Donnerstag, 10. Januar 2019, 19.30 Uhr

Vladimir Sorokin in Köln

Literaturhaus Köln, Großer Griechenmarkt 3


Vladimir Sorokin


Manaraga

Tagebuch eines Meisterkochs


Eine gemeinsame Veranstaltung von

Literaturhaus Köln, Verlag Kiepenheuer & Witsch und Lew Kopelew Forum


Im Literaturhaus beginnt das Jahr mit einer literarischen Groteske. Vladimir Sorokin wirft in Manaraga. Tagebuch eines Meisterkochs einen Blick ins Jahr 2037: Bücher werden nicht mehr gelesen, geschweige denn neu gedruckt, sie dienen als Brennmaterial für die Zubereitung exklusiver Speisen.
Book’n’Grill heißt der Trend, dessen Meister Geza ist. Mit Stör-Schaschlik über Dostojewskis Der Idiot oder Wiener Schnitzel über Arthur Schnitzler begeistert er seine zahlungskräftige Klientel. Doch sein Erfolg findet Nachahmer und so sieht sich Geza plötzlich vor unerwartete Probleme gestellt.


In Manaraga. Tagebuch eines Meisterkochs (Kiepenheuer & Witsch, Erstveröffentlichung: 8.11.2018) findet Vladimir Sorokin so absurde wie eindringliche Bilder der Gesellschaftskritik. Im Gespräch mit Katharina Heinrich (Journalistin, Osteuropa-Historikerin, Mitglied im LKF-Beirat) äußert er sich über die Dekadenz und Ignoranz einer Epoche.


Stefko Hanushevsky liest aus der Übersetzung von Andreas Tretner.

Foto: Maria Sorokina


Eintritt: 11,00 /9,00 € | Mitglieder des Literaturhauses: 7,00 €



Donnerstag, 17. Januar 2019, 19.00 Uhr

Rumänien-Abend


Rumänien-Abend


anlässlich der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaf durch das Land am 01.01.2019 für die erste

Jahreshälfte 2019

Rumänien beginnt damit das neunte Trio mit Finnland und Kroatien. Es ist der erste Ratsvorsitz des 2007 der EU beigetreten Landes, es folgt damit auf Österreich. In die Zeit der rumänischen Ratspräsidentschaft fällt auch die Europawahl 2019.

Aber wie ist die aktuelle Lage im Land?

Im August 2018 kam es insbesondere in Bukarest zu Demonstrationen gegen die korrupte Regierung des Landes. Die Absetzung der Chef-Korruptionsermittlerin Laura Kovesi brachte das Fass zum Überlaufen. Aber bereits im Januar 2017 gingen die Menschen schon auf die Straße, um gegen eine korruptionsbilligende Justizreform zu protestieren. Zu Massenprotesten gegen Korruption kam es erstmals 2015. Diese wurden damals durch eine Brandkatastrophe in einem Nachtclub ausgelöst.

Der Chef der rumänischen Regierungspartei, Liviu Dragnea, ist im Juni 2018 wegen Korruption zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Rumänien schaffte es außerdem aufgrund seines Bevölkerungsrückgangs, des Homoehe-Referendums und der Rückkehr von Radio Europa Liberă jüngst in die überregionalen Schlagzeilen.

Diese und weitere Themen rund um das Land und die Ratspräsidentschaft diskutieren:

Dr. Andrè Hein – Politologe, Promotion in Wien und Potsdam zu rumänischen Minderheiten

Traian Danciu – Publizist und Journalist mit einem Fokus auf Rumänien

Moderation: Felix Riefer, Politologe, Promovend an der Uni Köln; Mitglied im LKF-Beirat


UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger



Donnerstag, 07. Februar 2019, 19.00 Uhr

Szenische Lesung

Lew Tolstoj und Sofia Tolstaja


Eine Ehe in Briefen

Die Schauspieler

Christiane Lemm und Bernt Hahn

stellen unter dem Titel „Eine Ehe in Briefen“ den Briefwechsel von Lew Tolstoj und Sofia Tolstaja
in einer szenischen Lesung vor.

