Veranstaltungen 2005
Dienstag, 25. Januar 2005, 19.00 Uhr
Politisches Gespräch
Die politische Situation in der Ukraine
Berichte und Diskussion mit ukrainischen und deutschen Gästen
Podiumsteilnehmer:
Aus der Ukraine:
Jurij Durkot, freier Journalist, Lemberg, Ukraine
Myroslav Marynovych, Vizerektor der Ukrainischen Katholischen Universität, Lemberg
Andrij Portnov, Historiker, Doktorand, Ukrainische Wissenschaftsakademie/Universität Trier
Aus Deutschland:
Prof. Gerhard Simon, Uni Köln, Ukraine-Kenner,
Moderation: Ute Schaeffer, ukrainische Redaktion DW
Künstlerische Umrahmung
Ausgewählte Arbeiten aus der
Fotoausstellung von Sergej Kudriaschow
„Kiew - die goldene Stadt am Dnjepr“.
Sergej Kudriaschow zeigt hier Fotos seiner Heimatstadt, der 2,6 Millionen Einwohner zählenden Metropole.
Der Künstler stammt aus einer Musikerfamilie. Seine Ausbildung absolvierte er an den Konservatorien Kiew und Lviv/Lemberg (damals: Lwow). Seit 1993 lebt er in Wesseling. Seit 4 Jahren leitet der Dirigent Kudriaschow die in Köln musizierende Mandolinen-Konzert-Gesellschaft „Harmonie“. Außerdem ist er künstlerischer Leiter der Eichholzer Schloßkonzerte und als Dozent an der VHS Köln tätig. Die Unterrichtstätigkeit als Gitarrenlehrer ergänzt seine musikalischen Aktivitäten.
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Donnerstag, 27. Januar 2005, 19.00 Uhr
Buchvorstellung
Ursula Rumin
„Im Frauen-Gulag am Eismeer“
Langen Müller Herbig, München 2004
im Gespräch mit
Dr. Gasan Gusejnov, DW-WORLD.de, Universität Bonn
Ursula Rumin, geb. 1923 in Schlesien, kam 1949 nach Berlin, wo sie als Drehbuchautorin, unter anderem für die DEFA im Osten der Stadt arbeitete. 1952 wurde sie von West- nach Ostberlin gelockt und vom sowjetischen Geheimdienst verhaftet. Ein Militärtribunal beschuldigte sie der angeblichen „Spionage und konspirativen Zusammenarbeit mit dem Feind“ und verurteilte sie zu 15 Jahren Zwangsarbeit. Nach monatelangem Leiden in Gefängnissen in Ostberlin und Moskau wurde sie ins Zwangsarbeitslager Workuta am nördlichen Polarkreis verbracht. Ihre Zeit im Frauen-Lager am Eismeer, die Schwerstarbeit bei Minustemperaturen bis 65 Grad beschreibt sie erstmals in diesem packenden Bericht. Anfang 1954 konnte sie dank einer Amnestie nach Berlin zurückkehren.
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Donnerstag, 17. Februar 2005, 19.00 Uhr
Buchvorstellung
Die Große Hungersnot in der Ukraine 1933
(Holodomor) und Lew Kopelew
Vorstellung der ersten umfassenden Publikation über den Holodomor in deutscher Sprache:
Vernichtung durch Hunger
Der Holodomor in der Ukraine und der UdSSR,
Berlin 2004 (Osteuropa 12/2004)
Zwangskollektivierung und Lebensmittelrequirierungen führten in der Ukraine und in anderen Teilen der Sowjetunion im Winter 1932/33 zu einer verheerenden Hungersnot, der Millionen Bauern zum Opfer fielen.
Lew Kopelew stand damals auf der Seite der Diktatur: Der überzeugte Jungkommunist Lew Kopelew ließ sich in der Zeit von dem Regime einspannen. In den späteren Jahren bekannte der überzeugte Bürgerrechtler seine Schuld, an den verbrecherischen Aktionen von damals teilgenommen zu haben, und setzte sich aufrichtig und äußerst kritisch wie selbstkritisch mit dem Regime auseinander.
In seiner Selbstbiographie „Und schuf mir einen Götzen“ gab er sich und der Welt Rechenschaft.
Es referieren: Privatdozent Dr. Guido Hausmann, Dr. Rudolf Mark, Prof. Dr. Gerhard Simon
Moderation: Prof. Dr. Gerhard Simon
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Donnerstag, 24. Februar 2005, 19.30 Uhr
Dialog mit Lichtbildern
und Tondokumenten
Ort: Domforum, Domkloster 3
Literarische Gesellschaft Köln,
Freunde der Stadtbücherei Köln
in Zusammenarbeit mit dem Lew Kopelew Forum
„Geduld! Die Sonne steigt im Osten auf...“
Georg Wilhelm Steller und Adelbert von Chamisso: Reiseberichte deutscher Naturforscher über Russlands Osten und den nördlichen Pazifik.
Dialog mit Lichtbildern und Tondokumenten zwischen Ullrich Wannhoff und Frank Möller.
Mit Steller (1709-43) und Chamisso (1781-1831) werden zwei bedeutende Unbekannte der Naturforschung vorgestellt. Beide haben Reisebeschreibungen von beachtlicher naturkundlicher und literarischer Qualität hinterlassen, die zweifellos zum unverzichtbaren Kanon deutscher Natur- und Geistesgeschichte gehören, beide waren in russischen Diensten an der Erschließung Sibiriens, der Kamtschatka und des nördlichen Pazifikraums bis hinauf nach Alaska beteiligt – als Zivilisten expansiver Unternehmungen mit militärischer Befehlsstruktur. Ullrich Wannhoff, Maler, Naturfotograf und Forscher, ist den Spuren Stellers und Chamissos auf zahlreichen Langzeitreisen gefolgt. Frank Möller traf Ullrich Wannhoff 2004 auf der Beringinsel zu gemeinsamen Exkursionen; er ist Journalist, Autor und Vorstandsmitglied der Literarischen Gesellschaft.
