Aktuelle Veranstaltungen

Montag, 25. März 2019, 19.00 Uhr

Vortrag und Diskussion


Die Ukraine wählt einen neuen Präsidenten

Personen - Programme – Prognosen

Vortrag und Diskussion mit

Miriam Kosmehl

Bertelsmann Stiftung Berlin

Moderation: Prof. Dr. Gerhard Simon, Russland- und Ukraineexperte

Am 31. März und in der wahrscheinlichen Stichwahl am 21. April wählt die Ukraine einen neuen Präsidenten. Fünf Jahre nach dem Sieg der Majdan-Revolution haben die Ukrainerinnen und Ukrainer erneut die Möglichkeit, den Weg des Landes in die Zukunft mitzubestimmen. Die Zahl der Kandidaten, die Präsident werden wollen, ist riesig (mehrere Dutzend). Aber welche tatsächlichen Alternativen bieten sich?

Zwei Grundüberzeugungen finden in der ukrainischen Gesellschaft heute weitgehend Akzeptanz und Unterstützung: 1. Die Ukraine ist auf dem Weg nach Westen, dazu gibt es keine Alternative. Deshalb ist die Mitgliedschaft in der Nato und EU das Ziel. Auf den Punkt gebracht: Alles ist gut. 2. Die Erwartungen und Versprechungen des Majdan wurden nicht erfüllt, die Ukraine entwickelt sich in die falsche Richtung und braucht deshalb einen Wechsel. Auf den Punkt gebracht: Alles ist schlecht. Beide Wahrnehmungen stehen zueinander im Widerspruch. Jedenfalls ist eine Prognose des Wahlergebnisses höchst riskant.

Nach den Umfragen liegen jene Politiker vorn, die seit 20 Jahren Spitzenpositionen im Politikbetrieb bekleidet haben, einschließlich des Amtsinhabers Poroschenko. An die Spitze der Umfragen ist allerdings der sehr populäre Unterhaltungskünstler Wolodymyr Selenskyj gerückt, der wohl in erster Linie die Frustration mit Politik überhaupt symbolisiert. Die liberal-demokratischen Kräfte konnten sich bislang nicht auf einen Kandidaten einigen. Die pro-russische Opposition tritt ebenfalls mit mehreren Kandidaten an; sie kann auf vielfältige Unterstützung aus Russland zählen.




Über diese und weitere Probleme referiert und diskutiert im LKF Miriam Kosmehl, die von 2012 bis 2017 das Büro der Friedrich- Naumann- Stiftung in Kyjiw leitete und seit Oktober 2017 als Senior Expert bei der Bertelsmann Stiftung im Programm „Europas Zukunft“ forscht. Sie kennt die Ukraine wie wenige sowohl aus der Praxis vor Ort als auch aus der theoretisch-wissenschaftlichen Beschäftigung mit ihr.

UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger



Samstag, 06. April 2019, 17.00 Uhr


Podiumsgespräch


Podiumsgespräch mit den

Preisträgern des

Lew Kopelew Preises für Frieden und Menschenrechte 2019

den Mitgliedern

der Dresdener Seenotrettungsinitiative „Mission Lifeline“:

Kapitän Claus-Peter Reisch,

Anja Barthel,


Hermine Poschmann,


Jenny Scholze,


Annet Steier und


Axel Steier

Moderation: Thomas Roth,

Vorsitzender des Lew Kopelew Forums

UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger





Sonntag, 07. April 2019, 11.00 Uhr



Verleihung des Lew-Kopelew-Preises für Frieden und Menschenrechte 2019 an

Kapitän Claus-Peter Reisch und die Dresdener Seenotrettungsinitiative

„Mission Lifeline“

in der Kassenhalle der Kreissparkasse Köln, Neumarkt 18, 50667 Köln

Begrüßung: Alexander Wüerst
Vorsitzender des Vorstandes der Kreissparkasse Köln

Preisbegründung: Thomas Roth
Vorsitzender des Lew Kopelews Forums

Festrede: Jean Asselborn
Außenminister sowie Minister für Immigration und Asyl des Großherzogtums Luxemburg

Musikalische Umrahmung: Sebastian Krumbiegel, Musiker und Sänger der Band

„Die Prinzen“

Geschlossene Veranstaltung mit gesonderter Einladung

Helfen in Not, mit diesem Anliegen wusste Lew Kopelew sich stets einig mit seinem engen Freund, dem Kölner Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll. Beide unterstützten unter anderem Rupert Neudecks Hilfsorganisation „Cap Anamur“, die mit einem Schiff im südchinesischen Meer Menschen - vor allem Flüchtlinge aus Vietnam - rettete.

Der „Lew Kopelew Preis für Frieden und Menschenrechte“ ehrt Menschen, die diese Ideale teilen.

Er wird 2019 an den


Kapitän Claus-Peter Reisch und
die Dresdener Seenotrettungsinitiative „Mission Lifeline“

verliehen.

Sie haben im Mittelmeer aus eigenem Antrieb unter mutigem persönlichem Einsatz zahlreiche Menschen vor dem Tod durch Ertrinken gerettet. Sie versuchten und versuchen mit vergleichsweise bescheidenen und durch Spenden erworbenen Mitteln mit ihrem Schiff zu verhindern, dass sich Teile des Mittelmeers in einen stillen Friedhof verwandeln und das Schicksal der betroffenen Menschen in der Öffentlichkeit nicht oder nicht mehr wahrgenommen wird.

Damit ehrt der Preis das humanitäre Anliegen der Initiative, auch stellvertretend für viele andere Seenotretter im Mittelmeer.

Kontakt

Lew Kopelew Forum
Neumarkt 18a
50667 Köln


Tel. (0221) 2 57 67 67
Fax. (0221) 2 57 67 68
info@1b4f088014164ed481e4a840f114d828kopelew-forum.de  

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