Lew Tolstoj schrieb Romane, die an Umfang und Tiefe ihresgleichen suchen. In dem Bedürfnis nach einem sinnerfüllten Leben wurde er politisch aktiv und zum erbitterten Gegner von Kirche und Staat.


Sofia Tolstaja durchlebte sechzehn Schwangerschaften, zog von dreizehn lebend Geborenen acht Kinder auf und führte den großen Haushalt. Quasi als Agentin ihres Mannes schrieb sie dessen Romane teilweise mehrfach ab und redigierte sie. Erbittert verteidigte sie das Werk Tolstojs und auch die Familie gegen die Zumutungen der Anhängerschaft ihres Mannes. Ihr gemeinsamer Weg blieb bis zum Ende - dem tödlichen Zweikampf zweier starker Menschen - immer eine außergewöhnlich intensive Liebesgeschichte.

Dokumentiert wird das in ihrem ausgedehnten Briefwechsel, der die gesamte Dauer der über fünfzig Liebes- und Ehejahre umfasst. Die Tolstojs fügten einander grausame seelische Verwundungen zu, offenbarten ihr Innerstes, und beschworen einander immer wieder ihre Liebe.

Christiane Lemm und Bernt Hahn waren beide früher Mitglieder in den Ensembles des Schauspiel Köln und des Düsseldorfer Schauspielhauses, bis heute sind sie auch im

In– und Ausland gefragte Leser literarischer Texte.

UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger

Eine Anmeldung ist erwünscht, aber nicht erforderlich.


Dienstag, 12. Februar 2019, 19.00 Uhr


Vortrag


Säkularität als Herausforderung
Der bosnische Islam von 1878

bis zur Gegenwart

Vortrag von Prof. Wolfgang Höpken, Universität Leipzig

Gemeinsame Veranstaltung der Südosteuropagesellschaft, Zweigstelle Köln, und dem Lew Kopelew Forum

Moderation: Dr. Jutta Lauth Bacas, Leiterin der Zweigstelle Köln der SüOEG

Besonderen Akzent wird Prof. Höpken auf die langen Linien in der diskursiven Auseinandersetzung mit Säkularität in Bosnien und Herzegowina legen und deutlich machen, welch vielschichtiges Bild sich im Verhältnis zum Islam im heutigen Bosnien und Herzegowina ergibt.

In der anschließenden Diskussion kann vertiefend auf die aktuelle Lage eingegangen werden, etwa auf das Konzept eines „europäischen“ Islams bosnischen Typs, wie es heute in der Öffentlichkeit diskutiert wird.

Prof. Wolfgang Höpken ist Professor für Ost- und Südosteuropäische Geschichte der Universität Leipzig. Er übte die Lehrtätigkeit an den Universitäten Hamburg, Oldenburg, Basel, und Braunschweig aus. Gastaufenthalte und Gastprofessuren in den USA (Woodrow-Wilson-Center for International Scholars, Washington, D.C.; Ohio-University). 2000-2005 war er Direktor des Georg-Eckert-Instituts für Internationale Schulbuchforschung Braunschweig. Wolfgang Höpken ist u.a. Vizepräsident der Südosteuropa-Gesellschaft und Vorsitzender der Südosteuropa-Kommission der Göttinger Akademie der Wissenschaften. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören: Sozial- und Kulturgeschichte Südosteuropas, in jüngerer Zeit insbesondere Geschichte der Erinnerungskulturen, Geschichte der Gewalt.

Dr. Jutta Lauth Bacas ist Sozialanthropologin mit dem Schwerpunkt Migration in Deutschland und Griechenland.

Ihre Forschungsthemen sind Arbeitsmigration, transnationale Migration, Flucht und Asyl unter besonderer Berücksichtigung der Bootsmigration auf die Insel Lesbos. Nach der Promotion in Zürich war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Universitäten Zürich, Bern und Fribourg/Schweiz sowie an der Wissenschaftsakademie in Athen tätig. Sie ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Südosteuropa Gesellschaft (SOG) und des Netzwerks Migration in Europa.

UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger


Freitag, 22. Februar 2019, 19.00 Uhr


Gespräch


Foto:Andrej Natozinskij


Maria Stepanova,


russische Dichterin, Essayistin

im Gespräch mit

Maria Birger, Historikerin, LKF-Beirat

Veranstaltung in deutscher und russischer Sprache. Übersetzung:

Erika Rubinstein

Maria Stepanova, geboren 1972 in Moskau, ist Lyrikerin, Essayistin und Journalistin und eine der markantesten Gestalten des gegenwärtigen literarischen Lebens in Russland. Das Portal colta.ru, dem Maria Stepanova als Chefredakteurin vorsteht, ist einer der zentralen Referenzpunkte für aktuelle Diskussionen in Russland, auf die sie in ihrem Vortrag auch eingehen wird.

Ihr neustes Buch: „Nach dem Gedächtnis“, ersch. bei Suhrkamp m 12.11.2018, nimmt den Leser mit auf eine Reise in die Vergangenheit ihrer Familie und taucht zugleich ein in die Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert. Im Dezember 2018 ist „Nach dem Gedächtnis“ mit dem wichtigsten russischen Buchpreis, dem Bolschaja-Kniga-Preis (Das große Buch) ausgezeichnet worden.





Aus dem Feature von Sabine Adler, Deutschlandfunk, 21.10.2018:

Maria Stepanova: «Russland leidet nicht an dem einen Trauma wie Deutschland, sondern in Russland geht ein Trauma in ein anderes über. Das ist, als würde man aus einem Zimmer, in dem die Decke eingestürzt ist, die Trümmer wegräumen, sich in das nächste Zimmer flüchten und auch dort kommt die Decke runter. Und das geschieht immerzu. Irgendwann versteht man, dass diese Ausnahme keine Ausnahme ist, sondern die Regel. In Russland hat man sich nie mit diesen Traumata auseinandergesetzt und nie auch nur begriffen, dass es sich um Traumata handelt.»

„Anfang der 1990er Jahre nutzten ihre jüdischen Eltern die Möglichkeit, Moskau für immer zu verlassen. Für Maria Stepanova kam aber ein Leben außerhalb ihres Sprachraums nicht in Betracht. /…/ Sie wollte mitgestalten, nicht davonlaufen. Sie schrieb und schreibt wie besessen, veröffentlichte bislang zehn Gedicht- und zwei Essaybände und hofft, dass sie die letzte in ihrer Familie ist, die die permanente Wachsamkeit der russischen Obrigkeit gegenüber verinnerlichen musste.“

«Man darf nicht versuchen, sich vorauseilend richtig zu benehmen, also Regeln einzuhalten, wenn es wie bei uns gar keine gibt. Solch ein Versuch wird dich von innen heraus töten, deine Persönlichkeit verbiegen, sodass von dir nichts mehr übrigbleibt.» Das möchte sie weder für sich als Schriftstellerin riskieren und auch für das von ihr mitgegründete und geleitete Kulturportal colta.ru wäre es ein Bärendienst.

UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger



Donnerstag, 07. März 2019, 19.30 Uhr

Lesung

Literaturhaus Köln, Großer Griechenmarkt 39

Foto: Michael Schwarz


Blauwal der Erinnerung


Roman von


Tanja Maljartschuk

Eine gemeinsame Veranstaltung von: Literaturhaus Köln, Verlag Kiepenheuer & Witsch und Lew Kopelew Forum

Die Protagonistin des neuen Romans von Tanja Maljartschuk leidet, nach unglücklichen Beziehungen aus der Bahn geworfen, unter Panikattacken und verlässt monatelang die Wohnung nicht. Am tiefsten Punkt ihrer Sinnkrise beginnt sie alte Zeitungen zu lesen – und stößt so auf eine Meldung von 1931: „Wjatscheslaw Lypynskyj ist tot“. Von da an stöbert sie ihm nach und findet langsam Orientierung und Halt in dieser historischen Figur, die für die Geschichte der Ukraine eine große Rolle spielte: Wjatscheslaw Lypynskyj, der leidenschaftliche Geschichtsphilosoph und Politiker, entstammte einer polnischen Adelsfamilie, die in der Westukraine lebte. Schon früh identifizierte er sich mit der Ukraine und bestand auf der ukrainischen Form seines Namens. Nach dem Studium befasste er sich politisch und historisch mit dem zwischen Polen und Russland zerrissenen Land und forderte wie besessen seine staatliche Unabhängigkeit. Ein Kampf, der ihn durch verschiedene Länder führte und persönliche Opfer kostete.