Karten an der Abendkasse: 4,00 €/ 3,00 € Rentner, Studenten, Schüler /Mitglieder frei
Die Fotoausstellung von Sergej Kudriaschow
„Kiew - die goldene Stadt am Dnjepr“
wird nur noch bis zum 24. Februar gezeigt.
Dienstag, 01. März 2005, 19.00 Uhr
Buchvorstellung
Wladyslaw Bartoszewski
Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 1986, ehem. polnischer Außenmiminster
stellt sein Buch:
„Und reiß uns den Haß aus der Seele“
Die schwierige Aussöhnung von Polen und Deutschen
Deutsch-Polnischer Verlag, Warschau 2005, vor.
Eröffnung: Elzbieta Sobótka, Generalkonsulin der Republik Polen in Köln
Moderation: Dr. Elisabeth Weber,
Mitglied des LKF-Beirates, ehem. Osteuropa-Referentin in der Bundestagsfraktion der Grünen
In Zusammenarbeit mit der DPG Bonn.
Wladyslaw Bartoszewski (geb. 1922); 1940-1941 Auschwitz-Häftling, danach im Kampf gegen die deutsche Besatzung in Polen aktiv, langjähriger Mitarbeiter der katholischen Wochenzeitschrift „Tygodnik Powszechny“, Autor zahlreicher Bücher über die NS-Verbrechen in Polen, Lehrbeauftragter und Professor für Zeitgeschichte an Universitäten in Polen und Deutschland; im kommunistischen Polen mehrfach inhaftiert, u.a. als Mitglied der demokratischen Opposition; nach der Wende von 1989 Botschafter der freien Republik Polen in Wien und anschließend zweimal Außenminister; vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1986.
Wladyslaw Bartoszewski gehörte zu der kleinen Gruppe couragierter Menschen, die sich nach 1945 bemühten – zumeist von der christlichen Versöhnungsbotschaft inspiriert – das tragische Erbe der Vergangenheit zu überwinden und neue Wege in eine gemeinsame Zukunft aufzuzeigen. Das Engagement des ehemaligen KZ-Häftlings und Kämpfers im Warschauer Aufstands hatte besondere Aussagekraft.
In seinen Erinnerungen zeichnet der Autor das mehr als fünfzigjährige Ringen um Wiederannäherung des polnischen und deutschen Volkes nach. Besondere Bedeutung misst er dabei Initiativen im Raum der christlichen Kirchen bei wie der „Aktion Sühnezeichen“ in der DDR oder „Pax Christi“ in der BRD sowie der katholischen „Znak“-Bewegung in Polen. Bartoszewski schildert, wie ein authentischer deutsch-polnischer Dialog durch die kommunistische Herrschaft in Polen und der DDR bis 1989 erschwert wurde. Kritisch setzt er sich aber auch mit der westdeutschen Polen-Politik auseinander: mit der Zaghaftigkeit vieler Christdemokraten aus Rücksicht auf die Vertriebenenverbände genauso wie mit der Ignorierung der polnischen demokratischen Opposition von Seiten der Sozialdemokraten.
Ein sehr persönliches, von Anekdoten durchwobenes Buch, das tiefe Einblicke in das deutsch-polnische Verhältnis ermöglicht.
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Samstag, 09. April 2005, 17.00 Uhr
Klavier und Kammermusikkonzert zum 93. Geburtstag von Lew Kopelew
Im Rahmen des Musikprojektes von Alla Blatow, Anton Rubinstein Akademie Düsseldorf:
Junge Musiker im Lew Kopelew Forum
Meisterschüler von Alla Blatow.
In Zusammenarbeit mit dem Steinway-Haus Düsseldorf.
Julian Gorus, Lin Lin, Esther Kim, Olga Schonurowa,Radoslava Stoimenova, Damira Schumacher, Katja Ledig
UKB: 10,00 € / 5,00 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Kölnpasses
13. April – 15. April 2005
3-tägige Veranstaltungsreihe zum 90. Jahrestag des Völkermordes an Armeniern
(armenischer Nationalfeiertag: 24. April 1915)
Idee und Konzeption: Elvira Reith, Karo Dame Kulturprojekte, Köln
Schirmherr: Dr. phil. h.c. Ralph Giordano
Mittwoch, 13. April 2005, 19.00 Uhr
Vernissage
Begrüßung: Fritz Pleitgen, Vorsitzender des Lew Kopelew Forums und Intendant des WDR;
S.E. Erzbischof Karekin Bekdjian, Primas der Armenischen Kirche in Deutschland
Ansprache: Dr. phil. h.c. Ralph Giordano
Eröffnung der Ausstellung:
lost landscapes, lost visions - verlorene Umkehr
Albert Vardanyan: Skulpturen;
Vahan Topchyan: Zeichnungen, Aquarelle
Einführung in die Ausstellung: Kuratorin Elvira Reith
Musikalisches Programm: Shushan Hunanyan, Piano, Marie Hunanyan, Violine spielen Werke von Komitas (eigentlich: Soghomon Soghomonyan, *1869, Anatolia; U1935, Paris) und Paganini
Die Künstler werden anwesend sein.
In Kooperation mit Alexan Ter-Minasyan, Gyumri/Armenien
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Dauer der Ausstellung: 13.4.-25.5.2005.
Donnerstag, 14. April 2005, 19.00 Uhr
Filmvorführung
Armenien im Frühling — April 2004
Eine Annäherung
Ergebnis einer Recherche-Reise. Eindrücke rund um den 24. April, den nationalen Gedenktag. Eine Annäherung an das Land, die Musik, die Menschen und die Kunst.
