„Toleranz, Moral, Menschlichkeit –

die Ideale und Träume  der deutschen und russischen

Aufklärer sind keine wirklichkeitsfremden Utopien.


Sie sind Wegweiser für unsere Gegenwart und Zukunft."


Lew Kopelew





Unsere nächste Veranstaltung

Montag, 29. Oktober 2018, 19.00 Uhr

Buchvorstellung

Christa Wolf/Lew Kopelew


Sehnsucht nach Menschlichkeit

Der Briefwechsel 1969-1997

Briefe und Dokumente, Texte und Fotos, hrsg. und mit einem Essay von Tanja Walenski,

Geleitwort von Fritz Pleitgen, Steidl Verlag, Göttingen 2017

Eröffnung: Thomas Roth, Vorsitzender des LKF

Tanja Walenski und Fritz Pleitgen im Gespräch mit Sergej Lochthofen (Moderation)



Lesung: Marietta Bürger und Bernt Hahn

In Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Büro Bundesstadt Bonn

„Es ist sehr gut, dass Du in dieser Welt da bist“ schreibt Lew Kopelew 1973 an Christa Wolf aus Moskau.

Lew Kopelew hatte Christa und Gerhard Wolf vier Jahre nach dem Mauerbau 1965 in Ost-Berlin kennengelernt. Trotz unterschiedlicher Standpunkte bezüglich der Teilung und der Wiedervereinigung Deutschlands entwickelte sich über 32 Jahre des regen Briefwechsels eine enge Freundschaft zwischen beiden. 1977 schreibt Lew Kopelew an Christa Wolf aus Moskau: „Die allgemeine Situation bei uns ist wohl in manchen Hinsichten schlimmer als bei Euch. Denn wir können nichts publizieren und eine Vertreibung (Ausbürgerung) für unsereinen wäre viel schlimmer als ein Exil‚ aus Deutschland nach Deutschland‘.“

Doch Christa Wolf hadert mit der Frage: Gehen oder bleiben? In vielen ihrer Briefe offenbart sich ihre Zerrissenheit zwischen Privilegien und der Observation durch das MfS, zwischen Familieninteressen und der Frage nach dem Sinn des Schreibens. Im verborgenen Austausch mit dem Ehepaar Kopelew fand Christa Wolf Zuflucht.

„Diese Briefe“, schrieb das ND, „die von zeitresistenter Zuneigung, von fragloser Solidarität, vom Aufbäumen der Anständigkeit gegen die Dogmatik erzählen, dürfen als Zuarbeit für den erwähnten Zeiten- und Weltenwandel 1989 betrachtet werden. Begleitet sind die Texte von präzisen, geradezu erzählerischen Anmerkungen der Herausgeberin Tanja Walenski und ihrem spannenden (hier ein Adelswort!) biographischen Essay – dieser Text hat den schönen Titel »Buchweizenlicht«”.

Sergej Lochthofen ist Autor und Journalist. Geboren in der Straflagerstadt Workuta im Nord­osten Russlands als Sohn eines inhaftierten deutschen Emigranten und der Tochter eines verbannten russischen Revolutionskommissars kam er mit fünf Jahren mit den Eltern in die DDR, wo er eine russische Schule besuchte. Er studierte Malerei in Simferopol/Krim und Journalistik in Leipzig. 1990 bis 2009 verantwortete er die Zeitung Thüringer Allgemeine. Er führte die ehemalige Parteizeitung 1990 in die Unabhängigkeit und pro­filierte das Blatt als eine der wenigen wahrnehmbaren Stimmen Ost­deutschlands in der gesamtdeutschen Öffentlichkeit. Das Medium-Magazin wählte ihn zum regionalen „Chefredakteur des Jahres“; Fernsehzuschauer kennen ihn als Stimme des Ostens im ARD-Presseclub oder in der Phoenix-Runde. Autor von: „Schwarzes Eis“ und „Grau“.

Anmeldung erwünscht: info@kopelew-forum.de

Eintritt frei



Empfehlung


Donnerstag, 13. September 2018 bis Mittwoch, 31. Oktober 2018

Goethe-Institut St. Petersburg


Ausstellung und Journal

Ferngespräche

Heinrich Böll und Lew Kopelew




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