„Toleranz, Moral, Menschlichkeit –

die Ideale und Träume  der deutschen und russischen

Aufklärer sind keine wirklichkeitsfremden Utopien.


Sie sind Wegweiser für unsere Gegenwart und Zukunft."


Lew Kopelew





Ende September 2019 traf sich der Ehrenvorsitzende des Lew Kopelew Forums,

Fritz Pleitgen, mit Studierenden im Institut für Journalistik der Universität St. Petersburg.

Die Bilder


Die Aufzeichnung dieses Treffens


Anlässlich eines Besuchs des Ludwig-Museums im staatlich Russischen Museum wurde

Fritz Pleitgen von Anastasia Grochowskaja von der Kulturinitiative „Cultura“ zu einem Gespräch gebeten. Dort sprach er u.a. über Lew Kopelew und das Sammler-Ehepaar Irene und Peter Ludwig. Das Gespräch wurde aufgezeichnet.



Der Kapitän der Seenotrettungsinitiative Mission Lifeline, Trägerin des

Lew Kopelew Preises 2019, Claus-Peter Reisch, wurde am 07.01.2020 nach 559 Tagen im Berufungsverfahren in Malta freigesprochen. Er war in erster Instanz wegen eines angeblichen Registrierungsfehlers zu 10.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden.


Bericht in der Tagesschau vom 07.01.2020



Unsere nächste Veranstaltung

Dienstag, 28. Januar 2020, 18.00 Uhr

Filmvorführung und Gespräch mit dem Regisseur

Nicolas Miletitch



Auf den Erfolg unserer hoffnungslosen Sache!

Doku, Frankreich; 81‘; 2018; Sprache: russisch mit englischen Untertiteln;

Regie: Nicolas Miletitch u. Jewgenij Golinkin; Buch: Nicolas Miletitch; Kamera: Naira Dawlaschjan, Andrej Borodulin u.a.; Produzent: Nicolas Miletitch

Moderation: Maria Birger, Historikerin, Doktorandin an der Humboldt Universität zu Berlin, LKF-Beirat

Dies ist ein Film über sowjetische Dissidenten - eine nicht allzu große Gruppe von Menschen, die den Mut und die Kraft hatten, in den 1960er bis 1980er Jahren für Freiheit und Menschenrechte in der Sowjetunion zu kämpfen, als der KGB allmächtig war und die Proteste einzelner Aktivisten hoffnungslos schienen. Einige von ihnen sind auf der ganzen Welt bekannt: der Atomphysiker Andrej Sacharow oder der Schriftsteller Alexander Solschenizyn. Aber hinter ihnen standen Hunderte von anderen, die ihre Freiheit riskierten, Jahre in Arbeitslagern und psychiatrischen Anstalten einsaßen und ihren Glauben und ihre Ideale verteidigten. Russen, Ukrainer, Juden, Orthodoxe, Adventisten ... Sie gaben Untergrundzeitschriften heraus, waren Mitglieder verbotener religiöser Organisationen, kämpften für ihr Recht, ihre Ansichten offen zu äußern, und ihre Sprache und Kultur zu bewahren. Die Geschichten dieser Menschen bilden die Geschichte der Widerstandsbewegung, die Geschichte des Kampfes für die Freiheit in einem nicht freien Land.

„Im Grunde war unsere Welt sehr einfach konstruiert. Es gab Leute, die bereit waren, mit einer Gefängnisstrafe für eine solch flüchtige Sache wie das Selbstwertgefühl zu bezahlen. Und es gab diejenigen, die dazu nicht bereit waren. Das ist alles. Ich mache den Letzteren keine Vorwürfe. Der Mensch ist von Natur aus schwach “, sagt Dissident Sergei Kowaljow.

Heute sind sie und ihr Lieblingstoast "Auf den Erfolg unserer hoffnungslosen Sache!" größtenteils vergessen. Aber ohne sie hätte es vielleicht in den 1980er Jahren in der UdSSR keine historischen Veränderungen gegeben.

Im Film sind zu sehen: Alexander Lawut, Ljudmila Alexejewa, Sergei Kowaljow, Natalia Gorbanewskaja, Joseph Begun, Vater Gleb Jakunin, Juri Orlow, Rostislav Galetsky, Vera Laschkowa, Alexander Ogorodnikow, Arina Ginzburg, Alexander Podrabinek, Wassil Owsienko, Semion Gluzman und Nikolas Miletitch.



Nicolas Miletitch wurde 1953 in Paris geboren. Seit 1977 arbeitet er bei der Nachrichtenagentur Agence France Presse. 1978-1981 war er Korrespondent von France Presse in Moskau, von wo aus er aufgrund seiner Verbindungen zu Dissidenten ausgewiesen wurde. Später leitete er das Büro der Agentur in Belgrad (1988-1994) und berichtete über den Fall des kommunistischen Regimes in Albanien und über die jugoslawischen Kriege. Aus Belgrad wurde Miletitch von Slobodan Milosevic ausgewiesen und ging nach Moskau, wo er das Büro der Agence France Presse leitete (1994-2001). Von 2006 bis Juni 2009 war er Chefredakteur der AFP. Von 2010 bis 2018 leitete er wieder das Büro der Agentur in Moskau.

Filmographie

2018 - Auf den Erfolg unserer hoffnungslosen Sache (zusammen mit Jewgenij Golynkin)
2008 - Die geheime Geschichte des Archipels Gulag (zusammen mit Jean Crépu)

UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger


Alle Veranstaltungen

Kontakt

Lew Kopelew Forum
Neumarkt 18
50667 Köln


Tel. (0221) 2 57 67 67
Fax. (0221) 2 57 67 68
info@b216d3e4a6a74d25a0791c2eef444067kopelew-forum.de  



Mitglied werden

Werden Sie Mitglied

im Lew Kopelew Forum.

Mit finanzieller Unterstützung

der Stadt Köln

Gefördert durch das Land NRW

Der Ministerpräsident des Landes

Nordrhein-Westfalen


Gefördert durch

Gefördert durch