Ein Film von Wilfried Kaute und Elvira Reith — Moviementi Filmproduktion Köln 2004.
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Freitag, 15. April 2005, 19.00 Uhr
Vortrag, Lesung, Gespräch
Dr. Raffi Kantian, Autor und Publizist
Einführung in die Literatur Armeniens im Gedenken an den Genozid.
Der Schauspieler Bernt Hahn liest aus Edgar Hilsenraths Roman „Das Märchen vom letzten Gedanken“.
Anschließend Ehrengast Edgar Hilsenrath [*1926]
im Gespräch mit seinem Herausgeber Helmut Braun
In Zusammenarbeit mit dem Dittrich-Verlag Berlin/Köln.
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Donnerstag, 28. April, 19.00 Uhr
Buchvorstellung
Michael Wieck
Zeugnis vom Untergang Königsbergs
(jetzt auch auf Russisch)
Buchvorstellung (mit Bildmaterial) und Diskussion mit dem Autor. Moderation (auf Russisch): Dr. Klaus Harer, Deutsches Kulturforum östliches Europa, Potsdam
Russische Texte liest Dr. phil. Ruslan Schlapakow
In Anwesenheit des Autors präsentiert das Deutsche Kulturforum die russische Ausgabe von Michael Wiecks Erinnerungsbuch „Zeugnis vom Untergang Königsbergs“.
Seine Kindheit und Jugend als „Geltungsjude“ im nationalsozialistischen Königsberg und die schwere Zeit nach 1945, als er im inzwischen sowjetischen Kaliningrad gemeinsam mit der verbliebenen deutschen Bevölkerung den Repressalien der neuen Herren ausgesetzt war, hat Michael Wieck in seinem Buch "Zeugnis vom Untergang Königsbergs. Ein ,Geltungsjude' berichtet" festgehalten. Das Buch, mit einem Vorwort von Siegfried Lenz, hat seit 1988 bereits sieben Auflagen erlebt (eine achte wird derzeit im Verlag Beck vorbereitet), eine Übersetzung ins Englische erschien 2003 in den USA. Eine russische Ausgabe war wegen der unmissverständlichen Schilderung der ersten Jahre des russisch-sowjetischen Kaliningrad [1945-48] bis vor Kurzem unmöglich. Eine von dem Kaliningrader Universitätsangestellten Jurij Wolkow erarbeitete russische Übersetzung wurde von verschiedenen Kommissionen begutachtet, aber nicht in die bestehenden Förderprogramme für Übersetzungen deutscher Königberg/Kaliningrad Literatur aufgenommen.
Schließlich nahm sich das Deutsche Kulturforum östliches Europa des russischen Manuskripts an und fand in dem kleinen St. Petersburger Verlag Hyperion einen engagierten Partner für das Buch in Russland, das im Frühjahr 2004 erschien...
Veranstaltung vorwiegend in russischer Sprache mit stellenweise deutscher Übersetzung.
In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Donnerstag, 19. Mai 2005, 19.00 Uhr
Politisches Gespräch
Ökologie und Demokratie in Russland
Thomas Roth, (ARD-Hauptstadtstudio)
im Gespräch mit Grigorij Pasko,
Podiumsteilnehmer: Bernhard Clasen,
Mitbegründer der Initiative „Freiheit für Grigorij Pasko“
sowie „Freiheit für Igor Sutjagin“
Veranstaltung in deutscher und russischer Sprache
Über drei Jahre saß der russische Umweltjournalist Grigorij Pasko in russischen Arbeitslagern im Fernen Osten Russlands. Sein „Verbrechen“: er hatte als Journalist über die Verklappung von radioaktivem Müll in den pazifischen Ozean berichtet, und dabei auch mit japanischen Journalisten zusammengearbeitet. Dies trug ihm den Vorwurf der „Spionage“ und eine mehrjährige Lagerhaft ein. Zahlreiche Organisationen, u.a. Amnesty International, hatten sich für die Freilassung des „Gewissenshäftlings“ Grigorij Pasko eingesetzt.
Pasko wird über die aktuelle Entwicklung von Ökologie und Demokratie in Russland berichten. Ein Schwerpunkt seines Vortrages wird die Kriminalisierung von Wissenschaftlern und Umweltschützern durch den Geheimdienst FSB sein.
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Montag, 23. Mai 2005, 20.00 Uhr
Veranstaltungshinweis
Literaturhaus Köln
Juri Andruchowytsch (Ivano-Frankivsk, Ukraine)
liest aus seinem neuesten Roman „Zwölf Ringe“
Dienstag, 24. Mai 2005, 19.00 Uhr
Podiumsgespräch
Die orange Revolution in der Ukraine - neue Hoffnungen für junge Ukrainer in Deutschland?
Situation und Perspektiven aus der Sicht
von Beteiligten
In Zusammenarbeit mit dem Büro forumNET.Ukraine, Berlin
Moderation: Peter Hilkes, Leiter des Büros forumNET.Ukraine, Berlin
Podiumsteilnehmer: Prof. Dr. Gerhard Simon, Uni Köln, Ukraine-Kenner
Khrystyna Mykolajczuk, ukrainisches Programm der DW-Radio, Bonn
Dr. Randolf Oberschmidt, DAAD, Leiter des Referates 322 (Moldau, Rumänien, Ukraine, Türkei)
Die „orange Revolution“ hat ganz besonders die Jugend in der Ukraine angesprochen und deren Engagement bei der Revolution und auch danach geweckt. Junge Ukrainerinnen und Ukrainer in Deutschland haben sich ebenfalls besonders eingesetzt und für Veränderungen in ihrer Heimat demonstriert. Viele unter ihnen studieren an deutschen Hochschulen, kennen bestens Unterschiede und Gemeinsamkeiten zweier Bildungssysteme und können über Erfahrungen in Deutschland insgesamt, jedoch besonders über Studium und Hochschulreform unter den Vorzeichen des „Bologna-Prozesses“ Auskunft geben. Sie sind zu einem wichtigen Faktor im deutsch-ukrainischen Verhältnis geworden. Über Ihre Situation ist jedoch noch wenig bekannt. Die Podiumsveranstaltung greift vorhandene Aktivitäten und Erfahrungen auf und geht auf die Frage nach der Zukunft des Personenkreises und die Nutzung seiner Kompetenzen für Aktivitäten in den deutsch-ukrainischen Beziehungen ein.
