Aktuelle Veranstaltungen

Mittwoch, 05. Juni 2019, 19.00 Uhr

Vortrag und Diskussion

Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz, Hörsaal XIa


NGOs als Instrument der

Einflussnahme Russlands

Vortrag und Diskussion mit

Olga Shorina
bis 2018 Geschäftsführerin der Boris Nemzov Stiftung, Bonn

Veranstalter: Freiheitskämpfer e.V., Köln; Cologne-Bonn Centre for Eastern and Central Europe (CCCEE) der Uni Köln und Lew Kopelew Forum


Moderation: Anna Skripchenko
Doktorandin an der Abteilung für Demokratieforschung der Universität Bonn

Veranstaltung in russischer und deutscher Sprache

Übersetzung: Nadja Simon

Aus dem Bericht:

„Der Kreml nutzt NGOs, um seine Ziele innerhalb und außerhalb Russlands zu erreichen. Im Inland unterstützen Pro-Kreml-NGOs die russische Regierung und deuten auf die Anwesenheit eines aktiven dritten [gesellschaftlichen] Sektors hin. International gelten sie als wesentlicher Bestandteil des Kleptokratie-Netzwerkes im Kreml, da sie ausländische Akteure anlocken und lokale Partner finanzieren. Darüber hinaus manipulieren Pro-Kreml-NGOs offene Gesellschaften, um die Ansichten des Kremls zu unterstützen, Unstimmigkeiten zu rühren und internationale Gemeinschaften von wichtigeren Themen abzulenken. Ungeachtet ihrer Hauptziele nehmen Kreml-NGOs unabhängigen NGOs Ressourcen weg, marginalisieren Diskussionen über Menschenrechte, untergraben demokratische Normen und dienen als Schlüsselinstrument für die Verbreitung der Kreml-Propaganda und Desinformation.“

Olga Shorina ist Mitbegründerin der Boris Nemtsov Stiftung für Freiheit und Fellow der Free Russia Foundation

Eintritt frei


Donnerstag, 06. Juni 2019, 19.00 Uhr

Vortrag und Diskussion


Russische Medien in Deutschland - unabhängiger Journalismus oder politisches Instrument?

Vortrag und Diskussion mit


Dr. Susanne Spahn

Moderation: Robert Baag, freier Journalist mit Osteuropa-Schwerpunkt





Russland betreibt mit erheblichem finanziellem und personellem Aufwand in Deutschland eigene Medienarbeit mit dem Ziel, ein „alternatives“ Bild von Russland, Deutschland und der Welt zu vermitteln. Tatsächlich wird ein äußerst negatives Bild von Deutschland und ein positives von Russland transportiert. Manipulierte und falsche Informationen gehören zum Werkzeug. Die russischen Medien verbreiten keine alternativen Meinungen, sondern die offizielle Linie der russischen Regierung.

Sind russische Medien wie RT Deutsch und Sputnik in Deutschland erfolgreich? Sie treffen bei uns auf ein Publikum, das teilweise pro-russisch eingestellt ist und den deutschen Medien kritisch bis ablehnend gegenübersteht. Darüber hinaus appellieren die russischen Medien insbesondere an die Anhänger der Parteien am rechten und linken Rand (AfD und Die Linke). Publizisten und Politikern bei uns, die sich zum Beispiel gegen Russlandsanktionen aussprechen, bieten diese Medien zudem eine Plattform zur Verbreitung ihrer Position.

Ebenso wie innerhalb Russlands spielt das negative Bild von der Ukraine für die russischen Medien in Deutschland eine zentrale Rolle. Die Ukraine wird als gescheiterter Staat präsentiert, der in Korruption, Elend und Chaos versinkt.

Über diese und ähnliche Probleme wird Dr. Susanne Spahn referieren und diskutieren. Sie hat sich durch mehrere Publikationen und Medienauftritte zu diesen Themen einen Namen gemacht. Sie hat in Köln promoviert und lebt als freie Wissenschaftlerin und Journalistin Berlin.

UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger


Donnerstag, 13. Juni 2019, 19.00 Uhr

Buchvorstellung und Gespräch mit dem Herausgeber

Diese Zeilen sind mein ganzes Leben…


Briefe aus dem Gulag

Mit unveröffentlichten Lagerbriefen von Jewgenia Ginsburg

Metropol Verlag, Berlin 2019

Buchvorstellung und Gespräch mit dem Herausgeber Dr. Meinhard Stark


und dem Zeitzeugen

Ernst-Friedrich Wirth

Moderation: Prof. Dittmar Dahlmann

Annähernd 900 Briefe aus dem Gulag, geschrieben von 96 Gefangenen, hat Meinhard Stark über die Jahre gesammelt oder in Archiven in Russland, Polen, Litauen und Deutschland ausfindig gemacht. Zu den typischen Merkmalen, die den Briefwechsel zwischen Häftlingen und ihren Angehörigen prägen, gehören zum Teil sehr lange Abstände zwischen geschriebenen und empfangenen Briefen, aufreibendes Warten und emotionale Wechselstimmungen, aber auch strenge Haftinstruktionen und eine unerbittliche Zensur. Stellvertretend für ihre Mitgefangenen kommen in der Edition neben Jewgenia Ginsburg 17 Frauen und Männer verschiedener Nationalität mit ihren Botschaften aus dem Gulag zu Wort. Ihre Zeilen sind ein authentisches Zeugnis damaliger Wahrnehmungen und Empfindungen ebenso wie einer tiefen Menschlichkeit der unschuldig Inhaftierten.

Ernst-Friedrich Wirth (geb. 1932) wurde am 21. April 1952 von Angehörigen der sowjetischen Sicherheitsorgane in Leipzig verhaftet und musste zunächst im Lagerkomplex von Workuta schwerste Zwangsarbeit leisten, bis er im Januar 1956 die Rückfahrt nach Deutschland antreten durfte.

UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger



Dienstag, 25. Juni 2019, 19.00 Uhr


Vernissage


Das deutsche Wolgagebiet

Eine unvollendete Fotogeschichte

Fotoausstellung zum 100. Jahrestag der Wolga-Deutschen Autonomie

Gespräch mit

Olga Martens, Herausgeberin von „Moskauer Deutsche Zeitung“,


Heiko Hendriks, Beauftragter für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern in NRW und


Moderation:

Katharina Heinrich, Osteuropa-Historikerin, LKF-Beirat

Felix Riefer, Politologe, Promovend an der Universität zu Köln, LKF-Beirat

Die Ausstellung zeigt einzigartige historische Fotografien aus russischen und deutschen Staatsarchiven aus dem Leben der Wolgadeutschen. Viele der Fotografien wurden erstmals öffentlich gezeigt. Sie sind Zeugnis des traditionellen deutschen Lebens während der Hungersnot von 1921–1922, des Aufbaus und der Entwicklung von Landwirtschaft und Industrie der Republik und vieler anderen Aspekten des Lebens in der deutschen Autonomie.

Mit dem Manifest von Katharina der Großen im Jahr 1763, das Ausländern erlaubte, sich im Russischen Zarenreich niederzulassen, siedelten tausende Europäer in den Folgejahren in das Wolgagebiet. Ein erheblicher Teil der Einwanderer stammte aus dem heutigen Deutschland, und im Jahr 1918 wurde auf dem Territorium der Wolgaregion eine national-territoriale Autonomie geschaffen. Ursprünglich erhielt sie den Namen „Autonome Region der Wolgadeutschen“. Von Januar 1924 bis September 1941 hieß sie „Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Wolgadeutschen“. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs in der UdSSR erließ Stalin ein Dekret, wonach Sowjetdeutsche nach Sibirien und Kasachstan zu deportieren sind. Die Ausstellung erzählt auch vom Schicksal der deportierten Russlanddeutschen und wie es ihnen gelang, ihre deutschen Traditionen über die Jahrhunderte zu bewahren.

Begleitet wird die Ausstellung von einem Fotoalbum, das die Geschichte deutscher Autonomie an der Wolga mit ihren Höhe- und Tiefpunkten dokumentiert.

UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger


Dauer der Ausstellung: 26.06.19 – 16.07.19, Öffnungszeiten: mo-do 12.00 – 18.00, fr 12.00 – 17.00, sowie nach Vereinbarung und während der Veranstaltungen

Kontakt

Lew Kopelew Forum
Neumarkt 18a
50667 Köln


Tel. (0221) 2 57 67 67
Fax. (0221) 2 57 67 68
info@be6a855b582a4f788eb909cfe28bff0ckopelew-forum.de  

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