Ähnlich kränklich wie diese historische Figur und – wie er – auf der Suche nach Zugehörigkeit, folgt die Erzählerin diesem stolzen, kompromisslosen, hypochondrischen Mann, um durch die Erinnerung der sowjetischen Entwurzelung zu trotzen.

Ein literarisch beeindruckender Roman, der zeigt, was es heißt, wenn die eigene Identität aus Angst, Gehorsamkeit und Vergessen besteht.

Mit Tanja Maljartschuk, die 2018 den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt gewann, spricht Uli Hufen, ein ausgewiesener Kenner der russischen und ukrainischen Verhältnisse.

Tanja Maljartschuk, 1983 in Iwano-Frankiwsk, Ukraine geboren, studierte Philologie an der Universität Iwano-Frankiwsk und arbeitete nach dem Studium als Journalistin in Kiew. 2009 erschien auf Deutsch ihr Erzählband „Neunprozentiger Haushaltsessig“,

2013 ihr Roman „Biografie eines zufälligen Wunders“ und 2014 „Von Hasen und anderen Europäern“. 2018 erhielt sie für den Text „Frösche im Meer“ den Ingeborg-Bachmann-Preis. Die Autorin schreibt regelmäßig Kolumnen für die Deutsche Welle (Ukraine) und für Zeit Online und lebt seit 2011 in Wien.

Eintritt: 10,00/8,00 € | Mitglieder des Literaturhauses: 6,00 €


Montag, 18. März 2019, 19.00 Uhr


Buchpremiere mit den Autoren


Ort der Veranstaltung: Fritz Thyssen Stiftung, Apostelnkloster 13-15, 50672 Köln

Fritz Pleitgen und Michail Schischkin

Frieden oder Krieg

Russland und der Westen –

eine Annäherung


Ludwig Verlag, März 2019

Moderation: Thomas Roth, Vorsitzender des Lew Kopelew Forum, ehem. Tagesthemen-Moderator


Gibt es Anlass, Moskau zu fürchten? Hat womöglich Russland Grund, dem Westen zu misstrauen? Wodurch werden die Spannungen zwischen Ost und West befeuert? Und wie lassen sie sich lösen?
Ein deutscher Journalist, ein Schriftsteller aus Russland - zwei profunde Kenner, zwei gegensätzliche Positionen:

Michail Schischkin, vielfach ausgezeichneter Schriftsteller aus Russland, ist ein scharfer Kritiker der autoritären Herrschaft Putins und der Kreml-Politik. Fritz Pleitgen, langjähriger ARD-Korrespondent in Moskau, verurteilt das Vorgehen des Westens als arrogant und fahrlässig. - Ein erhellender Dialog zweier ausgewiesener Experten, gestützt auf persönliche Erfahrung und kluge politische Analyse. So konträr ihre Positionen auch sind, in einem sind sich beide einig: Verständigung ist möglich.


Fritz F. Pleitgen, geb. 1938 in Duisburg, berichtete ab 1970 als Korrespondent des Moskauer ARD-Studios aus der Sowjetunion. Nachdem er 1977 die Leitung des ARD-Studios in Ostberlin übernommen hatte, ging er 1982 in die USA, zunächst als Leiter des ARD-Studios Washington, ab 1987 im ARD-Studio New York. 1988 kehrte Fritz Pleitgen zum WDR nach Köln zurück und wurde zum Chefredakteur Fernsehen und Leiter des Programmbereichs Politik und Zeitgeschehen berufen. Von 1995 bis 2007 war er Intendant des Westdeutschen Rundfunks, von 1998 – 2016 Vorsitzender des Lew Kopelew Forums, seit 2017 Ehrenvorsitzender. Seit 2011 ist er Präsident der Deutschen Krebshilfe.