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Sonntag, 29. Mai 2005, 11.00 Uhr
Käthe-Kollwitz-Museum
Szenische Lesung mit musikalischen Improvisationen
Nie wieder Krieg!
Szenische Lesung mit musikalischen Improvisationen zum 60. Jahrestag des Endes des 2. Weltkrieges
In Zusammenarbeit mit dem Käthe Kollwitz Museum und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. BV Köln-Aachen.
Die Schauspieler Sabine Postel, Volker Risch, Walter Gontermann lesen Texte von Bamm, Böll, von Gadow, Kollwitz, Kopelew, Reese und Schade-Bartkowiak
Musikalische Umrahmung: das Duo Kontrasax mit Romy Herzberg und Christina Fuchs.
Eine geschlossene Veranstaltung: nur für die Mitglieder der Veranstalter-Organisationen, mit gesonderter Einladung.
Dienstag, 31. Mai 2005, 19.00 Uhr
Podiumsgespräch
Pressefreiheit in der gelenkten Demokratie
Teilnehmer:
Udo Lielischkies, bis Januar d.J. Moskauer ARD-Korrespondent, Autor zahlreicher Filmreportagen, u.a. des packenden, preisgekrönten Films „Russische Treibjagd – Das Ende einer Reporterin“, in dem er einen Fall der Behörden- und Justizwillkür sowie der Verletzung von Pressefreiheit und Menschenrechten in der russischen Provinzstadt von heute schilderte;
Olga Kitowa, Journalistin, Protagonistin des o.g. Films, Preisträgerin des Preises für Pressefreiheit des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV).
Mit ihrem Schicksal sind auch die Geschicke von fünf Studenten verbunden, die unschuldig zu acht Jahren Lagerhaft verurteilt wurden.
Moderation: NN
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Montag, 06. Juni 2005, 17.30 Uhr
Literaturabend
Bibliotheksgebäude des Slavischen Instituts der Universität Köln, Weyertal 137
Иноземный Пушкин(der fremdländische Puschkin)
Vortrag in russischer Sprache von Aleksej Bukalow
Gemeinsame Veranstaltung mit dem Slavischen Institut der Universität Köln
Aleksej Bukalow, geb. 1940, arbeitete 16 Jahre im diplomatischen Dienst, von 1978 an journalistische Tätigkeit. Seit 1991 Leiter der Agentur ITAR-TASS in Italien und Vatikan. Puschkin-Forscher, Autor eines Buches über afrikanische Folklore, Dokumentarfilmer, Fernsehreporter, Preisträger des italienischen Eugenio Sellvadji-Preises für Journalisten, 2000 ausgezeichnet mit der Puschkin-Medaille des Präsidenten der Russischen Föderation für den großen persönlichen Einsatz bei der Entwicklung der russisch-italienischen Kulturbeziehungen.
Eintritt frei
Mittwoch, 15. Juni 2005, 19.00 Uhr
Vortrag und Szenische Lesung
Stalingrad – zwei Seiten einer Schlacht
Lesung aus Erinnerungen russischer Zivilisten und aus Feldpostbriefen deutscher Soldaten
Einführender Vortrag von Prof. Dr. Jost Dülffer:
Der Krieg in und um Stalingrad 1942-1943
Die Erinnerungen russischer Zivilisten sind veröffentlicht in der vom Städtepartnerschaftsverein Köln-Wolgograd herausgegebenen Dokumentation „ ,...und die Wolga brannte‘. Überlebende aus Stalingrad erinnern sich“, Köln 2003. Die Feldpostbriefe sind zum Teil bisher unveröffentlicht, zum Teil entnommen dem von Jens Ebert herausgegebenen Buch „Feldpostbriefe aus Stalingrad“, Göttingen 2003.
Moderation: Dr. Heinz Timmermann
Mitveranstalter: Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Wolgograd, NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. / Regionalgruppe Mittelrhein.
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Freitag, 17. Juni 2005, 19.00 Uhr
Klavierabend aus der Reihe
Junge Musiker im Lew Kopelew Forum
Musikprojekt von Alla Blatow
Igor Kirillov
Meisterschüler von Alla Blatow
spielt
Sergej Prokofiev Visions fugitives op. 22
Sonate Nr. 4 op. 29
- Allegro molto sostenuto
- Andante assai
- Allegro con brio, ma non leggiere
Pause
Franz Schubert, „Wandererfantasie“ D 760
- Allegro con fuoco ma non troppo
- Adagio
- Presto
- Allegro
UKB: 10,00€ /5,00 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Donnerstag, 23. Juni 2005, 19.00 Uhr
Literaturabend
Richard Wagner
Habseligkeiten
Aufbau-Verlag, Berlin 2004
Moderation: Dr. Elisabeth Weber
Richard Wagner, geb. 1952 im rumänischen Banat, studierte Germanistik und Rumänistik im Temeswar und arbeitete als Deutschlehrer und Journalist. Er veröffentlichte Lyrik und Prosa in deutscher Sprache und war Mitglied der Aktionsgruppe Banat. Nach Arbeits- und Publikationsverbot verließ er Rumänien 1987. Seitdem lebt er als freier Schriftsteller in Berlin. Richard Wagner erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, unter anderem den 2000 erstmals verliehenen neuen deutschen literaturpreis
In seinem neuesten Roman beschreibt er karge und traumhafte Landschaften, erzählt von Verrat und Korruption zu allen Zeiten und setzt den Menschen einer aussterbenden Familie ein wunderbares Denkmal.
