Aktuelle Veranstaltungen

Dienstag, 26. Juni 2018, 19.00 Uhr

Podiumsdiskussion




Innovation und Digitalisierung: Chancen am Standort Ukraine

Die ukrainische Wirtschaft erholt sich nach den schwierigen Krisenjahren langsam, aber sicher. Das Bruttoinlandsprodukt 2017 ist um 2,2 Prozent gewachsen – trotz des anhaltenden militärischen Konfliktes im Osten. Der Warenaustausch zwischen deutschen und ukrainischen Unternehmen stieg im selben Jahr um 22,4 Prozent. Innovation und Digitalisierung spielen auch in der ukrainischen Wirtschaft eine immer stärkere Rolle.

Der Bloomberg Innovation Index von 2018 zählt die Ukraine zu den Top 50 Innovationsländern weltweit. Die IT-Industrie nimmt beim Exportvolumen mittlerweile den dritten Platz ein, mit 2 Milliarden US-Dollar jährlich und mit einer
Wachstumsprognose von 7,7 Milliarden bis 2020. Eine lebendige und international wettbewerbsfähige Start-up-Szene nährt die Hoffnung, dass die Ukraine eine der neuen „Start-up-Nations“ werden dürfte. Mehr als 100 multinationale Technikfirmen haben bereits Forschungs- und Entwicklungsabteilungen im Land eröffnet. Nicht zuletzt auf Grund des wachsenden Mangels an Fachkräften in Deutschland erscheint eine Zusammenarbeit deutscher Unternehmen mit innovativen ukrainischen Firmen als durchaus zukunftsträchtig. Premierminister Wolodymyr Hrojsman beschrieb das HR-Potential als „mächtiges intellektuelles Kapital“, das zum Aufbau einer
innovativen Wirtschaft beiträgt.


Vor welchen Herausforderungen stehen die zukunftsträchtigen Branchen der Ukraine? Welche Chancen ergeben sich dabei für deutsche Unternehmen? Welche Gefahren stellen Schattenwirtschaft und Korruption in Behörden und in Gerichten dar?


19.00 Uhr Begrüßung: Stefanie Schiffer
Geschäftsführerin, Europäischer Austausch, Berlin


19.20 Uhr Diskussion
Oleksiy Skrypnyk
Vorsitzender des Ausschusses für Innovation im ukrainischen Parlament und Unternehmer


Natalya Shulyar
Ph.D., Stellvertretende Geschäftsführerin, Spheros-Electron GmbH


Dr. Tobias Traupel
Abteilungsleiter „Standortmarketing und –Entwicklung“, Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen


Alla Dmytriieva

Projektleiterin für die Ukraine, atene KOM GmbH


Moderator: Robert Baag, Journalist


Die Veranstaltung wird simultan deutsch-ukrainisch gedolmetscht von Julia Gätjens und Nadja Simon


Anmeldung zur Veranstaltung:
https://www.kyiv-dialogue.org/de/events/eventreader/innovation-und-digitalisierung-chancen-am-standort-ukraine.html


Mehr über Kiewer Gespräche: https://www.kyiv-dialogue.org


Mit freundlicher Unterstützung vom Auswärtigen Amt


Eintritt frei


Donnerstag, 28. Juni 2018, 19.00 Uhr

Buchvorstellung mit dem Autor

Polens diensteifriger General

Späte Einsichten des Kommunisten Wojciech Jaruzelski

BWV - Berliner Wissenschafts-Verlag GmbH 2018

Buchvorstellung mit dem Autor


Reinhold Vetter

Moderation: Melanie Longerich, Deutschlandradio, Redakteurin im „Andruck - Das Magazin für Politische Literatur“