Michail Schischkin ist einer der meistgefeierten russischen Autoren der Gegenwart. Er wurde 1961 in Moskau geboren, studierte Germanistik und Anglistik und arbeitete als Journalist, Lehrer, Übersetzer. Seit 1995 lebt er in der Schweiz. Seine Romane „Venushaar“ und „Briefstelle“« wurden national und international vielfach ausgezeichnet, u.a. erhielt er als einziger alle drei wichtigen Literaturpreise Russlands. 2011 wurde ihm der Internationale Literaturpreis Haus der Kulturen der Welt in Berlin verliehen. Sein Roman „Die Eroberung von Ismail“ wurde u.a. mit dem Booker-Prize für das beste russische Buch des Jahres (2000) ausgezeichnet und gilt als sein kompromisslosestes Werk.


UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger

Um Anmeldung wird gebeten unter: 0221 257 67 67 oder info@kopelew-forum.de


Montag, 25. März 2019, 19.00 Uhr

Vortrag und Diskussion


Foto: Friedrich-Naumann-Stiftung


Die Ukraine wählt einen neuen Präsidenten


Personen - Programme – Prognosen

Vortrag und Diskussion mit


Frau Dr. Miriam Kosmehl

Bertelsmann Stiftung Berlin

Moderation: Prof. Dr. Gerhard Simon, Russland- und Ukraineexperte

Am 31. März und in der wahrscheinlichen Stichwahl am 21. April wählt die Ukraine einen neuen Präsidenten. Fünf Jahre nach dem Sieg der Majdan-Revolution haben die Ukrainerinnen und Ukrainer erneut die Möglichkeit, den Weg des Landes in die Zukunft mitzubestimmen. Die Zahl der Kandidaten, die Präsident werden wollen, ist riesig (mehrere Dutzend). Aber welche tatsächlichen Alternativen bieten sich?

Zwei Grundüberzeugungen finden in der ukrainischen Gesellschaft heute weitgehend Akzeptanz und Unterstützung: 1. Die Ukraine ist auf dem Weg nach Westen, dazu gibt es keine Alternative. Deshalb ist die Mitgliedschaft in der Nato und EU das Ziel. Auf den Punkt gebracht: Alles ist gut. 2. Die Erwartungen und Versprechungen des Majdan wurden nicht erfüllt, die Ukraine entwickelt sich in die falsche Richtung und braucht deshalb einen Wechsel. Auf den Punkt gebracht: Alles ist schlecht. Beide Wahrnehmungen stehen zueinander im Widerspruch. Jedenfalls ist eine Prognose des Wahlergebnisses höchst riskant.

Nach den Umfragen liegen jene Politiker vorn, die seit 20 Jahren Spitzenpositionen im Politikbetrieb bekleidet haben, einschließlich des Amtsinhabers Poroschenko. Hinzu kommen zwei professionelle und sehr populäre Unterhaltungskünstler, die wohl in erster Linie die Frustration mit Politik überhaupt symbolisieren. Die liberal-demokratischen Kräfte konnten sich bislang nicht auf einen Kandidaten einigen. Die pro-russische Opposition tritt ebenfalls mit mehreren Kandidaten an; sie kann auf vielfältige Unterstützung aus Russland zählen.

Über diese und weitere Probleme referiert und diskutiert im LKF Miriam Kosmehl, die von 2012 bis 2017 das Büro der Friedrich- Naumann- Stiftung in Kyjiw leitete und seit Oktober 2017 als Senior Expert bei der Bertelsmann Stiftung im Programm „Europas Zukunft“ forscht. Sie kennt die Ukraine wie wenige sowohl aus der Praxis vor Ort als auch aus der theoretisch-wissenschaftlichen Beschäftigung mit ihr.

UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger

Kontakt

Lew Kopelew Forum
Neumarkt 18a
50667 Köln


Tel. (0221) 2 57 67 67
Fax. (0221) 2 57 67 68
info@d8db761fb9154ead85e1e3aa606b8958kopelew-forum.de  

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