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Freitag, 24. Juni 2005, 19.00 Uhr
Präsentation
des neuen Projektes vom Zentrum „NIZ Memorial" St.-Petersburg
„Virtuelles GULAG-Museum“
sowie ein Gespräch über das private und öffentliche Erinnern an GULAG in Russland und seine Resonanz in der Politik.
Es sprechen: Irina Fliege, Direktorin des „NIZ Memorial“, Sankt-Petersburg, sowie Anna Schor-Tchudnowskaja, „Memorial Deutschland“, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt/Main.
Veranstaltung in russischer und deutscher Sprache
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Donnerstag, 14. Juli 2005, 19.00 Uhr
Literarisch-musikalisch-historischer Abend
Aus der Reihe „Europäische Städtebilder“: Kiew
Helmut Braun - Moderation -
erzählt von der Geschichte der Stadt
Barbara Dommer trägt literarische Texte vor
Aaron Proujanski, Tenor, und Ella Proujanskaja, Klavier - musikalische Umrahmung
Ausstellung historischer Land- und Ansichtskarten über Kiew sowie eine kleine Auswahl von Literatur über Kunst und Geschichte Kiews aus der Sammlung von
Dr. Manfred Lohmann, ehem. Leiter der Außenstelle der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kiew.
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Dienstag, 06. September 2005, 18.00 Uhr
Swetlana Gannuschkina im Gespräch mit Dr. Elisabeth Weber, ehem. Referentin für Polen und Russland in der Bundestagsfraktion der Grünen.
Übersetzung: Bernhard Clasen, Arbeitsgruppe „Karabach-Konflikt“
Frau Gannuschkina vertritt die russischen Menschenrechtsorganisationen „Memorial“ und das Komitee „Bürgerbeteiligung“. Sie arbeitet schwerpunktmäßig zu den kriegerischen Konflikten in der ehemaligen Sowjetunion. Als Vorsitzende des „Komitees Bürgerbeteiligung“ gilt sie als eine der wichtigsten russischen Flüchtlingsexpertinnen. Frau Gannuschkina ist Mitglied im Menschenrechtskomitee von Präsident Putin, erhielt 2003 den Menschenrechtspreis von Amnesty International (Deutsche Sektion) und am 20. Juni 2004 den mit 100.000 $ dotierten Nansen-Preis des Flüchtlingshilfswerkes der UNO. Mit einem russlandweiten Beratungsnetzwerk hat sie ein regierungsunabhängiges Netzwerk aufgebaut, das Flüchtlingen in ganz Rußland Beratung und Unterstützung anbietet. Sie ist eine von 1000 für den Friedensnobelpreis 2005 vorgeschlagenen Frauen. (http://www.1000peacewomen.org/)
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Literaturabend - Lesung
Mehrtägige Reihe des Literaturhauses Köln:
Sibirische Sinfonie
Schlaglichter auf eine unbekannte Kultur
Literatur, Essay, Kunst, Film
Donnerstag, 08. September 2005, 19.00 Uhr
Essay
Ein sibirischer alter Mythos und seine neue Realität
Oleg Postnov und Roman Sencin stellen ihre 20-minütigen Essays zum Thema „Sibirische Sinfonie der Großstadt“ vor.
Mit Sibirien verbindet man in Europa sowohl romantische Vorstellungen von endloser Weite und unberührter Natur, als auch negative – Sibirien als Ort des Grauens, der Verbannung, des GULAG. Oleg Postnow und Roman Sencin entwerfen eigene Bilder des modernen Sibiriens. Es wird aus zwei ganz verschiedenen Perspektiven dargestellt: Aus der eines Philologen, der einer Familie des in den 50er Jahren verbannten Gelehrten entstammt und der eines jungen Beobachters, der in der sibirischen Provinz aufgewachsen ist und Sibirien in seinem nicht einfachen Lebenslauf von verschiedenen Seiten kennen gelernt hat.
Roman Sencin, geb. 1971 in Kyzyl, Rep. Tuva, gehört (zusammen mit Ilya Kotchergin) zu einer Gruppe junger Schriftsteller, die von der Literaturkritik als „Junge Realisten“ bezeichnet werden, weil sie ihren Blick direkt und unverstellt auf die Wirklichkeit des sich im Wandel befindenden Russlands richten.
Oleg Postnow, 1962 in Nowosibirsk geboren, Professor für Philologie, Übersetzer und Schriftsteller. Er hat eine Biografie von Iwan A. Gontscharow und zwei Bände mit Novellen und Erzählungen publiziert. Vor kurzem hat er eine Habilitationsarbeit zum Problem des Todes in der russischen Literatur verfasst.