Wojciech Jaruzelski (1923 – 2014), Berufsoffizier und Politiker, hat die Geschicke Polens bis 1990 maßgeblich mitgeprägt. Als einer der jüngsten Generäle der polnischen Militärgeschichte stieg er die Karriereleiter zielstrebig nach oben, wurde Verteidigungsminister, Ministerpräsident, Parteichef und Staatspräsident. 1923 geboren, erlebte Jaruzelski das konservativ-nationalistische Vorkriegspolen, die Besetzung des Landes durch Wehrmacht und Rote Armee, die Deportation seiner Familie nach Sibirien, den Kampf gegen die Wehrmacht, später dann die verschiedenen Metamorphosen des polnischen Sozialismus vom Stalinismus bis zum „liberalen“ Gierek-Regime. In den späten 1980er Jahren erkannte er, dass sich das vorherrschende ideologische, politische und ökonomische Modell überlebt hatte. Auf der Seite der kommunistischen Machthaber öffnete Jaruzelski 1988 –1989 die Tür für Verhandlungen mit der damaligen demokratischen Opposition, die Polen den Weg in eine parlamentarische Demokratie öffneten.


Mit diesem Buch legt Reinhold Vetter die erste wissenschaftliche Biografie Wojciech Jaruzelskis im deutschsprachigen Raum vor.

Reinhold Vetter, Jg.1946, ist ein deutscher Journalist und Publizist. Nach seinem Studium der Politikwissenschaft und Journalistik arbeitete er 1984–1988 beim WDR-Hörfunk in Köln. Von 1988 an war er als Korrespondent tätig, bis 1994 für die ARD (Hörfunk) in Warschau, anschließend für das Handelsblatt zunächst in Warschau (1994–2000), dann in Budapest (2000–2003) und ab 2004 wieder in Warschau. Er lebt als freier Wissenschaftler und Autor in Berlin und Warschau. Sein Arbeitsschwerpunkt bildet sowohl Zeitgeschichte als auch Politik und Wirtschaft in Ostmitteleuropa.


Das Buch kann während des Abends im LKF erworben werden, ansonsten in unserer Partnerbuchhandlung C. Roemke & Cie., Buch- und Kunsthandlung Friedrich Tacke GmbH Apostelnstr. 7, 50667 Köln.

UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger


Veranstaltungshinweis



Samstag, 30. Juni 2018, 19.00 Uhr


FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt
Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln


Wir haben überlebt!

Flucht und Verfolgung in Erzählungen von Holocaust-Überlebenden und Geflüchteten



Der Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. und die Gesamtschule Bergheim laden Sie herzlich zu einer szenischen Lesung ein.

Die Texte sind im Rahmen einer Biografiewerkstatt mit Jugendlichen, Geflüchteten und Verfolgten des Nationalsozialismus entstanden.

Regie: Patricia Langfeld

Ein Projekt des Bundesverbands Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. in Kooperation mit der Gesamtschule Bergheim.

Eintritt frei


Donnerstag, 05. Juli 2018, 18.30 Uhr

Universität zu Köln, Hauptgebäude, Hörsaal II; Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Podiumsdiskussion




Die Ukraine zwischen Korruption und Reformen:
Wo hakt es auf dem Weg zur Demokratie?


Veranstalter: Zentrum Liberale Moderne, Berlin; Lew Kopelew Forum e.V.;
Cologne-Bonn Center for Central and Eastern Europe der Uni Köln (CCCEE)


Vier Jahre nach dem Euromaidan hat die Ukraine bedeutende Fortschritte auf dem Weg zu Demokratie und Marktwirtschaft erzielt. Beispiele sind wichtige Reformen im Bankensektor, der Energiewirtschaft und der Haushaltspolitik.


Doch nicht in allen Bereichen fällt die Reformbilanz positiv aus: als Schwachpunkte gelten das Zoll- und Justizwesen sowie die Steuerverwaltung. Verschleppte Reformen in diesen Bereichen verhindern eine erfolgreiche Korruptionsbekämpfung, schaden dem Geschäftsklima und unterminieren das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Politik. Machtkämpfe im Vorfeld der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen 2019 drosseln das Reformtempo zusätzlich.


Bald wird sich zeigen, wie einflussreich die progressiven Reformkräfte innerhalb des Landes wirklich sind, nachdem der IWF und die EU ihre stärksten Instrumente – Kredite und Visaliberalisierung – bereits angewandt haben.


