Jefim Etkind

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Jefim Grigorjewitsch Etkind (26. Februar 1918 in Petrograd – 22. November 1999 in Potsdam), Literaturwissenschaftler, Germanist, Romanist und Übersetzer. Während des Zweiten Weltkriegs war Etkind – zusammen mit Lew Kopelew – Propagandaoffizier in der Roten Armee. Seit Anfang der 1950er war er in Leningrad als Philologie-Dozent tätig.


Wegen seiner Freundschaft mit mehreren Dissidenten (u. a. Alexander Solschenizyn) und Polithäftlingen sowie wegen seines Einsatzes für den Lyriker Iossif Brodskij wurde Etkind 1974 seine Professur entzogen. Der wachsende Druck seitens des KGB führte dazu, dass Etkind noch im gleichen Jahr in den Westen (nach Paris) emigrieren musste, wo er ab 1975 an der Universität Nanterre Komparatisik lehrte.


Jefim Etkind war seit 1973 Mitglied des deutschen PEN-Zentrums, seit 1976 Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und seit 1980 korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung


Sommer 1981. Im ersten Jahr nach der Ausbürgerung besuchten Raissa Orlowa und Lew Kopelew ihren engen, ebenso ausgebürgerten „Leningrader“ Freund in Paris.                                                                  FSO 01-3


Bücher von Jefim Etkind

Семинарий по французской стилистике

Часть I, Проза. 2-е издание

«Просвещение», Москва – Ленинград 1964

Das Seminar zur französischen Stilistik

Teil I, Prosa. 2. Auflage

Verlag „Prosweschtschenije“ (Aufklärung), Moskau – Leningrad 1964


Записки незаговорщика

Overseas Publications Interchange, London 1977

Aufzeichnungen eines Nichtverschwörers

Overseas Publications Interchange, London 1977


Французское средневековье в творчестве Александра Блока

Статья в Revue des Études Slaves, Paris LIV /4, 1982

Französisches Mittelalter im Werk Alexander Bloks

Sonderdruck eines Artikels in Revue des Études Slaves, Paris LIV /4, 1982


Russische Lyrik

Gedichte aus drei Jahrhunderten

Ausgewählt und eingeleitet von Efim Etkind

R. Piper & Co. Verlag, München Zürich 1982


Un Art en Crise

Essai de poétique de la traduction poétique

L’Age d’Homme, Paris 1982


Russische Lyrik von der Oktoberrevolution bis zur Gegenwart

Versuch einer Darstellung

Verlag C.H. Beck, München 1984


Sonderdruck

Die Unsterblichkeit des Gedächtnisses

Anna Achmatowas Poem „Requiem“

erschienen in: Die Welt der Slawen. XXIX 2, N.F. VIII, 2

Verlag Otto Sagner, München 1984


Brodski ou Le Procès d’un poète

Présentation et commentaire d’ Efim Etkind

Le Livre de Poche, Paris 1988


Симметрические композиции у Пушкина

Institut D’Études Slaves, Париж 1988

Symmetrische Kompositionen bei Puschkin

Institut D’Études Slaves, Paris 1988


Там, внутри

О русской поэзии ХХ века

Очерки

Издательство «Максима», Санкт Петербург 1996

Dort, im Inneren

Über die russische Lyrik des 20. Jahrhundert

Essays

Verlag „Maxima“, Sankt Petersburg 1996

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