Moderation: Katharina Narbutowic, freie Lektorin, Berlin
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Das Projekt „Sibirische Sinfonie der Großstadt - Schlaglichter auf eine unbekannte Kultur“ wurde von Olga Vostretsova (Kulturmanagerin der Robert Bosch Stiftung aus Nowosibirsk/Russland) konzipiert. Förderer: Förderprogramm der SK Stiftung Kultur, Robert Bosch Stitung
Mittwoch, 28. September 2005, 19.00 Uhr
Podiumsgespräch
Tamara Chikunova,
Preisträgerin des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises zu Gast im LKF
Moderation, Dolmetschen: Bernhard Clasen,
Mitbegründer der Initiative „Freiheit für Grigorij Pasko“ sowie „Freiheit für Igor Sutjagin“
Am Sonntag, den 25. September 2005 findet die sechste Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises an Tamara Chikunova aus Usbekistan statt. Tamara Chikunova aus Usbekistan setzt sich mutig und ungeachtet persönlicher Risiken für die Anerkennung der Menschenrechte in ihrem Heimatland ein. Auch Drohungen und Repressalien der Behörden haben sie in ihrer Entschlossenheit nicht beirren können. Seit ihr Sohn unschuldig zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde, ist die Abschaffung der Todesstrafe und der Folter in Usbekistan zum wichtigsten Ziel ihrer Arbeit geworden. Deshalb gründete sie im Jahr 2000 gemeinsam mit anderen Frauen, die ein ähnliches Schicksal erlitten hatten, die Menschenrechtsorganisation „Mütter gegen Todesstrafe und Folter“. Die Organisation setzt sich unermüdlich für Menschen ein, die gefoltert oder zum Tode verurteilt wurden, klagt diese schweren Menschenrechtsverletzungen öffentlich an und bemüht sich um internationale Unterstützung für ihre Aktivitäten. Weitere Informationen zur Preisträgerin auf folgender Seite:
http://www.menschenrechte.nuernberg.de/
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Dienstag, 04. Oktober 2005, 19.00 Uhr
Im Blickpunkt - Tschetschenien
Lesung und Gespräch
Sabine Adler
Ich sollte als Schwarze Witwe sterben. Die Geschichte der Raissa und ihrer toten Schwestern; Deutsche Verlags-Anstalt, 2005.
Moderation: Klaus Bednarz
Sabine Adler, langjährige Moskau-Korrespondentin des DeutschlandRadios, die unzählige Male in Tschetschenien recherchierte und eine Zeit lang unter Tschetschenen lebte, hat die Geschichte zweier schwarzen Witwen nachgezeichnet – der Schwestern Hejda und Medina, die bei der Geiselnahme im Moskauer Musical-Theater von russischen Sicherheitskräften exekutiert wurden. Klaus Bednarz über das Buch: „Die schwarzen Witwen /.../ sind Opfer der russischen Soldaten und der tschetschenischen Männergesellschaft zugleich. Wer die Komplexität und archaische Tragik des Tschetschenien-Krieges begreifen will, kommt an diesem Buch nicht vorbei.“
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Montag, 09. – Sonntag, 20. November 2005
Kassenhalle der Kreissparkasse, Neumarkt 18
„Das Virtuelle Minenfeld“
Ein Foto für Unicef:
Das kleine Mädchen war so gewöhnt an seine Prothesen, dass es sie für einen ärztlichen Check nicht ausziehen wollte und laut geweint hat, als sie sie abgeben sollte. Sie hat die Prothesen gegriffen, an sich gedrückt und gesagt „Ich gebe sie nicht her“.
Veranstalter: medico international, Kreissparkasse Köln,
Lew Kopelew Forum
Gezeigt wird die Bodeninstallation des Frankfurter Konzeptkünstlers Peter Zizka. Die Installation präsentiert originalgetreue, fotografische Abbildungen von Minen auf mehreren hundert begehbaren Platten in geradezu ästhetisch schön anmutenden Anordnungen. Der Schrecken, den diese heimtückischen Waffen in sich bergen, offenbart sich dem Betrachter erst auf den zweiten Blick. Wer sich auf diesen Blick einlässt, erahnt etwas von der grausigen Realität jener Minenfelder, die noch immer überall auf der Welt das Leben von Menschen beeinträchtigen und gefährden.
Bewusst hat der Künstler das virtuelle Minenfeld der Öffentlichkeit zur „Räumung“ zur Verfügung gestellt. Parallel zur Ausstellung können die einzelnen Elemente der Installation gegen eine Spende von 500 € zugunsten des Minenopfer-Fonds von medico international „geräumt“ werden. An der Aktion haben sich Personen des öffentlichen Lebens genauso wie Schulklassen, Institutionen, Arztpraxen, Anwaltbüros und viele Einzelpersonen beteiligt. Mittlerweile wurden 250 Platten „geräumt“. Am Ende wird das Minenfeld geräumt sein, seine einzelnen Elemente - einem „beweglichen Denkmal“ gleich - an die anhaltende Minenproblematik in vielen Ländern der Erde erinnern.
Peter Zizka, geb. 16. Dezember 1961 in Frankfurt am Main. Ausbildung zum Restaurator, Studium der Visuellen Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, Gründung, zusammen mit Olaf Rahlwes, der Konzeptkunstgruppe MEMORY.
1989 Gründung, zusammen mit Achim Heine und Michael Lenz, des Designbüros Heine/Lenz/Zizka mit Standorten in Frankfurt und Berlin.
Die Bodeninstallation „Das Virtuelle Minenfeld“ von Peter Zizka wurde bisher mit Gold beim ADC Deutschland, einem Goldaward des ADC Europes, sowie mit Auszeichnungen beim iF Award, reddot award und beim DDC prämiert.
Gesondertes Bild- und Textmaterial beschäftigt sich mit dem Minenproblem in Bezug auf Tschetschenien.
Fotografien der kindlichen Minenopfer in Tschetschenien von Musa Sadulajew, Kontakt durch die Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte: Tel.: 040-42 86 35 75 7.
Musa Sadulaev, geb. 25.09. 1975 in Kasachstan,
wohnhaft in Tschetschenien, zwei Kinder,
z.Z.: Stipendiat des Hamburger Stiftung für poltisch Verfolgte.
