„Toleranz, Moral, Menschlichkeit –

die Ideale und Träume  der deutschen und russischen

Aufklärer sind keine wirklichkeitsfremden Utopien.


Sie sind Wegweiser für unsere Gegenwart und Zukunft."


Lew Kopelew





Ende September 2019 traf sich der Ehrenvorsitzende des Lew Kopelew Forums,

Fritz Pleitgen, mit Studierenden im Institut für Journalistik der Universität St. Petersburg.

Die Bilder


Die Aufzeichnung dieses Treffens


Anlässlich eines Besuchs des Ludwig-Museums im staatlich Russischen Museum wurde

Fritz Pleitgen von Anastasia Grochowskaja von der Kulturinitiative „Cultura“ zu einem Gespräch gebeten. Dort sprach er u.a. über Lew Kopelew und das Sammler-Ehepaar Irene und Peter Ludwig. Das Gespräch wurde aufgezeichnet.




Unsere nächste Veranstaltung

Freitag, 06. Dezember 2019, 19:00 Uhr

Buchvorstellungen und Gespräch mit den Autoren

Buchvorstellungen und Gespräch

mit den Autoren


Tim Tichatzki und Mark Zak

Moderation: Katharina Heinrich, Osteuropahistorikerin, LKF-Beirat

Tim Tichatzki


Roter Herbst in Chortitza

Nach einer wahren Geschichte


Brunnen-Vlg Gießen 2018


1919. Ein Bürgerkrieg fegt mit aller Gewalt über das zerfallene Zarenreich. Gefangen zwischen den Fronten, finden die beiden Freunde Willi und Maxim ein von Soldaten zurückgelassenes Maschinengewehr. Für Maxim ein Geschenk des Himmels, für Willi die größte Herausforderung seines Glaubens, denn als Sohn mennonitischer Siedler hat er gelernt, jede Form von Gewalt abzulehnen. Eine Zerreißprobe für die Freundschaft der beiden Jungs. Während Willis Familie in der aufkommenden Sowjetdiktatur ums nackte Überleben und um ihren Glauben kämpft, schlägt sich Maxim ausgerechnet auf die Seite des Regimes. Beide wissen nicht, ob sich ihre Wege je noch einmal kreuzen werden. Zwei Lebenswege inmitten der sowjetischen Diktatur, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Tim Tichatzki erzählt ein Kapitel russisch-sowjetischer und zugleich ein Stück eigener Familiengeschichte. Schonungslos, packend und herzergreifend zu lesen.


Tim Tichatzki, Jg. 1974, ist Diplomvolkswirt und lebt mit seiner Familie in Köln. Er engagiert sich in der Lebenswert-Stadtkirche Köln

Mark Zak

Erinnert euch an mich
Über Nestor Machno
Porträt des ukrainischen Anarchisten

Editon-Nautilus Hamburg 2018

Von der sowjetischen Geschichtsschreibung zum Mörder und Banditen degradiert, von den Anarchisten in aller Welt als Held, als ukrainischer Che Guevara verherrlicht, hat Nestor Machno (1888-1934), der Führer einer nach ihm benannten legendären Volksbewegung und Bauernarmee Machnowtschina (zwischen 1917 und 1922 gehörten ihr bis zu 100.000 Freiwillige an), den Ausgang des russischen Bürgerkriegs entscheidend beeinflusst. Unter der schwarzen Fahne der Anarchie führte Machno von 1918 bis 1921 einen kompromisslosen Partisanenkrieg gegen alle – gegen Anhänger des Zaren, Bolschewiken, ukrainische Nationalisten, deutsche und österreich-ungarische Truppen – und für die kollektive Selbstverwaltung der Bauern und Arbeiter in einer herrschaftsfreien staatenlosen Gesellschaft.

Aus Memoiren, Berichten, Verhörprotokollen und Briefen von Zeitzeugen, die er recherchierte und z.T. erstmals ins Deutsche übersetzte, hat Mark Zak ein vielstimmiges Porträt des überlebensgroßen Bauernführers zusammengestellt aber ausdrücklich kein Urteil über ihn gefällt.

Mark Zak ist ein deutscher Schauspieler und Autor. Geb. 1959 in Lviv/Lemberg, wuchs Zak in Odessa auf und kam 1974 mit seiner Familie nach Westdeutschland. Von 1977 bis 1980 besuchte er die Schauspielschule Der Keller in Köln. Mark Zak hat in über hundert deutschen und internationalen Filmen mitgewirkt, unter anderem 2010 in The Tourist und 2014 in Bridge of Spies. Er hat drei Töchter und lebt mit seiner Frau in Köln.



In Kooperation mit dem Kulturreferat für Russlanddeutsche am Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte.

Gefördert von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien

UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger


Fotoausstellung


In schwindendem Licht | In Fading Light
Spuren jüdischen Lebens im Osten Europas


Farbfotografien von Christian Herrmann


Im Osten Europas, in einem Gürtel zwischen Baltikum und Schwarzem Meer, lebte einst die Mehrheit der europäischen Juden. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie von den deutschen Besatzern und ihren Helfern nahezu vollständig ermordet. Geblieben sind die Spuren früheren jüdischen Lebens: zerstörte oder zweckentfremdete Synagogen, überwucherte Friedhöfe, Grabsteine im Straßenpflaster, Spuren von Haussegen an den Türpfosten.


Der Kölner Fotograf und Blogger Christian Herrmann bereist seit Jahren Osteuropa, um solche Spuren zu dokumentieren. Als Fotograf interessiert er sich vor allem für Orte, die noch von keiner „Erinnerungskultur“ überformt wurden und wo die verheerende Kraft der Diktaturen des 20. Jahrhunderts unmittelbar sichtbar wird.

Christian Herrmann (*1962) lebt in Köln und arbeitet für eine Non-Profit-Organisation in Bonn. Seit Jahren bereist er Osteuropa auf der Suche nach Spuren jüdischen Lebens. Aus den dabei aufgenommenen Fotografien entstehen Ausstellungen und Bücher. Seine Erlebnisse dokumentiert er im Blog Vanished World, ein Online-Archiv, das beständig fortgeschrieben wird.


Eintritt frei

Dauer der Ausstellung: 20.11.19 – Mo., 16.12.19, Öffnungszeiten: mo/do/fr.: 10.00 -15.00,

mi.: 12.00 – 19.00, di. geschlossen, sowie nach Vereinbarung und während der Veranstaltungen.


Alle Veranstaltungen

Kontakt

Lew Kopelew Forum
Neumarkt 18
50667 Köln


Tel. (0221) 2 57 67 67
Fax. (0221) 2 57 67 68
info@64bf3410aae647fda2121d008b237a70kopelew-forum.de  



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