Die Ukraine steht am Scheideweg – welchen Kurs schlägt das Land nun ein? Wird die zugesagte Justizreform noch im vollen Umfang umgesetzt? Wann und in welcher Form kommt das Antikorruptionsgericht, nachdem das Gesetz mit einer Mehrheit in der Werkhowna Rada verabschiedet wurde? Bleibt das Land auf dem Weg demokratischer Erneuerung oder gewinnen die restaurativen Kräfte die Oberhand? Welche Bilanz lässt sich vier Jahre nach dem Euromajdan ziehen?


Programm:


18.00 Registrierung


18.30: Eröffnung Prof. Dr. Gerhard Simon, LKF

Begrüßung Marieluise Beck, ehemalige MdB, Bündnis 90/Die Grünen,           Mitbegründerin des Zentrums für die Liberale Moderne, Berlin


18.45 Keynote Artem Sytnyk
Direktor des Nationalen Antikorruptionsbüros der Ukraine


19.00 Diskussion


Marieluise Beck
Katja Lenzing
Justiz und Inneres, einschließlich Korruptionsbekämpfung, Support Group for Ukraine, Europäische Kommission, Brüssel
Goesta Ljungman
Resident Representative for Ukraine, Intermationaler Währungsfond (IWF) (tbc)


Moderation: Caroline von Gall
Juniorprofessorin, Institut für osteuropäisches Recht und Rechtsvergleichung der Universität zu Köln


20.45 Empfang


Eintritt frei


Die Arbeitssprachen sind Deutsch-Ukrainisch mit simultaner Verdolmetschung
Um Anmeldungen wird gebeten bis zum 29. Juni 2018 unter dem folgenden Link:


https://docs.google.com/forms/d/1UF-a0VJGUBil3xkhWRVzC0gOm9C07AzCBJn2_quoDXI/viewform?edit_requested=true



Freitag, 20. Juli 2018, 19.00 Uhr


Lesung und Gespräch


Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien


Russlands Stiefkinder


Russlanddeutsche in der Sowjetunion,

in Kasachstan und in Russland

Lesung und Gespräch mit

Igor Trutanow und Alfred Eisfeld


Moderation: Katharina Heinrich, freie Journalistin, Osteuropahistorikerin, LKF-Beirat

Igor Trutanow war Journalist der Freundschaft / Deutsche Allgemeine Zeitung, Redakteur und Stellvertretender Chef-Redakteur der Moskauer Deutschen Zeitung in Moskau. Trutanows Publikationen: Russlands Stiefkinder: Ein deutsches Dorf in Kasachstan, (BasisDruck Verlag, Berlin, 1992);

Die Hölle von Semipalatinsk (Aufbau Verlag, Berlin, 1992); Zwischen Koran und Coca Cola (Aufbau Verlag, Berlin, 1994); ein Kapitel über die Chinesische Mythologie in National Geographic: Essential Visual History of World Mythology (Washington, D.C., 2008);

The Inventor of Freedom (Lulu Press, Raleigh, 2008); und Great Paradisestan (Lulu Press, Raleigh, 2013); Ein mennonitisches Dorf im Sowjetreich. Das letzte Kapitel der Mennonitengeschichte in Russland, 2018, Kanada




Dr. Alfred Eisfeld, geb. 1951 in Uwa, Udmurtien, ist ein russlanddeutscher Historiker. Er ist Experte für die Geschichte und Kultur der Deutschen im Russischen Reich, der Sowjetunion und der GUS, russische und sowjetische Nationalitätenpolitik, deutsch-russische und deutsch-ukrainische Beziehungen. Alfred Eisfeld ist Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Göttinger Arbeitskreises e.V. und Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission für die Deutschen in Russland und in der GUS e.V., Autor von: Geschichte und Kultur der Deutschen in Kasachstan; Hrsg.: Göttinger Arbeitskreis.


Gefördert durch


UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger

Kontakt

Lew Kopelew Forum
Neumarkt 18a
50667 Köln


Tel. (0221) 2 57 67 67
Fax. (0221) 2 57 67 68
info@0cdec7d670944521a856bdd4943a3bb4kopelew-forum.de  

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