Weltweit bekannt gewordene Fotos von Musa Sadulajew: 27.12.2002 Selbstmordattentat: Selbstmörder steuert ein Auto in ein Regierungsgebäude in Grosny 02.05.2003 Aufnahme eines terroristischen Anschlags im Dorf Znamenka/ Tschetschenien 14.05.2003 Bombenattentat auf den Präsidenten Achmet Kadyrow
Öffnungszeiten:
mo. - fr.: 9.00 - 18.30 Uhr, sa.: 10.00 – 14.00 Uhr
Montag, 14. November 2005, 19.30 Uhr
Kassenhalle der Kreissparkasse, Neumarkt 18
Tatort Landmine
Spurensicherung und Strategien zum Verbot einer mörderischen Waffe
Eröffnung: Hans-Peter Krämer, Vorstandsvorsitzender der KSK, stellv. Vorsitzender des LKF
Begrüßung: Fritz Pleitgen, Vorsitzender des LKF
Sachstand und Bewertung der bisherigen internationalen Bemühungen zur Lösung der Minenkatastrophe
Beispiel: Tschetschenien; Bewertung der deutschen Rolle
Podiumsteilnehmer:
Thomas Gebauer, Geschäftsführer medico international;
Thomas Küchenmeister, Aktionsbündnis Landmine.de;
Josef Sayer, Hauptgeschäftsführer Misereor;
Angelika Beer, Bündnis 90/Die Grünen, Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Expertin für Sicherheits- und Verteidigungspolitik;
Hermann Gröhe, CDU, MdB, Sprecher der Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag;
Friedrich Gröning, Auswärtiges Amt, stellv. Beauftragter der Bundesregierung für Abrüstung und Rüstungskontrolle;
Harald Leibrecht, FDP, MdB, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss;
Moderation: Jürgen Thebrath, stellv. Chefredakteur WDR-Fernsehen, Leiter der Programmgruppe Inland Fernsehen WDR
Eintritt nur mit gesonderter Einladung
Freitag, 18. November 2005, 19.30 Uhr
Filmhaus Köln, Maybachstr. 111
Vorstellung der Preisträgerin des
Lew Kopelew Preises 2005
Sainap Gaschajewa, Grosny/Tschetschenien
Kölner Premiere des Dokumentarfilms:
Coca - die Taube aus Tschetschenien
Europa und sein verleugneter Krieg
Schweiz 2005, Buch, Regie: Eric Bergkraut, Mitwirkende: Sainap Gaschajewa, Lipkhan Bassajewa, Andreas Gross, Walter Egli, Anna Politkowskaja u.a.
„Erschütternd und politisch ist Erics Bergkrauts Film. Er verwebt Interviews und Aufnahmen mit den Videos und Fotos, die seine Protagonistinnen im Laufe der letzten zehn Jahre in ihrer Heimat heimlich – und oft unter Bedrohung des eigenen Lebens – drehten, und zeugt dabei in fiebriger Dringlichkeit von einem Krieg und einem Völkermord, an denen das offizielle Europa indifferent schweigend seine Mitschuld trägt“. Irene Genhart, Tagblatt der Stadt Zürich.
Was Präsident Putin zur „antiterroristischen Aktion“ erklärt, hat in der Tat Züge eines Völkermordes angenommen. Bis zu 30% der tschetschenischen Bevölkerung könnten getötet worden sein. Die Weltöffentlichkeit schweigt, sei es aus Unwissen, Hilflosigkeit oder Opportunismus.
Anschließend:
Podiumsgespräch: Der Krieg in Tschetschenien
Teilnehmer: Sainap Gaschajewa, Eric Bergkraut, Sonja Mikich, Toita Yunusowa (Mitstreiterin von Sainap Gaschajewa).
Moderation: Klaus Bednarz
Mitveranstalter: arte-Sender, Filmhaus Köln
Eintritt nur mit persönlicher Einladung
Sonntag, 20. November 2005, 11.00 Uhr
Schalterhalle der Kreissparkasse Köln, Neumarkt 18
Verleihung des
Lew Kopelew Preises 2005
an
Sainap Gaschajewa, Grosny/Tschetschenien
Preisbegründung:
Fritz Pleitgen, Vorsitzender des Lew Kopelew Forum
Laudatio:
Günter Verheugen, Vizepräsident der Europäischen Kommission, Kommissar für Unternehmen und Industrie
Musikalische Umrahmung:
Das Duo „Kontrasax“: Christina Fuchs - Saxophon; Romy Herzberg - Kontrabaß
Begleitung: Sergej Dawidow, Doli (kaukasische Trommel), Elcham Gadjimuradow, Akkordeon
und Amarbek Dimajew, historisches Akkordeon
Tanz: Aminat Usbijewa und Bislan Indurkajew (ehem. Solist der Gruppe „Wainach“, Grosny/Tschetschenien
„Coca“ nannten ihre Eltern Sainap Gaschajewa – die Taube. Geboren in der Verbannung in Kasachstan wurde sie nach der Rückkehr ihrer Familie nach Tschetschenien Angestellte in einem Betrieb in Grosny, heiratete und zog vier Kinder groß.
Seit 1994 dokumentiert sie, was in ihrer Heimat täglich passiert: Verschleppung, Folter, Mord. Zusammen mit anderen Frauen hat Sainap Gaschajewa Hunderte Video-Kassetten versteckt, um sie nach und nach ins Ausland zu bringen.
Ihr Ziel ist es, mit ihrem Archiv Beweismaterial zu liefern für zukünftige internationale Gerichtsverfahren. Das Filmmaterial richtet sich gegen die Schuldigen an den Gräueltaten, auf welcher Seite sie auch stehen.
Ergänzend zum Bildmaterial zeichnet sie die Lebensgeschichten und Todesumstände der Menschen auf.
Sainap Gaschajewa ist Leiterin der Organisation „Echo des Krieges“, die sich u.a. auch um Waisenkinder und Minenopfer in Tschetschenien kümmert.
