Dalhoŭski und Felix Ackermann diskutieren. Beide können sowohl die aktuellen Entwicklungen einschätzen als auch über historische Hintergründe und falsche Parallelziehungen mit der Ukraine im Jahr 2014 berichten.

Dr. Aliaksandr Dalhoŭski (geb. 1978) studierte Geschichte, Deutsch, Politische Wissenschaft, Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Minsk und Aachen und wurde 2012 in Gießen mit einer Dissertation über Tschernobyl promoviert. Dr. Dalhoŭski forscht zur Geschichte von Belarus im Zweiten Weltkrieg und nach Tschernobyl sowie zur Umweltgeschichte. Zurzeit arbeitet er für die Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ in Minsk, sowie für die deutsch-belarusische Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“, an deren Erstellung er wesentlich mitgewirkt hat.





Erklärung des Lew Kopelew Forums
bezüglich der jüngsten Ereignisse in Belarus und rund um die Vergiftung von Alexei Nawalny


15. September 2020



FREIHEIT UND SELBSTBESTIMMUNG FÜR BELARUS


Lew Kopelew Forum

Thomas Roth, Vorsitzender


Mit Bestürzung sehen wir seit Wochen, wie in Belarus von seinem autoritären Herrscher Aleksander Lukaschenkodas Recht auf freie, faire und nicht manipulierte Wahlen und das Recht auf freie Meinungsäußerung und Demonstrationsfreiheit mit brutaler Gewalt unterdrückt wird. Bei einem Treffen unlängst im russischen Sotschi erfuhr Lukaschenko mit diesem politischen Kurs vom russischen Präsidenten Putin dabei ausdrücklich Unterstützung.


Mit Respekt und Bewunderung sehen wir aber auch seit Wochen, wie sich in Belarus tausende Menschen, unter ihnen besonders viele Frauen, mutig der Brutalität der sogenannten Sicherheitskräfte entgegenstellen und dabei körperliche Unversehrtheit, Verhaftung und Gefängnis riskieren. „Die drei mutigen Frauen in Belarus, die gewaltfrei zusammen mit vielen anderen Menschen in den Straßen von Minsk und anderen belorussischen Städten die Proteste begonnen haben, sind ganz im Sinne vonLew Kopelew Vorbilder für uns alle,“ so Fritz Pleitgen, der Ehrenvorsitzende und Mitbegründer des Kölner Lew Kopelew Forums. Der russische Intellektuelle und Schriftsteller Lew Kopelew wurde nach Jahren der Haft im GuLag aus der damaligen Sowjetunion zwangsausgebürgert und verstarb 1997 nach 16 Jahren im Kölner Exil. Er kämpfte bis zum Schluss unermüdlich für Demokratie und Menschenrechte, wie er das heuteauch bezogen auf Belarus und Russland tun würde.


Vor 30 Jahren wurde die berühmte und bis heute gültige „Charta von Paris“ am 21. November 1990 in der französischen Hauptstadt verabschiedet. Darin bekannten sich die 34 Signatarstaaten aus Ost und West zu einer auf Menschenrechten und Grundfreiheiten beruhenden Demokratie. Außerdem zu Wohlstand auf der Grundlagevon wirtschaftlicher Freiheit und sozialer Gerechtigkeit. Davon sind Russland und Belarus heute sehr weit entfernt. Ihre Präsidenten regieren immer autoritärer. Einen Platz in einem gemeinsamen Europa kann aber nur beanspruchenund einnehmen, wer die Werte der (auch von Moskau unterzeichneten) „Charta von Paris“ achtet und ihnen praktisch folgt.


Wir appellieren deshalb an die europäische politische Öffentlichkeit, die Unterdrückung der Rechte auf freie Wahlen, Meinungs- und Demonstrationsfreiheit in Belarus nicht hinzunehmen. Wir rufen die Europäische Union, das europäische Parlament und die deutsche Bundesregierung dazu auf, resolut und mit konkretenMaßnahmen für die Opposition in Belarus einzutreten. Und wir fordern, die derzeit in Belarus in Haft sitzende Oppositionelle Maria Kolesnikowa und andere dort aus politischen Gründen Gefangene sofort in die Freiheit zu entlassen.


In Berlin wird derzeit der in Sibirien mit einem chemischen Kampfstoff vergiftete russische Oppositionelle Alexej Nawalny im Krankenhaus Charité ärztlich behandelt. Es
ist offensichtlich, dass Nawalny als kritische und aufklärende Stimme zum Schweigen gebracht werden sollte. Das darf im heutigen Europa nicht hingenommen werden, denn wir leben nicht mehr im frühen, noch von Stalin geprägten 20. Jahrhundert.


Dieses Verbrechen muß deshalb insbesondere von der russischen Regierung und Präsident Putin aufgeklärt und vor Gericht gebracht werden. Nur konsequente Aufklärung kann den Verdacht der Komplizenschaft an diesem Mordanschlag beseitigen. „Europa befreit sich vom Erbe der Vergangenheit“ heisst es in der Präambel der „Charta von Paris“. Darum müssen wir, soviel sehen wir heute, in Europa auch im Sinne Lew Kopelews nach wie vor ringen.

Kontakt

Lew Kopelew Forum
Neumarkt 18
50667 Köln


Tel. (0221) 2 57 67 67
Fax. (0221) 2 57 67 68
info@cc1767c44ea64557b96ab5b442bda5d2kopelew-forum.de  



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