„Toleranz, Moral, Menschlichkeit –

die Ideale und Träume  der deutschen und russischen

Aufklärer sind keine wirklichkeitsfremden Utopien.


Sie sind Wegweiser für unsere Gegenwart und Zukunft."


Lew Kopelew



Mi., 26.01.22, 19.00 Uhr

NUR ONLINE

Wieder "Volksfeinde":
Warum wollen die russischen Behörden
Memorial beseitigen?

Filmvorführung und Gespräch mit den Vertretern von Memorial

Mit dem Vorwort des Friedendnobelpreisträgers Dmitrij Muratov


Eine Dokumentation auf Russisch mit englischen Untertiteln

Anschließende Diskussion in deutscher und russischer Sprache
mit Konsekutivdolmetschen von Erika Rubinstein


Memorial ist die älteste Menschenrechtsorganisation Russlands, die zu einem Symbol der Zivilgesellschaft geworden ist. Zurzeit wird die Organisation massiv unter Druck gesetzt: Zwei der wichtigsten Verbände sind vom Verbot bedroht – Memorial International und das Menschenrechtszentrum Memorial. Beiden Organisationen wird vorgeworfen, gegen das „Agenten-Gesetz“ verstoßen zu haben; das Menschenrechtszentrum wird darüber hinaus der Unterstützung von Terrorismus und Extremismus bezichtigt. Gerichte haben ein Verbot ausgesprochen, die Urteile sind aber noch nicht rechtskräftig.

Der Film „Säuberung der Erinnerung“ von Konstantin Goldenzweig wurde gedreht im Auftrag des Fernsehsenders "Dozhd", eines der letzten unabhängigen Medien in Russland. "Dozhd" hat mit jenen gesprochen, die ein paar Jahre vor dem Zusammenbruch der UdSSR zu der Bewegung gehörten, aus der Memorial hervorging. Wie hat eine kleine Gruppe von Dissidenten verbotene Erinnerungen an den Gulag gesammelt und aufbewahrt? Und was wird nun aus der Datenbank der Erschossenen und Verfolgten in der UdSSR, wenn die Organisation aufgelöst wird?

Der Film wird mit einem Vorwort des Friedensnobelpreisträgers Dmitrij Muratov eingeleitet. Im Anschluss findet eine Diskussion mit den Menschenrechtlern von Memorial statt.

DIE VERANSTALTUNG FINDET ONLINE STATT

Um an der Veranstaltung teilzunehmen, melden Sie sich bitte unter dem folgenden Link an: https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZwude-rpzsvEtYB8d1EqkYO7qFuTZ-N5fAB

Nach der Registrierung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit Informationen über die Teilnahme am Meeting.

Die Veranstaltung wird live auf unserem YouTube-Kanal übertragen



So., 30.01.22, 16.00 Uhr

PRÄSENZ UND ONLINE

„Putin unter Druck setzen!“

Vortrag und Gespräch mit dem Stabschef und Vertrauten von Alexej Nawalny

Leonid Wolkow

In Zusammenarbeit mit Freies Russland NRW e.V.

Moderation: Robert Baag, freier Journalist mit Osteuropa-Schwerpunkt

Konsekutives Dolmetschen ins Deutsche von Erika Rubinstein

Die Verhaftung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny vor einem Jahr in Moskau markierte den Anfang einer beispiellosen Welle von Repressalien und Unterdrückungsmaßnahmen gegen die Zivilgesellschaft in Russland. Oppositionelle Politiker und Andersdenkende werden verhaftet, regimekritische NGOs, darunter international anerkannte und renommierte wie Memorial, werden zwangsaufgelöst. Die Zerschlagung von zivilgesellschaftlichen Strukturen entspricht im Inneren der aggressiven Außenpolitik Russlands und den zahlreichen Kriegen und Konflikten, die Russland im postsowjetischen Raum führt – in der Ukraine, in Belarus, und neulich in Kasachstan.

Nach Nawalnys Verhaftung wurden seine Büros und Stiftungen - der Fonds zur Bekämpfung von Korruption (FBK) und der Fonds zum Schutz der Bürgerrechte - als extremistische Organisationen eingestuft und verboten. Leonid Wolkow, der Nawalny-Büros in den Regionen leitete und sein Vertrauter bei den Präsidentschaftswahlen 2018 war (im Zuge dieser Wahlkampagne wurde Wolkow fünf Mal verhaftet und verbrachte insgesamt 95 Tage in Haft) lebt nun im Exil.

„Man muss Putin unter Druck setzen, damit er Nawalny und andere politische Gefangene wieder freilässt, und damit er zum politischen Dialog mit der Zivilgesellschaft zurückkehrt, statt zu Repressionen zu greifen. Und das geht, indem man gezielte personenbezogene Sanktionen wegen Geldern verhängt, die dem russischen Steuerzahler gestohlen wurden… Von dieser Position aus muss man mit ihm sprechen, eben aus einer Position der Stärke heraus. Dies ist, was Europa, die USA und Großbritannien jetzt tun können, um Putin tatsächlich aufzuhalten“, - sagte Leonid Wolkow in einem Interview mit der Deutschen Welle am 05.01.2021.

Mit Leonid Wolkow sprechen wir über die Lage der Zivilgesellschaft in Russland, über Alexej Nawalny, die Bedrohung des Putinschen Regimes für Russland und für die Welt, sowie darüber, was man in Deutschland und Europa für die Unterstützung der russischen Zivilgesellschaft tun kann.

Leonid Wolkow ist ein russischer Oppositionspolitiker und IT-Spezialist. Er hat zahlreiche Proteste und Wahlkampagnen organisiert. 2013 leitete er Alexej Nawalnys Wahlkampfzentrale bei der Bürgermeisterwahl in Moskau, 2017-2018 organisierte er seine Wahlkampagne bei den Präsidentschaftswahlen in Russland. Seit 2019 lebt er im Exil.

Um eine verbindliche Anmeldung für die Präsenzveranstaltung wird bis zum 30.01.2022 unter info@kopelew-forum.de oder telefonisch unter 0221 257 67 67 gebeten. Es gilt 2G Plus Regel.

Eintritt frei / Voranmeldung erforderlich


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