Für ihre Zivilcourage und ihren bewundernswerten Mut, mit dem sie für die vom Völkermord bedrohten Menschen in ihrer Heimat Tschetschenien mit friedlichen Mitteln kämpft, wird ihr der Lew Kopelew Preis für Frieden und Menschenrechte 2005 zuerkannt.
Eintritt nur mit persönlicher Einladung
Samstag, 03. Dezember 2005, 17.00 Uhr
Musik der Heine-Zeit
Klavier und Kammermusikkonzert zum 150. Todestag von Heinrich Heine
Im Rahmen des Musikprojektes von Alla Blatow
Junge Musiker im Lew Kopelew Forum
In Zusammenarbeit mit dem Steinway-Haus Düsseldorf und der Anton-Rubinstein-Akademie
Einleitende Worte zu Heinrich Heine und zur Musik der Heine-Zeit: Irina Schneider
Schüler von Alla Blatow:
Jakob Pinkus, Antonis Stoisoglou, Damira Schumacher, Igor Kirillov und Julian Gorus spielen
F. Mendelssohn Bartholdy, R. Schumann,
F.Chopin und F. Liszt.
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Dienstag, 13. Dezember 2005, 19.00 Uhr
Das politische Gespräch im Forum
Menschenrechtsarbeit unter den Bedingungen der gelenkten Demokratie – Blick aus einer russischen Region
Gespräch mit Andrej Blinuschow, dem Vorsitzenden von „Memorial“ in Rjasan
Moderation: Dr. Elisabeth Weber, ehem. Referentin für Polen und Russland in der Bundestagsfraktion der Grünen.
Übersetzung: Bernhard Clasen, Arbeitsgruppe „Karabach-Konflikt“.
Die Informationen aus Russland über die Entwicklung von Demokratie und Menschenrechten verheißen in den letzten Monaten wenig Gutes. Der Spielraum für die politische Opposition scheint kleiner zu werden; einschneidende Änderungen des Wahlrechts erschweren die Entwicklung einer pluralistischen Demokratie. Vielfältigen Bemühungen, eine Bürgergesellschaft „von unten“ aufzubauen steht die Einrichtung einer „Gesellschaftskammer“ gegenüber. Die Menschenrechtslage in Tschetschenien verbessert sich nicht; die Probleme weiten sich augenscheinlich auf den gesamten Nordkaukasus aus.
Welche Spielräume gibt es unter diesen Vorzeichen für eine wirksame Menschenrechtsarbeit in Russland? Wie kann Opfern von Menschenrechtsverletzungen wirksam geholfen werden? Wie haben sich die Spielräume für unabhängige Menschenrechtsorganisationen in den letzten Jahren entwickelt? Welche Perspektiven bieten sich im Rahmen internationaler Kooperationen?
Andrej Blinuschow ist Chefredakteur der russischen historischen und menschenrechtlichen Zeitschrift „Karta“, deren Gründung vom polnischen Zentrum Karta angeregt wurde, und Redakteur des größten russischen Internet-Portals zu Menschenrechten „Human Rights Online“ (http://www.hro.org/). Im April 2005 wurde Andrej Blinuschow für seinen Beitrag bei der Aufdeckung und Dokumentation der Wahrheit über die politischen Repressionen gegenüber dem polnischen Volk mit dem Ritterkreuz der Republik Polen ausgezeichnet.
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Freitag, 16. Dezember 2005, 19.00 Uhr
Buchpräsentation
mit sibirischem Tee, sibirischen Plätzchen und Zedernnüssen
Tatiana Kuschtewskaja
Meine sibirische Flickendecke
Dokumentarischer Roman, Grupello-Verlag 2004
Moderation: Dieter Karrenberg
Tatiana Kuschtewskaja kennt Sibirien, wo sie zehn Jahre ihres Lebens verbrachte, und seine Menschen, fast wie ihre Westentasche. Und sie weiß eine Fülle von Geschichten zu erzählen – vom rätselhaften Geruchssinn des Lachses, der von dem Geruch jenes Flüsschens geleitet wird, in dem er geboren wurde; vom Schamanen, der den Fischern das Wetter zuverlässiger vorauszusagen weiß als die Meteorologen, und besonders die Geschichte von der Flickendecke der Großmutter Anna...
Tatjana Kuschtewskaja, geb. in der Turkmenischen SSR in der Wüstenoase Dargan-Ata, Jugend in der Ukraine. Seit 1991 in Deutschland. Musikpädagogin, freie Journalistin, Drehbuchautorin.
Veröffentlichungen in deutscher Sprache: „Ich lebte tausend Leben“, 1997; „Russische Szenen“, 1999; „Mein geheimes Russland“, 2000; „Transsibirische Eisenbahn“, 2002; „Die Poesie der russischen Küche. Kulinarische Streifzüge durch die russische Literatur“ 2004.
UKB: 5,00€ /2,50 € für Studenten, Schüler, LKF-Mitglieder und Inhaber des Köln-Passes
Montag, 19. Dezember 2005, 19.30 Uhr
Neueste Zeichnungen und Aquarelle von
Maria Leonene-Kopelew
Überraschungen für Freunde der zarten, stimmungsvollen Bilder von Maria Leonene-Kopelew!
Maria Leonene-Kopelew, geb. 1932 in Berlin; 1936 Übersiedlung nach Moskau; Studium der Architektur in Moskau; Tätigkeit als Architektin; 1970-1973 Lehrtätigkeit als Grafiklehrerin an der Grafik-Fakultät der Hochschule für Pädagogik, 1991 Übersiedlung nach Australien und 1994 nach Köln; in zweiter Ehe verheiratet mit Lew Kopelew.
Eintritt frei